Mark Spörrle © Vera Tammen

Guten Morgen,

und da heißt es, die Einwohner der "failed city" Berlin seien rüpelhaft (na gut, kein Wunder bei allem, was dort passiert), immer unzufrieden (auch kein Wunder, denkt man nur an den Flughafen), müde (okay, dito, bei dem Zustand der Stadt) und wahlmüde – aber nein, das stimmt nicht. Schon gegen Mittag zeichnete sich bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus eine hohe Wahlbeteiligung ab, gestern Nachmittag bildeten sich lange Schlangen vor den Wahllokalen, bei dem einen oder anderen hieß es sogar gerüchteweise, Wähler würden hier nicht mehr angenommen.

In Berlin setzte sich gestern ein zwiespältiger Trend fort: Es zog wieder mehr Menschen an die Urnen als zuvor. Aber viele der früheren Nichtwähler gaben ihre Stimme der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD). Zwar konnten auch andere Parteien Urnenverweigerer aktivieren, aber unterm Strich kamen die bisherigen Regierungspartner SPD und CDU auf ihr schlechtestes Nachkriegsergebnis und können ihre Koalition nicht fortsetzen. Die SPD darf weiter regieren; Hamburgs Erster Olaf Scholz gratulierte seinem Berliner Parteifreund Michael Müller auch prompt  zum Wahlsieg. Doch nun brauchen die Sozialdemokraten in der Hauptstadt zwei Partner; es wird wohl auf Linke und Grüne hinauslaufen.

Die AfD kam in Berlin auf ein zweistelliges Ergebnis. Auf ihrer Website läuft übrigens die Umfrage: "Berichtet der öffentlich-rechtliche Rundfunk objektiv?" Stand gestern Abend: 19 Prozent sagen "ja", 81 Prozent "nein".

SPD will Hamburg für ganz Deutschland

Die SPD hat ihre große Programmkonferenz in Hamburg mit dem Thema Familie abgeschlossen. Zuvor hatten sich Sozialdemokraten aus ganz Deutschland in Vorbereitung auf die Bundestagswahl 2017 über Europa, den gesellschaftlichen Zusammenhalt (oder dessen Mangel) und über Arbeit (oder deren Mangel) ausgetauscht. Diskutiert wurde über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, über Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und über Hilfe für die Eltern. "Uns ist es wichtig, gute Familienpolitik zu machen", sagte Familienministerin Manuela Schwesig am Samstag. Hamburgs Bürgermeister und SPD-Bundesvize Olaf Scholz lobte sich für Hamburgs mittlerweile gebührenfreie Kitas, die Universitäten und die flächendeckenden Ganztagsangebote. Schwesig sagte dazu euphorisch: "Wir wollen viel von dem, was hier in Hamburg gut läuft, gerne für ganz Deutschland." DieFamilienministerin sprach sich dafür aus, das Steuerrecht künftig stärker an Kindern auszurichten, nicht an der Ehe der Eltern, und ging auf das Phänomen ein, dass für ihren Nachwuchs zahlungsunwillige Partner sich immer noch erstaunlich leicht ihren Verpflichtungen entziehen können: Solche Leute müssten härter angegangen werden, zum Beispiel durch Führerscheinentzug. Aber nicht jeder Delegierte war zufrieden mit der Linie der Familienministerin: Die Rechte von Vätern, deren Kinder bei der Mutter leben, seien nach wie vor unzureichend gesichert, so hieß es. "Ich fühle mich von Manuela überhaupt nicht vertreten", sagte ein getrennt lebender Vater von drei Kindern. Er empfinde sich als Vater "vollkommen diskriminiert".

