Hamburg (dpa/lno) - Die taumelnde Hamburger Reederei Rickmers hat ihren Verlust im Geschäftsjahr 2016 mehr als verdoppelt. Das Ergebnis nach Steuern fiel auf minus 341 Millionen Euro nach minus 135,5 Millionen Euro 2015, wie aus den vorläufigen, untestierten Bilanzzahlen des aktuell veröffentlichten Geschäftsberichts hervorgeht. Rickmers ist durch die langandauernde Schifffahrtskrise in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Bis zum 10. Mai sollen die Gläubiger der Unternehmensgruppe einem Sanierungskonzept zustimmen, was entscheidend für das Überleben der Reederei ist. 

Die Nettofinanzverschuldung lag 2016 bei 1,46 Milliarden Euro (2015: 1,85 Mrd.). Die Kreditverbindlichkeiten entfallen nach früheren Angaben zu einem Großteil auf die HSH Nordbank und die Unicredit Bank AG. Der Umsatz gab 2016 um rund 18 Prozent auf 483 Millionen Euro nach.  

Aufforderung zur Stimmabgabe der Anleihegläubiger

Veröffentlichung Rickmers

Geschäftsbericht 2016