Hamburg (dpa) - Einen Monat segelte ein Schiff der Nordkirche zum Reformationsjubiläum die deutsche Küste entlang - am Sonntag ist die Tour mit einem Gottesdienst an den Hamburger Magellanterrassen in der Hafencity zu Ende gegangen. "Durch Stürme, Sonne, Regengüsse und himmlische Sonnenaufgänge hindurch haben jeden Tag um die Hundert Menschen Zeit an Bord und über 25 000 in den 14 Häfen verbracht", sagte die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs bei dem Open-Air-Gottesdienst vor mehr als 500 Gläubigen.

Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums war der gecharterte Traditionssegler am 29. Juni in Greifswald aufgebrochen und hatte in diversen Häfen von Ost- und Nordsee festgemacht. Auf seinem rund 850 Seemeilen langen Törn besuchte das Nordkirchenschiff alle 13 Kirchenkreise der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) sowie die Nordschleswigsche Gemeinde.

Die Nordkirche ist nach eigenen Angaben die einzige Landeskirche in Deutschland, in der alle Kirchenkreise auf dem Wasserweg erreichbar sind. Fehrs sagte, die Nordkirche habe sich bewusst dafür entschieden, das Reformationsjubiläum mit einer Schiffstour zu feiern: Das Schiff sei ein altes christliches Symbol - es stehe für Gemeinschaft, aber auch für Freiheit. Beides sei von der Reformation neu entdeckt worden.