Hamburger demonstrieren gegen TTIP

Am Wochenende demonstrierten in deutschen Städten jeweils Zehntausende Menschen gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und Ceta. In Hamburg waren es die größten Kundgebungen seit Jahren – auch wenn sich die Aussagen über Teilnehmerzahlen ein wenig unterscheiden: Die Polizei sprach von 30.000 Leuten auf der Straße, die Veranstalter von 65.000. Einig sind sich beide Seiten indes bei einem: Alles ist friedlich abgelaufen. Ziel der Protestierenden war es, die Politik dazu zu bewegen, die bereits ausgehandelten Abkommen Ceta (zwischen Kanada und der EU) und TTIP (zwischen den USA und der EU) zu stoppen. Ihre Sorge: Abbau von Sozial- und Umweltstandards sowie die Abschwächung rechtsstaatlicher Prinzipien. Gewerkschaften fürchten, durch die Abkommen könnten Arbeitnehmerrechte in Gefahr geraten. Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace und der BUND prophezeien, mit TTIP und Ceta kämen genveränderte Lebensmittel nach Europa. Außerdem hätten beide Abkommen, so die Organisatoren der Demos, einen demokratiefeindlichen Charakter. Nun wollen die Sozialdemokraten heute bei ihrem Parteikonvent in Wolfsburg über das Ceta-Abkommen abstimmen. Dieses ist auch innerhalb der SPD umstritten; Parteichef und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel setzt sich für die Ratifizierung ein. "Die SPD kann Ceta und TTIP am Montag verhindern", sagt ein Sprecher von Greenpeace. "Sie sollte es tun."

Delfin in der Kieler Förde: Retter – oder Killer?

Seit etwa einer Woche schwimmen trotz aller Warnungen immer wieder Menschen mit einem Delfin, der sich in der Kieler Förde tummelt. Das Tier scheint harmlos, doch angeblich kann es auch ganz schön brutal sein. Wir haben mit dem Meeresbiologen Boris Culik gesprochen.

Elbvertiefung: Mit einem wilden Delfin zu schwimmen, ihn gar zu streicheln, wie das manche Leute tun, das ist ja mit einem gewissen Risiko behaftet. Immerhin ist das nicht Flipper aus dem Fernsehen …

Boris Culik: Bisher ist nichts passiert. Einmal wurde das Tier von mehreren Leuten bedrängt, da hat es ausgeschlagen. Man sollte es also nicht übertreiben. Das ist immer noch ein wildes Tier, es wiegt zwischen 200 und 300 Kilo, und man weiß nicht, was in ihm vorgeht.

EV: Jetzt berichtete "Bild", der Delfin habe womöglich einen Schweinswal getötet. Was steckt dahinter?

Culik: Auf einer dänischen Website ist ein Video aufgetaucht, das zeigt, wie Ende August eine Delfingruppe einen Schweinswal erlegt. Es gibt die Vermutung, dass der Delfin in der Kieler Förde zu der Gruppe gehört, die den Wal angegriffen hat.

EV: Schweinswale werden ja oft von Schiffsschrauben verletzt – in dem Video ist viel Blut zu sehen. Kann es nicht sein, dass die Delfine den verwundeten Wahl einfach retten wollten?

Culik: Auch das ist möglich. Es wurde schon häufig beobachtet, dass Delfine zum Beispiel ertrinkenden Menschen helfen. Ob das bei dem Wal der Fall war, kann ich nicht hundertprozentig sagen. Man müsste die Verletzungen des Schweinswals untersuchen.

EV: Warum helfen Delfine überhaupt ertrinkenden Menschen?

Culik: Gute Frage. Wieso spielt er mit den Menschen? Eine Schwimmerin hat mir erzählt, der Delfin mache die Menschen nach. Schwimme man nach links, schwimme auch der Delfin nach links. Öffne man die Arme, öffne er die Flossen. Es gibt also eine gewisse Verbindung. Man sagt, Delfine retten ertrinkende Menschen, weil die so wirken wie junge Delfin-Kälber. Die müssen auch direkt nach der Geburt an die Wasseroberfläche gedrückt werden, damit sie atmen können. Ein ertrinkender Mensch macht wohl ähnliche Geräusche wie ein neugeborenes Delfin-Baby.

Ist Geschichte bald – Geschichte?

Diese Woche am Dienstag beginnt in Hamburg der Deutsche Historikertag. Und es gibt viel zu bereden. Denn der Bundesverband der Geschichtslehrer Deutschlands schlägt Alarm: Das Fach Geschichte drohe in den Schulen immer stärker an Bedeutung zu verlieren. In den vergangenen Jahren seien vor allem die sogenannten Mint-Fächer – Naturwissenschaften/Technik – ausgebaut worden, bemängelt der Bundesvorsitzende Ulrich Bongertmann. Angesichts der aktuellen Herausforderungen – Terrorismus, Flüchtlingsproblematik, Rechtspopulismus – sollten Schüler sich aber gerade jetzt stärker mit historisch-politischen Phänomenen befassen. "Sonst ist die Stabilität unserer Gesellschaft noch bedroht", warnt Bongertmann. Das sei allerdings weniger ein Problem von Gymnasien als von allen anderen Schulformen. Dort würden meistens Kombinationen verschiedener Fächer unterrichtet werden – etwa Geografie, Geschichte und Politik gemeinsam. Die Folge: Geschichte wird nicht mehr unbedingt von einem ausgebildeten Geschichtslehrer unterrichtet, sondern von einem Lehrer, der eines der drei Fächer studiert hat. "Wenn ein Erdkundelehrer, der sich gern übers Polarlicht auslässt, dann plötzlich über den Holocaust reden muss, ist das nicht optimal." Teil des Problems ist, wie so oft, der Lehrermangel: Trotzdem, sagt Bongertmann, "werden Geschichtslehrer nicht oder wenig eingestellt". Anders, dürfen wir annehmen, als Mint-Lehrer.

