Kiel/Hamburg (dpa) - Schleswig-Holstein ist bereit, Hamburg beim G20-Gipfel am 7. und 8. Juli mit der vorläufigen Aufnahme von Strafgefangenen aus der Hansestadt zu helfen. Dafür stehe eine Abteilung mit etwa 30 Plätzen in der Justizvollzugsanstalt Kiel zur Verfügung, sagte ein Sprecher des Justizministeriums am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Es werde sich durchweg um leichtere Fälle handeln. Mit der Aufnahme dieser Gefangenen soll in Hamburgs Gefängnissen Platz für Festgenommene geschaffen werden.

In den schleswig-holsteinischen Gefängnissen können derzeit 1374 Haftplätze genutzt werden. Davon waren nach Ministeriumsangaben am Mittwoch 1216 belegt. Mecklenburg-Vorpommern hat angekündigt, zum G20-Gipfel 20 Strafgefangene aus Hamburg vorübergehend in Bützow (Landkreis Rostock) unterzubringen.