Hamburg (dpa/lno) - Das Diakonische Werk Hamburg und das Straßenmagazin "Hinz&Kunzt" fordern zum G20-Gipfel Anfang Juli Ausweichschlafplätze für Obdachlose. Die Sozialbehörde geht davon aus, dass Obdachlose am 7. und 8. Juli nicht in die Sicherheitszonen rund um die Hamburger Messehallen und die Hotels der Gipfelteilnehmer kommen werden. "Hinz&Kunzt"-Sozialarbeiter Stephan Karrenbauer schätzt, dass 300 Menschen einen alternativen Schlafplatz brauchen werden. Er schlägt darum vor, ein Gebäude des Winternotprogramms am Michel wieder in Betrieb zu nehmen. Wichtig sei, die Obdachlosen frühzeitig zu informieren. "Die beste Kommunikation ist die stille Post der Wohnungslosen", sagte er am Mittwoch.

Die Sozialbehörde ist nach Angaben ihres Sprechers Marcel Schweitzer im Gespräch mit Sozialarbeitern und will den Obdachlosen bestehende Unterkünfte anbieten. Da die Sicherheitszonen aber noch nicht festgelegt seien, könne man zur Zahl der benötigten Plätze nichts sagen. Schweitzer verwies zugleich auf die erfolgreiche Vermittlung von Wohnungen an Obdachlose. Während des vergangenen Winternotprogramms sei es gelungen, 245 Menschen dauerhaft unterzubringen.

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