Hamburg (dpa/lno) - Im Revisionsprozess um einen beinahe tödlichen Angriff auf seine Frau mit heißem Öl ist der angeklagte Ehemann am Freitag vor dem Hamburger Landgericht zu einer Haftstrafe von neun Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. "Neue strafmildernde Gründe sind vom Angeklagten nicht vorgebracht worden", sagte der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung. Das Gericht folgt somit weitestgehend dem ursprünglichen Urteil vom April 2016, das sich auf eine Haftstrafe von zehn Jahre belaufen hatte. Die Strafkammer sprach den Angeklagten eines Mordversuchs aus niedrigen Beweggründen sowie gefährlicher Körperverletzung schuldig. Der 50-Jährige hatte seine Ehefrau im September 2015 mit drei Litern heißem Speiseöl übergossen, während sie unter der Dusche stand. Nach der Tat schwebte die Frau mehrere Tage in Lebensgefahr. 44 Prozent ihrer Haut wurden dabei verbrüht.