ZEIT ONLINE: Herr Borges, es gibt gefühlt schon 1.000 Hotelportale im Internet. Warum sollte ich ausgerechnet Triprebel benutzen?

Carlos Borges: Triprebel nimmt dem Verbraucher viel Arbeit ab. Vom Zeitpunkt der Buchung bis 48 Stunden vor Reiseantritt schauen wir uns die Preisentwicklung an und wählen für unseren Kunden den günstigsten Tarif aus. Das heißt, Sie buchen zunächst ganz normal ein Hotel über unsere Seite, danach scannen wir für sie das Netz nach besseren Angeboten, wobei besser nicht nur günstiger bedeuten kann. Wir schauen zum Beispiel auch, ob es für den gleichen Preis ein besseres Hotel gibt.

ZEIT ONLINE: Wie läuft das genau ab? 

Borges: Es gibt zwei Möglichkeiten: Wenn wir uns nicht sicher sind, ob ein Tausch tatsächlich gewünscht ist, fragen wir nach. Das ist meistens der Fall, wenn wir von Hotel a zu Hotel b wechseln wollen. Es gibt aber auch sogenannte No-Brainer, etwa wenn es das gleiche Zimmer ist, nur eben günstiger. Wer will das nicht? Oder ein besseres Zimmer im gleichen Hotel zum gleichen Preis. Das passiert dann automatisch und unsere Kunden werden von uns umgehend über informiert.

ZEIT ONLINE: Ihre Angebot dürfte den Hotels nicht besonders gut gefallen.

Borges: Das mag sein, die Hotels sind aber auch nicht doof. Die wissen, dass der Markt immer transparenter wird und dass diese Entwicklung nicht mehr aufzuhalten ist. Das fing ja schon mit den klassischen Vergleichsportalen an. Durch die bekam der Verbraucher eine Art Marktintelligenz, die die Hotels davor exklusiv für sich hatten.

ZEIT ONLINE: Diese Interview-Serie heißt ja Geschafft. Trifft das auf Sie zu? Haben Sie das Gefühl, es mit ihrem Unternehmen geschafft zu haben?

Borges: Nein, noch nicht. Aber wir sind im Zeitplan. Das ist erst der Fall, wenn wir ein tragbares Geschäft haben. Wenn wir unsere Kosten durch unsere Einnahmen decken können. Erst wenn wir in den Bereich kommen, wo es kein Problem wäre, wenn morgen plötzlich alle Kapitalgeber wegfallen würden, würde ich sagen: Ja, wir haben es mit der Firma geschafft. 

ZEIT ONLINE: Wie läuft die Suche nach Investoren denn gerade?

Borges: Unterstützung für Start-ups zu bekommen, ist in Deutschland grundsätzlich nicht so einfach. Es gibt da immer dieses Valley of Death: Man kriegt das erste Geld von Freunden, Familie und vielleicht noch von ein paar Business Angels. Aber wenn es dann um größere Summen geht, dann wird's schwieriger.

ZEIT ONLINE: Um welche Summe geht es bei Ihnen aktuell?

Borges: Für die Phase, in der wir uns aktuell befinden, brauchen wir rund 800.000 Euro. Eine Minimalrunde wäre bei uns so um eine halbe Million Euro. Das zusammenzukriegen, ist schwer. Es gibt im Moment ein ungleiches Verhältnis zwischen Start-ups, die Geld brauchen, und Leuten, die Geld geben.