Hamburg (dpa/lno) - Der Lärmschutzdeckel über der Autobahn A7 im Bereich Hamburg-Schnelsen wird wesentlich später fertig als vorgesehen. Aus heutiger Sicht sei der Abschluss der Bauarbeiten im zweiten Halbjahr 2019 realistisch, teilte das private Baukonsortium Via Solutions Nord (VSN) am Mittwoch mit. Das wäre eine Verzögerung von mindestens einem halben Jahr. Bislang sollte der Lärmschutzdeckel im Jahr 2018 fertig werden. Ein neues, belastbares Enddatum für die Gesamtfertigstellung des Tunnel Schnelsen könne VSN jedoch erst nennen, wenn die erste Röhre im zweiten Quartal 2018 erfolgreich in Betrieb genommen worden sei.

Als Gründe für die Verspätung nennt das Konsortium erhöhte Sicherheitsanforderungen, die am Schnelsener Tunnel getestet und programmiert werden müssten. Dies werde jedoch den Bau der beiden weiteren geplanten Tunnel in Stellingen und Altona erleichtern. Weiterhin hätten die geologischen Bedingungen die Bauarbeiten erschwert. Zudem hätten Produktionsengpässe bei wichtigen Zulieferern für längere Lieferzeiten gesorgt und es sei schwierig, Planer und Ingenieure für Umplanungen zu finden.

Der gesamte Ausbau der A7 von Hamburg nach Schleswig-Holstein werde jedoch schnell realisiert. Rund 95 Prozent der Ausbaustrecke von Bordesholm bis zur Anschlussstelle Schnelsen Nord würden bis Ende 2018 fertig, heißt es in der Mitteilung.

Mitteilung VSN