Mark Spörrle © Vera Tammen

Guten Morgen,

sauber, Hamburg: Noch nie haben so viele Hamburgerinnen und Hamburger bei der Aktion "Hamburg räumt auf!" mitgemacht wie dieses Jahr – und noch nie wurde so viel Abfall aufgesammelt. Ein so erfreulicher wie bedenklicher Doppelrekord: erfreulich, weil die beeindruckende Zahl von über 70.000 freiwilligen Müllwegräumern zeigt, dass es immer mehr Hamburger gibt, für die die Vermüllung des öffentlichen Raums ein wichtiges Thema ist. Bedenklich, weil die Rekordmenge von 333 Tonnen gesammeltem Abfall belegt, dass sehr viele Hamburger offenbar nichts dabei finden, ihren Dreck zulasten aller anderen zu entsorgen. Und auch nach "Hamburg räumt auf!" ist die Stadt keineswegs sauber: Man muss sich nur die Grün-, nein: Schmutzstreifen zwischen Fußwegen und Fahrbahnen ansehen, die manchmal aussehen, als habe jemand dort seinen gesamten Hausmüll verstreut. Oder die Parks, in denen der Abfall am Wochenende schon morgens herumliegt.

Egal, wer schuld ist: Wieso räumt das niemand weg? Und: Wird die neue Straßenreinigungsgebühr, die demnächst kommt, daran wirklich etwas ändern?

Noch ein Hinweis in eigener Sache: Seit Langem bestürmen uns Leser mit der Frage, ob es für unsere "Mittagstische" kein Verzeichnis aller bisher erschienenen Kolumnen gäbe, vielleicht gar eine Karte? "Aber das ist sicher sehr mühsam", schrieb eine Leserin, "mir persönlich würde eine Liste reichen." Uns nicht. Von uns bekommen Sie jetzt endlich die Karte. Hier auf ZEIT ONLINE finden Sie ab sofort alle "Mittagstische" und "Kaffeepausen" aus diesem Letter, und als Bonus dazu alle "Mahlzeit"-Kolumnen unseres Kollegen Michael Allmaier aus der ZEIT:Hamburg. Oder Sie klicken einfach auf die Karte in diesem Letterweiter unten. Und wenn Sie auf die Adresse des aktuellen Mittagstischs gehen, werden Sie sogar hingeführt.

Schon mal guten Mittag (beziehungsweise: Mahlzeit)!

G20: Die heiße Phase beginnt

Noch knapp 100 Tage bis zum G20-Gipfel, doch bereits jetzt steigt die Spannung in der Stadt. Während die Polizei schon mal mit dem Schutz von Elbphilharmonie und Rathaus beginnt (und Polizeiwagen brennen), warnt der Hamburger Chef des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) Jan Reinecke vor einer "weiteren Mobilisierung auch gewaltbereiter Gruppierungen" in der linken Szene. Die Entscheidung, den Gipfel in der Hamburger Innenstadt auszurichten, könne die Stadt "teuer zu stehen kommen", sagte Reinecke der "Heilbronner Stimme". Nicht nur Terroranschläge seien eine Bedrohung, auch die geopolitische Lage könnte den Gipfel zu einem "Pulverfass werden lassen" – etwa dann, wenn der türkische Präsident Erdoğan, wie ja mehrmals angedroht, Flüchtlinge in die EU weiterziehen ließe und so die "Kapazitäten von Bund- und Länderpolizeien" während des Gipfels aufgebraucht würden. Zur Abschreckung militanter G20-Gegner setzen die CDU/CSU-Innenpolitiker aus Bund und Ländern auf vorsorgliche Härte: Mehr Einsatzkräfte aus allen Bundesländern und Einreiseverbote für "Gefährder" aus dem Ausland forderte Dennis Gladiator, innenpolitischer Sprecher der Hamburger CDU-Fraktion. Treffen von Linken an öffentlichen Orten sollten vorab untersagt werden, es sei "absurd, wenn diejenigen, die die Stadt angreifen wollen, sich in Universitäten und anderen Räumen darauf vorbereiten können". Was wohl die Studierenden der Uni Hamburg von diesem Vorschlag halten? Die nämlich wollen im Rahmen ihrer Kampagne "Gemeinsam statt G20" nun Unterschriften für eine Petition sammeln, um das Gipfeltreffen zwar spät, aber doch noch zu verhindern. Viel Zeit bleibt da nicht: Bis zum 31. Mai läuft die Stimmsammlung, am 8. Juli werden Trump, Putin und Co. erwartet. Fragt sich nur: Wieso ist niemand früher darauf gekommen?

