Hamburg (dpa/lno) - Mit zahlreichen Aktionen haben sich am Wochenende "G20"-Gegner auf den Gipfel im Juli in Hamburg eingestimmt. So veranstaltete der Verband "G20-Protestwelle" am Samstag bundesweit in 44 Städten ein öffentliches Bannermalen, bei dem Interessenten ihre Botschaften, Forderungen und Kritik am Gipfel kreativ formulieren konnten. Das Material für Banner und Plakate wurde den Teilnehmern kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Mit Sprüchen wie "Money can't buy you a new planet" und "Don't trump the climate" gaben die Demonstranten einen ersten Vorgeschmack auf das, was pünktlich zum Gipfel im Juli auf Protestbannern und Plakaten zu lesen sein wird. "Wir haben heute mit viel Farbe und viel Spaß gute Botschaften und gute Argumente für die G20-Politiker sichtbar gemacht", sagte einer der Teilnehmer am Rande der Veranstaltung. Insgesamt wurden mehrere hundert Banner angefertigt. In der Hansestadt entwarfen 45 Demonstranten 20 Banner.

Etwa zeitgleich zogen die ersten von "1000 Gestalten" durch die Hamburger Innenstadt. Die Aktivisten in Lehmkleidung wollten ein Zeichen für mehr Solidarität und politische Partizipation senden, teilten die Initiatoren vom Kollektiv "1000 Gestalten" mit. Die Lehmgestalten sollen an den Tagen vor dem Gipfel an verschiedenen Orten auftauchen und sich schweigend durch die Straßen bewegen. "Sie stehen für eine Gesellschaft, die sich ihrer Hilflosigkeit vor den komplexen Zusammenhängen der Welt ergeben hat und in der der Einzelne nur noch für das eigene Vorankommen kämpft", hieß es.

Am Abend versammelten sich im linksautonomen Kulturzentrum "Rote Flora" im Schanzenviertel mehrere hundert Aktivisten zu einer Aktionskonferenz, um Demonstrationen gegen das Treffen der Staats- und Regierungschefs am 7. und 8. Juli vorzubereiten.

G20 Protestwelle