Hamburg (dpa/lno) - Wegen eines brutalen Überfalls auf eine Fußgängerin in Hamburg-Farmsen hat das Landgericht einen 34-Jährigen zu drei Jahren und sieben Monaten Gefängnis verurteilt. Es sei eine von sadistischen Zügen geprägte Tat gewesen, sagte die Vorsitzende Richterin am Freitag. Sie deutete an, dass die damals 37 Jahre alte Frau auch hätte sterben können. Nach Überzeugung der Strafkammer hatte der Angeklagte am vergangenen 3. November nach einem Streit mit seiner Verlobten beschlossen, eine andere Frau zu überfallen und zu quälen. Mit Latexhandschuhen und einer Plastiktüte ging er zum U-Bahnhof Farmsen und suchte sich die 37-Jährige als Opfer aus. Auf einem dunklen Weg versuchte er, ihr die Plastiktüte über den Kopf zu ziehen. Weil sie sich wehrte, schlug und verletzte er sie. Schließlich kamen Zeugen der Frau zu Hilfe.

Polizeimitteilung vom 4.11.2016