Hamburg/Bielefeld (dpa/lno) - Die Gesellschafter und der Beirat der Oetker-Gruppe haben den Verkauf der Reederei Hamburg Süd an die Maersk Line nun auch formal gebilligt und damit einen weiteren Schritt im Verkaufsprozess vollzogen. "Wir sind sicher, dass die Maersk-Gruppe als wirtschaftlich starker Partner die Hamburg Süd erfolgreich in die Zukunft führen und ihre Mitarbeiter mit offenen Armen in die Maersk-Familie aufnehmen wird", erklärte Beiratsvorsitzender August Oetker nach einer am Freitag verbreiteten Mitteilung des Unternehmens. Auch Kartellbehörden in den USA und der EU hätten dem Verkauf bereits zugestimmt, teilweise mit Auflagen. Behörden in weiteren Ländern seien noch mit Prüfungen beschäftigt.

Der Verkauf soll bis zum Ende des Jahres abgeschlossen werden. Oetker und die weltgrößte Containerreederei Maersk hatten im vergangenen Jahr einen Vorvertrag und im März einen Kaufvertrag unterzeichnet. Die Schifffahrt wird nach jahrelanger Krise gegenwärtig von einer Fusions- und Übernahmewelle geprägt, bei der fast die Hälfte der großen Reedereien in größeren Einheiten verschwindet. Die Oetker-Gruppe verliert durch den Abschied aus der Schifffahrt nach 80 Jahren die Hälfte ihres Umsatzes von zwölf Milliarden Euro.