Abschied von einer Legende

Der Sportreporter Günter-Peter Ploog ist tot. Er starb am Samstag im Alter von 68 Jahren in Hamburg an den Folgen eines Herzinfarkts. Ploog war vielen Zuschauern und Sportfreunden durch seine markante Stimme bekannt. Der frühere Sportchef der Nachrichtenagentur dpa war Ende der siebziger Jahre zum Zweiten Deutschen Fernsehen gewechselt. Dort moderierte er unter anderem die "ZDF-Sportreportage". Ploog war dann auch bei Premiere und als Pressesprecher von Eintracht Frankfurt tätig und kommentierte immer wieder verschiedene Sportarten und Wettkämpfe, zuletzt bei den Olympischen Spielen in Rio für das ZDF Boxen. Unvergessen sind den Hamburgern bis heute seine Spielberichte über den HSV. Etwa die, als der HSV 1983 den Pokal der Landesmeister gewann. Unserer Meteorologe kann das aus dem Kopf herunterrattern: "Um Sie ein bisschen neidisch zu machen: Das Wetter in Athen super, am Tag etwa 28, 29 Grad, strahlend blauer Himmel, die Sonne ohne eine einzige Wolke ..." Ein Mann mit Humor verabschiedet sich von uns überraschend. Und viel zu früh.

Mittagstisch

Schwimmendes Stückchen Freiheit

Noch mal Sonne tanken in Rothenburgsort: Das Essen nicht ganz so spannend, die Spaghetti von der Tageskarte mit Hokkaidokürbis (8,50 Euro) ziemlich ölig und wenig gesalzen, dafür gibt es auf der Billwerder Bucht und der Norderelbe viel zu schauen: den HafenCity RiverBus, Segelschiffe, kleine Motorboote und Lastkähne die die Pontonanlage, auf dem sich das Café befindet, schaukeln lassen. Zentrum des Entenwerder1 ist ein offener goldener Pavillon – ursprünglich für eine Ausstellung in Münster konzipiert. Drum herum findet sich ein wildes Sortiment an Tischen und Stühlen, Kübeln mit bunten Blumen; Fahrradfahrer, die gerade Pause machen, sitzen neben Büroangestellten und Studenten und genießen leckeren Kaffee von Public Coffee Roasters, Minestrone (6,50 Euro) oder Gurken-Joghurt-Kaltschale (4,50 Euro). Mittendrin sitzt der Mann, der die Idee zu diesem schwimmenden Stückchen Freiheit hatte, der Inhaber von Thomas i Punkt, Thomas Friese. Gefragt, was sein Rezept gegen die Melancholie des schwindenden Sommers ist, antwortet er lachend und die Arme ausbreitend: "Hier ist immer Sommer." Wir werden nachschauen kommen.

Entenwerder1, Rothenburgsort, Entenwerder 1 Sommeröffnungszeiten Mo–Do 11–20 Uhr, Fr 11–22, Sa 10–22 Uhr, So 10–19 Uhr

Elisabeth Knoblauch

Was geht

Workshop: Ihr Lieblingsbuch hat Rücken? Helfen Sie ihm! Professionelle Buchbinder zeigen heute im Museum der Arbeit, wie Sie mit altem Handwerk ihre abgeliebten Schätze retten können. Auch beim Basteln und Binden eigener Bücher helfen die Fachleute. Museum der Arbeit, Wiesendamm 3, 17–19 Uhr, Eintritt 7,50 Euro, ermäßigt 4,50 Euro, unter 18 Jahren kostenlos

