Hamburg (dpa/lno) - Unter dem Motto "Honey, I rearranged the Collection" (Liebling, ich habe die Sammlung neu gehängt) will die Hamburger Kunsthalle von Freitag an bis zum 7. Januar 2018 einen neuen Blick auf ihre Werke der Gegenwartskunst werfen. Beim zweiten Teil der Ausstellungsreihe, die 2016 mit der "Magie der Dinge" startete, geht es diesmal um zwischenmenschliche Beziehungen, teilte die Kunsthalle am Donnerstag mit. Unter dem Titel "Help Me Hurt Me. Zwischen Fürsorge und Grausamkeit" sind diesmal Werke von Bruce Nauman, Nan Goldin, Jenny Holzer, Rebecca Horn, Paul McCarthy, Sigmar Polke, Daniel Richter und Gerhard Richter zu sehen.

So zeigt die raumgreifende Videoinstallation "Anthro/Socio" (1992) von Bruce Nauman den Kopf des Schauspielers Rinde Eckert, einem ausgebildeten Sänger. Auf sechs Monitoren und drei Projektionsflächen dreht sich dessen Kopf unaufhörlich um die eigene Achse. In verschiedenen Tonhöhen singt Eckert dabei drei unterschiedliche Texte, unter anderem "Feed Me, Help Me, Eat Me, Hurt Me". In ihrer Arbeit "The Ballad of Sexual Dependency" (Die Ballade von der sexuellen Hörigkeit, 1992) untersucht die Künstlerin Nan Goldin anhand von Fotos junger Menschen die Abhängigkeit in zwischenmenschlichen Beziehungen.

Hamburger Kunsthalle