Hamburg (dpa/lno) - Die Klitschko-Brüder Vitali und Wladimir sind am Sonntagabend bei der Premiere der German Boxing Awards im Besenbinderhof in Hamburg mit einem "Herqul" für ihr Lebenswerk ausgezeichnet worden. "Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Der Boxsport hat uns so viele Türen geöffnet. Wir sind überglücklich, dass wir einige Jahre sogar gleichzeitig Weltmeister sein durften. Ein großer Dank geht an unser Team und an unsere Fans, ohne die unsere Erfolge nicht möglich gewesen wären", sagte Wladimir Klitschko. 

Der langjährige Dreifachweltmeister im Schwergewicht, der Anfang August seine Karriere beendet hatte, musste den Ehrenpreis allein entgegennehmen, da Vitali wegen dringender politischer Termine in seinem Amt als Bürgermeister Kiews gebunden war. Insgesamt wurden bei der vom Hamburger Event-Spezialisten Ramin Seyed ins Leben gerufenen Gala vor rund 200 Gästen Preise in zwölf Kategorien vergeben, über die mehr als 800 Medienvertreter abgestimmt hatten. 

Nationaler Boxer des Jahres wurde Supermittelgewichts-Champion Tyron Zeuge (Berlin), international setzte sich der britische Klitschko-Bezwinger Anthony Joshua durch. Deren Duell Ende April im Londoner Wembleystadion wurde als Kampf des Jahres ausgezeichnet. 

Boxerin des Jahres wurde Christina Hammer (Dortmund), Trainer des Jahres Ulli Wegner (Berlin). Bei den Amateuren setzte sich etwas überraschend der Olympia-Dritte Artem Harutyunyan (Hamburg) gegen den Europameister und WM-Dritten Abass Baraou (Oberhausen) durch.