HHLA: Weniger Gewinne, neue Hoffnung

Wachstum im Hafen? Ist in diesem Jahr wohl nicht drin. So zumindest lautet die Prognose des Hamburger Hafenbetreibers, der Hafen und Logistik AG (HHLA). Im Vergleich zum Vorjahr bleibe der Umsatz 2017 gleich, der operative Gewinn aber sinke auf 130 bis 160 Millionen Euro, sagte die Vorstandsvorsitzende Angela Titzrath. 2016 lag der Gewinn noch bei 164 Millionen Euro. Titzrath verwies auf "geopolitische Unsicherheiten": Weil die Positionen der Trump-Regierung und die Folgen des Brexits noch unklar seien, gebe es keine Planungssicherheit, der Ukrainekonflikt erschwere Prognosen zum lukrativen HHLA-Terminal in Odessa. Nun, womöglich hätte sich die HHLA früher nach weiteren internationalen Beteiligungen umsehen sollen – die jahrelange Devise "Hamburg first" sei nämlich ein strategischer Fehler gewesen, schreibt Kollegin Hanna Grabbe, die sich für die ZEIT:Hamburg die größten Probleme der HHLA angeschaut hat: Da wären etwa das Ende des Containerbooms, mächtige Reederei-Allianzen, alte Strukturen mit vielen "informellen Machthabern" im Kreise der HHLA oder die ungewisse Zukunft der Elbvertiefung (ich sage jetzt nicht, welcher). Doch Grabbe attestiert der neuen Konzernchefin Titzrath "Mut und Willen zur Veränderung" – und auch wenn mit der neuen Bilanz kein Hafen-Masterplan vorgelegt wurde, bewies Titzrath schon Optimismus: Investitionen in den Schienentransport und neue digitale Geschäftsfelder sollen Wachstumsimpulse bringen, die Beteiligung an internationalen Terminals wird ausgebaut (na, geht doch!). Mehr dazu in der ZEIT, am Kiosk oder digital hier

Winternotprogramm endet: Bessere Aussichten für Obdachlose?

Eine gute Nachricht zum Ende des Winternotprogramms: 245 Obdachlose müssen nicht zurück auf die Straße, sie können in eine reguläre öffentliche Unterkunft umziehen. Warum wurden in diesem Jahr mehr Zimmer vermittelt? Zum einen, weil es mehr Plätze gibt: Insgesamt sind heute 3405 Wohnungslose in öffentlichen Unterkünften untergebracht, vor einem Jahr waren es 3000, im Sommer 2015 nur 2600 Plätze. 2017 sollen 1500 weitere Plätze dazukommen – der Zentrale Koordinierungsstab Flüchtlinge (ZKF) hat beim Bau von Unterkünften auch Plätze für Obdachlose eingeplant. Marcel Schweitzer, Sprecher der Sozialbehörde, verweist auf den Erfolg der "Perspektivberatung" im Winternotprogramm. Auch in den Fachstellen für Wohnungsnotfälle läuft es besser. Dort wurden 40 Prozent mehr Wohnungen vermittelt als in den zwei Vorjahren, ein Wohnungsverlust wurde in 80 Prozent der Fälle abgewendet. Wie kommt’s? Mehr Personal? Nein. "Die Fluktuation ist gesunken. Die Mitarbeiter sind handlungssicherer, können schneller und effizienter helfen", erklärt Schweitzer. Stephan Nagel von der Diakonie Hamburg kritisiert, dass der Trend trotzdem "noch nicht umgedreht" sei. Über 2000 Obdachlose lebten auf der Straße, "die Zahl steigt weiter rasant an", sagt Nagel. Zwar sei der Platz in einer öffentlichen Unterkunft "besser als ein Leben auf der Straße" – aber eben nur eine Übergangslösung, eine langfristige Wohnperspektive hätten Betroffene noch nicht. Nagel fordert, die Saga stärker in die Pflicht zu nehmen. Die vermietet derzeit 2000 Wohnungen pro Jahr an "vordringlich Wohnungssuchende". Nötig sei etwa die doppelte Menge.

