Schwerin (dpa/mv) - Mit Mecklenburg-Vorpommern hat ein weiteres Bundesland den für 19. April geplanten bundesweiten Blitzermarathon abgesagt. Grund sei, dass mehrere Länder nicht mitmachten und damit der Ursprungsgedanke - 24 Stunden lang bundesweit auf das Thema Rasen aufmerksam zu machen - nicht mehr gegeben sei, sagte ein Sprecher des Schweriner Innenministeriums am Montag. Unter Hinweis auf Personalknappheit hatten unter anderem Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt in den vergangenen Wochen die Tempo-Kontrollaktion abgesagt.

2016 waren beim Blitzmarathon im April bundesweit rund 72 000 Raser erwischt worden. Auch da hatte Mecklenburg-Vorpommern nicht teilgenommen. Wegen der Flüchtlingswelle seien die Beamten anderweitig gebunden gewesen, hieß es. Rund um den 19. April müssen Auto- und Motorradfahrer in Mecklenburg-Vorpommern trotzdem mit Geschwindigkeitskontrollen rechnen, wie der Ministeriumssprecher weiter sagte. Grund sei die europaweite "Tispol"-Kontrollwoche, an der Mecklenburg-Vorpommern teilnehme. Zu schnelles Fahren gilt als eine Hauptunfallursache im Straßenverkehr.