Hamburg (dpa/lno) - Vertreter der 41 deutschen UNESCO-Welterbestätten sind am Montag unter dem Motto "Visionen, Werte und Reformen" in Hamburg zu ihrer Jahreskonferenz zusammengekommen. Ziel der Veranstaltung sei "in einem interdisziplinären Zusammenhang das bereits sehr umfangreich vorhandene Netzwerk in Deutschland zu stärken und mit neuen Ansätzen und Ideen die hochwertige und vielfältige Umsetzung des Welterbegedankens in allen nur denkbaren Bereichen zu intensivieren", erklärte die Vorsitzende des Vereins UNESCO-Welterbestätten Deutschland, Claudia Schwarz. Zum Abschluss der bis Mittwoch dauernden Konferenz mit seinen rund 120 Teilnehmern stehe ein Besuch der Elbphilharmonie sowie des Weltkulturerbes Speicherstadt und Kontorhausviertel mit Chilehaus auf dem Programm.

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) erklärte, das Motto der Welterbe-Tagung 2017 lasse sich an der Hafencity wie an Speicherstadt und Kontorhausviertel durchbuchstabieren. "Beide stehen auf ihre Weise für Weltoffenheit, Toleranz und kulturelle Vielfalt." Aus Sicht des Geschäftsführers der Hamburg Tourismus GmbH, Michael Otremba, profitiert die Hansestadt von der internationalen Wahrnehmung des UNESCO-Siegels, "denn es macht Hamburg als eine moderne Stadt der Kontraste sichtbar". Scheinbare Widersprüche in der Architektur von Speicherstadt und Hafencity böten Spannungsbögen für unverwechselbare Geschichten. "Gerade die vielfältige Nutzung durch Werbeagenturen, Theater, Mode-Showrooms oder gastronomischer Angebote zeigt die lebendige Tradition Hamburgs."

UNESCO Welterbe