Vortrag: Ein bisschen Glück zum Start in die Woche kann jeder gebrauchen. Wie man es finden und gestalten kann, erläutert Gina Schöler, ihres Zeichens Ministerin für Glück und Wohlbefinden, heute Abend in der Kurt-Tucholsky-Schule in Altona. Hinter der Glücksbringer-Veranstaltung steht die Idee des "Brutto-Quartiers-Glücks": Das Wohlbefinden der Menschen soll zum Maßstab der Quartiersplanung werden. Bhutan macht’s vor – in dem winzigen Himalayastaat gilt die Steigerung des Brutto-National-Glücks schon seit den Achtzigern als politische Maßgabe. Kurt-Tucholsky-Schule Altona, Eckernförder Straße 70, 19 Uhr, Eintritt frei

Diskussion: Was wäre Ihnen lieber – eine Gesellschaft ohne Fremdheit oder ein Sammelsurium von Heimaten zur freien Auswahl? Darüber diskutieren die Autorin Jagoda Marinić und Armin Nassehi, Herausgeber des "Kursbuchs", bei einer Sonderveranstaltung des Philosophischen Salons im Literaturhaus. Zu Gast ist auch der Konfliktforscher Andreas Zick, der sich mit kulturellen Grenzgängern wie westlichen IS-Rekruten oder Anhängern rechtsradikaler Horden befasst hat. Freie Akademie der Künste, Klosterwall 23, 19 Uhr, Eintritt 14 Euro, ermäßigt 10 Euro

Lesung: Der Schwedenkrimi war erst der Anfang – im Imperial Theater gibt es heute Abend neuen Stoff aus dem frostigen Norden. Leena Lehtolainen aus Finnland und Steinar Bragi aus Island sind zu Gast bei der Skandinavischen Kriminacht des Harbour-Front-Literaturfestivals und stellen ihre neuesten Werke und Helden vor. Kühl, knochentrocken, knallhart. Imperial Theater, Reeperbahn 5, 20 Uhr, Eintritt 16 Euro

Was kommt

Verlosung: Auf St. Pauli gibt es wieder was auf die Ohren: Europas größtes Clubfestival, das Reeperbahnfestival, zeigt ab Mittwoch an vier Tagen (21.–24.9.) mehr als 450 Bands und Künstler aus aller Welt. Club-Hopping ist angesagt: In über 70 Spielstätten rund um die Reeperbahn können Musikfans ihre künftigen Lieblingsbands und Stars von morgen entdecken. Indie, Pop, Soul, Hip-Hop, Electro – so ziemlich jeder Stil ist vertreten. Letztes Jahr feierte das Reeperbahnfestival ein rauschendes Jubiläum. Zum wievielten Mal findet es in diesem Jahr statt? Wissen Sie die Antwort? Dann schreiben Sie uns diese bis heute 20 Uhr an elbvertiefung@zeit.de. Unter allen Einsendern mit der richtigen Antwort verlosen wir 2x2 Zweitagestickets für Freitag und Samstag. Bitte nennen Sie uns Ihren Namen und den Ihrer Begleitperson. Reeperbahnfestival, 21.–24.9., rund um die Reeperbahn, Tickets hier.

Kindertheater: Heißer Tipp für helle Köpfchen – im Fundus-Theater könnt ihr mit Schauspielern zusammen die Rätsel des Lichts erforschen. Ohne Licht könnten wir zum Beispiel nichts sehen, aber das Licht selbst ist meistens unsichtbar. Wie kann das sein? Und warum vertreibt das Licht der Nachttischlampe böse Träume, während das Rampenlicht auf der Bühne uns ganz kribbelig macht? Das Theaterstück "Mehr Licht!" für Drei- bis Zehnjährige läuft noch von Dienstag bis Samstag, danach wird’s wieder zappenduster. Fundus-Theater, Hasselbrookstraße 25, Di–Sa tgl. 10 Uhr, Eintritt 6–8 Euro

Letzte Chance: Die OZM Galerie für Streetart und Graffiti im Schanzenviertel schließt am Samstag endgültig ihre Türen. Fast zehn Jahre lang gingen hier internationale Künstler der Szene ein und aus, arbeiteten in und mit den Räumen und präsentierten ihre Werke. Umso sehenswerter ist die finale Ausstellung von Darko FBI: Mit zischenden Kannen ist die Sprayerlegende über Wände, Decken, Ecken, Pfeiler und Fußböden hergefallen und hinterlässt die Galerie zu guter Letzt als begehbares Gesamtkunstwerk. Samstag ist die Finissage, danach wird das Haus abgerissen. OZM Art Space Gallery, Bartelsstraße 65, Di 13–19 Uhr, Sa 13–23 Uhr und nach Absprache, Eintritt frei