"Eigentlich wäre es Zeit, zusammen etwas Neues zu schaffen"

Der Roman "Das achte Leben" der in Hamburg lebenden Autorin Nino Haratischwili erzählt die Geschichte einer georgischen Familie im 20. Jahrhundert – es geht um den Aufstieg und Fall des Kommunismus, um Liebe, Hass, Verrat. Ein Bestseller, den die Regisseurin Jette Steckel nun fürs Thalia Theater inszeniert. Zwischen den letzten Proben vor der Uraufführung am 8. April haben wir mit Steckel gesprochen.

Elbvertiefung: Frau Steckel, 100 Jahre Geschichte – das klingt nach sehr viel Stoff. Wie bringt man so ein Epos auf die Bühne?

Steckel: Man braucht einen starken Willen zum Fokus, wir mussten einige Elemente streichen, nur die Familienmitglieder stehen im Zentrum des Stücks. Der Zeitverlauf ist dafür spielerisch umgesetzt: Die Schauspieler spielen sich in jedem Alter selbst, treten auch als Kinder auf. Nino hat nur am roten Faden der Theaterfassung mitgearbeitet.

Elbvertiefung: Im Roman entspinnt sich in Georgien über mehrere Generationen hinweg eine komplexe Familiengeschichte. Aber auch Oktoberrevolution, Stalin-Diktatur, Unabhängigkeitsbewegung spielen eine Rolle. Wie viel Raum nimmt Politik bei der Inszenierung ein? 

Steckel: Viel Raum, die politischen Umbrüche sind eng mit der Entwicklung der Figuren verknüpft. Der Zuschauer soll das 20. Jahrhundert aus anderer Perspektive betrachten, erfahren, wie sehr sich das Leben in der Sowjetunion von unserem unterschieden hat. Georgien ist ja noch heute von Gegensätzen geprägt: Da ist der starke Wunsch nach "Europäisierung", doch die Spuren der Sowjetzeit sind deutlich sichtbar. Dass die Georgier nun die Visa-Freiheit bekommen haben, ist ein großer Schritt.

Elbvertiefung: Europa wirkt heute wieder fragil, alte Konfliktlinien brechen auf. Sehen Sie in "Das achte Leben" einen Bezug zur Gegenwart?

Steckel: Ja, wir stehen am Ende des Glaubens an die beiden großen Systeme des letzten Jahrhunderts, den Kapitalismus und den Sozialismus. Der Konflikt zwischen beiden Blöcken zeigte sich im kleinen Georgien sehr konkret. Nun ist die Frage: Was fängt die junge Generation mit den historischen Erfahrungen, mit dieser Zerrissenheit an? Eigentlich wäre es jetzt an der Zeit, sich von den alten Ideologien zu lösen, zusammen etwas Neues zu schaffen ...

Elbvertiefung: Wie ist das bei Ihnen persönlich bei der Inszenierung dieses Bestsellers: Spüren Sie einen hohen Erwartungsdruck?

Steckel: Nein, Druck ist nicht produktiv für kreatives Arbeiten, zumindest wenn er von außen kommt. Ich bin da eher gelassen. Wer den Roman kennt, wird Aspekte vermissen oder vielleicht auf neue stoßen: So ist das bei jeder Adaption, ob im Kino oder im Theater. Wichtig ist, einen eigenen Ansatz zu finden, und das ist uns gut gelungen.

Worauf ich mich diese Woche freue...

