Hamburg (dpa) - Mit einer Uraufführung hat am Deutschen Schauspielhaus Hamburg die Spielzeit 2017/18 begonnen: Intendantin Karin Beier inszenierte am Freitag die Groteske "Tartare Noir" nach Motiven des britischen Groschenroman-Autors Thomas Peckett Prest. Im imposanten Ambiente eines verfallenden dreistöckigen Mietshauses (Ausstattung: Johannes Schütz) schildert Beier, wie sich die Bewohner mit Hingabe dem Kannibalismus widmen. Eine Selbstzerfleischung, die Darsteller wie Ernst Stötzner als Schlachter und Angelika Richter als Erzählerin unter vielen schrillen dramatischen Einfällen zelebrieren. Und die der Zuschauer als Metapher für den Zustand der Gesellschaft Europas verstehen darf.

Deutsches Schauspielhaus