Musikfilmfestival: Hamburg, höre diese Soundtracks! Beim Musikfilmfestival "Unerhört!" kommen kleine Produktionen ganz groß raus. Hier gibt es Einblicke in Szenen und Subkulturen, die von außen kaum zu durchdringen sind: Favela Funk und Düsseldorfer Punk, Tuareg-Blues und Rechtsrock sind nur einige davon. 17 Filme werden von Mittwoch bis Samstag auf der Reeperbahn gezeigt, für den besten gibt es einen Preis. Reeperbahn, 21.–24. September, Eintritt pro Veranstaltung 7 Euro, ermäßigt 6 Euro, Festivalkarte 25 Euro, ermäßigt 20 Euro, Tageskarte 15 Euro

Urbanize-Festival: "Housing the Many" ist das Thema des Stadtplanungs- und Kulturfestivals, das in seinem siebten Jahr von Wien an die Elbe übersiedelt. Bei der Suche nach Wohnraum für alle sollen die Erfahrungen, die selbstverwaltete Initiativen und Projekte heute sammeln, in konkrete Planung einfließen – wie das klappen kann, darüber können alle Interessierten bei Workshops, Vorträgen und Rundgängen mitdiskutieren oder es ausprobieren. Zudem gibt es Filme, Konzerte und Partys. Gängeviertel, Valentinskamp/Caffamacherreihe, 23.9.–3.10., Eintritt frei

Die Wahrheit liegt auf dem Platz

Aimen Abdulaziz-Said schreibt bei ZEIT ONLINE die HSV-Kolumne

"Der HSV hat am Sonnabend gegen den RB Leipzig verloren. Das kann ja durchaus mal passieren. Was viele Fans zur Weißglut treibt, ist vielmehr die Art und Weise, wie die Mannschaft von Bruno Labbadia sich auf dem Platz präsentiert. Dass der HSV nicht den schönsten Fußball spielt, dürfte inzwischen auch der Letzte mitbekommen haben. Fehlende Qualität kann man aber zumindest teilweise mit Kampf und Einsatzbereitschaft wettmachen oder es wenigstens versuchen. Aber auch davon war beim HSV nichts zu sehen. Wie es im Fußball so ist, wird nun wieder die Trainerfrage gestellt. Die Antwort muss aber von den Spielern kommen."

Erik Hauth bloggt über den FC St. Pauli

"Der FC St. Pauli verpasst es, im Karlsruher Wildpark den ersten Dreier auswärts einzufahren. Das Spiel gegen eine unsichere Karlsruher Mannschaft endet 1:1, auch wenn Ewald Lienen zum Schluss mit Cenk Sahin seinen Last-Minute-Joker vom letzten Heimsieg einwechselte. Ein Siegtor kurz vor Schluss klappt aber leider nicht immer. Trotzdem beweist St. Pauli mit einer defensiv starken Leistung, dass der Stotterstart in die Saison wohl überstanden ist – gerade rechtzeitig zur englischen Woche, die St. Pauli am Donnerstag zu Hause gegen 1860 und am Montag darauf nach Berlin führt. Werden die erspielten oder vom Gegner geschenkten Chancen besser verwertet als gestern, kann St. Pauli sich gänzlich freischwimmen."

Meine Stadt

Gefunden in der Regionalbahn Richtung Hauptbahnhof © Foto: Charlotte Aßmann

Das war sie wieder, die Elbvertiefung. Wollen Sie uns Ihre Meinung sagen, wissen Sie etwas, über daswir berichtensollten? Schreiben Sie uns: elbvertiefung@zeit.de

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Morgen lesen wir uns wieder, wenn Sie mögen!

Ihr

Mark Spörrle


PS: Gefällt Ihnen unser Letter, leiten Sie ihn gern weiter. Haben Sie ihn weitergeleitet bekommen, melden Sie sich ganz einfach und unverbindlich an unter www.zeit.de/elbvertiefung. Dann schicken wir Ihnen die neue Elbvertiefung, solange Sie wollen, immer montags bis freitags ab 6 Uhr.