Hamburg (dpa/lno) - Aus Verärgerung über den Lärm spielender Kinder in Hamburg-Alsterdorf soll ein 54-Jähriger mit einem Luftgewehr auf einen 13-Jährigen geschossen haben. Zunächst habe der Schütze den Jungen verfehlt, dann aber nachgeladen und ihn mit einem sogenannten Diabolo-Geschoss getroffen, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Der 54-Jährige feuerte den Angaben zufolge vom Balkon eines Mehrfamilienhauses auf das Kind, das auf einem Spielplatz in etwa 35 Metern Entfernung Fußball spielte. Der 13-Jährige habe eine blutenden Wunde im Rippenbereich erlitten, das Projektil habe operativ entfernt werden müssen. Der Mann muss sich am Dienstag nach Ostern wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz vor dem Amtsgericht Hamburg verantworten. Die Tat ereignete sich am 23. Juli vergangenen Jahres.