Hamburg (dpa/lno) - Hamburger Polizisten müssen sich von Festgenommenen nicht mehr bespucken lassen. Zum Schutz vor den Angriffen mit Speichel können sie aggressiven Personen nach dem Fesseln mit Handschellen auch eine Spuckschutzhaube über den Kopf ziehen, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag erklärte. Zuvor hatten Medien darüber berichtet.

Durch die Haube könne der Betroffene sehen und atmen, aber nicht spucken. Der Einsatz müsse unter ständiger Aufsicht erfolgen, sagte der Sprecher. Die Bremer Polizei setze die Spuckschutzhaube bereits ein. Negative Erfahrungen seien nicht bekannt. Mit den 3000 angeschafften Hauben sollen zunächst alle Streifenpolizisten ausgestattet werden.

Spuckangriffe auf Beamte wurden in Hamburg bislang nicht statistisch erfasst. Es gebe aber eine Erhebung aus dem Jahr 2014, sagte Polizeisprecher Ulf Wundrack. Damals wurden innerhalb von 90 Tagen 75 Fälle gezählt. Mehr als die Hälfte der Spuckangriffe wurden in den Stadtteilen St. Pauli und St. Georg verübt.

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