Lüneburg/Bleckede (dpa/lni) - Vier Jahrzehnte nach dem Aus für die Strecke im regulären Personenverkehr sollen vorübergehend wieder Züge planmäßig von Lüneburg nach Bleckede und zurück fahren. Die Verbindung werde Mitte Mai auf Initiative der Bleckeder Kleinbahn für einen Probebetrieb wiederbelebt, teilte ein Stadtsprecher am Mittwoch in Lüneburg mit.

"Wir unterstützen die Aktion", sagte Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD). "Damit wird sich zeigen, dass eine Reaktivierung als Bahnstrecke eine zeitgemäße, nachhaltige und verkehrspolitisch sinnvolle Alternative zum Autoverkehr sein kann."

Vom 15. bis zum 19. Mai soll ein Doppelwaggon die beiden Orte verbinden. Dabei werden nach Angaben des Sprechers Fahrkarten des HVV anerkannt, um Fahrgästen aus Bleckede in Lüneburg eine Weiterfahrt mit KVG-Bussen oder dem Metronom nach Hamburg zu ermöglichen. Die Reisenden sollen während der Fahrt im Rahmen einer Studie gezählt und befragt werden.

Der planmäßige Personenverkehr zwischen Lüneburg und Bleckede war am 21. Mai 1977 eingestellt worden, wie der Sprecher weiter mitteilte. Derzeit nutzt der Verein Arbeitsgemeinschaft Verkehrsfreunde Lüneburg die Strecke für Fahrten von Museums- und Touristikzügen.

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