Flensburg/Kiel (dpa/lno) - Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) beurteilt die Zukunft des Flensburger Erotikhändlers Beate Uhse skeptisch. Durch die Insolvenz in Eigenverwaltung könnten zwar Verbindlichkeiten abgeschnitten werden, sagte DSW-Landesgeschäftsführer Dirk Unrau am Freitag in Kiel. Doch das reiche nicht aus, um das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. "Die Frage ist, was bietet Aussicht, dass Beate Uhse wieder ins Geschäft kommt", sagte Unrau. Es sei auch fraglich, ob die Insolvenz in Eigenverwaltung der richtige Weg sei, nachdem die Vorstände über viele Jahre Umsatzrückgänge und Verluste zu verantworten hätten.

Die DSW habe Beate Uhse schon seit Jahren im Visier und werde sich bemühen, im Gläubigerausschuss vertreten zu sein. Betroffen seien nicht nur die Aktionäre, deren Vermögen vernichtet worden sei. Der Kurs der Beate-Uhse Aktie ist seit seinem Höchststand von mehr als 20 Euro kurz nach dem Börsengang 1999 auf nunmehr sechs Cent gefallen. Schon seit Ende 2008 ist die Aktie ein Pennystock mit einem Kurs von weniger als einem Euro. Im Feuer stehen zudem 30 Millionen Euro aus einer Anleihe, die mit 7,75 Prozent verzinst ist und 2019 zurückgezahlt werden sollte.

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