Andreas Kollender © F. Reinhold

verrät uns Andreas Kollender

"Ich freue mich auf eine Lesung in Dortmund und darauf, mit dem Zug wieder über die Elbbrücken nach Hamburg hineinzufahren. Der Blick auf die Skyline macht mich immer froh darüber, vor über zwanzig Jahren mit meiner Frau Heidi nach Hamburg gezogen zu sein. Ihr Geburtstag steht ebenfalls bevor. Wenn das Wetter stimmt, gibt es einen Elbspaziergang. Sand in den Schuhen, einen kühlen Drink in der Strandperle oder bei Teufelsbrück. Wenn das Wetter nicht stimmt, wird es ebenso sein. Oder wir streifen durch die Kunsthalle, oder wir lassen uns auf der Plaza der Elbphilharmonie den Wind um die Ohren pfeifen, oder wir genießen Multikulti in St. Georg ... In Hamburg gibt es viele Oders. Das ist gut."

Andreas Kollender ist Hamburger Buchautor. Im letzten Buch "Von allen guten Geistern" reist er in das Hamburg der 1860er Jahre

Mittagstisch

Salat ist nicht gleich Salat

Bei diesem Sonnenschein ist manchem seine Mittagspause zu schade, um sie drinnen zu verbringen. Also schnell einen Salat und einen Smoothie im Salate und Smoothies zum Mitnehmen geholt, und dann ein Plätzchen zum Sitzen gesucht, vielleicht an der Binnenalster, vielleicht auf den weißen Quadern des Domplatzes. Doch rasch folgt die Enttäuschung: Obwohl man das Dressing zum Salat gegeben hat, schmeckt er nach gar nichts. Die Tomaten sind nicht reif, dem Thunfisch fehlt jegliches Aroma, und die roten Zwiebeln kommen aus der Konserve oder sind eingelegt; sie sind weich und, ja, sie sind ebenfalls ohne Geschmack. Der Smoothie Iced Kale (Mineralwasser, Kokosmilch, Cashewnüsse, Banane, Mango und Grünkohl) bringt zwar eine gewisse Sämigkeit und Säure mit, überzeugt aber auch nicht. (Salat und Smoothie als Menü für 9,20 Euro). "So schmecken Vitamine" lautet der Werbespruch des Lokals. "Nein", möchte man widersprechen, so fad und langweilig ganz sicher nicht! Unweit sitzen vier Frauen auf mitgebrachten Picknickdecken in der Sonne und verspeisen von zu Hause Mitgebrachtes aus Tupperware. Auch eine schöne Idee!

Salate und Smoothies; Mitte, Bugenhagenstraße 23, geöffnet Mo–Fr, 9–15.30 Uhr

Elisabeth Knoblauch

Was geht 

Mit Charme und Chuzpe: Hitler ist tot – aber sie leben noch. Jetzt wollen David Bergmann (Moritz Bleibtreu) und seine jüdischen Freunde in Nachkriegsdeutschland mit einer neuen Geschäftsidee durchstarten. Doch David gerät ins Zwielicht: Spielte er ein doppeltes Spiel? Das Abaton zeigt "Es war einmal in Deutschland" noch vor dem offiziellen Kinostart, Regisseur Sam Gabarski und Darsteller Tim Seyfi kommen auch.

Abaton, Allendeplatz 3, Ecke Grindelhof, 20 Uhr, 8 Euro

Berührende Bilder: Die Fotos aus Nancy Borowicks Dokumentationsprojekt "The Family Imprint" sind weltweit gefeiert worden. Die Fotojournalistin begleitete ihre an Krebs erkrankten Eltern im gemeinsamen Kampf ums Überleben. Heute Abend stellt sie auf der Fleetinsel ihr Buch vor, es sind noch Plätze frei.

Buchhandlung Sautter+Lackmann, Admiralitätstraße 71/72, 19 Uhr, Eintritt frei

Lagebesprechung: Wenn in Zeiten von Terroranschlägen die innere Sicherheit an erster Stelle steht, stößt die freie Alltagsgestaltung an ihre Grenzen. Über die Frage "Braucht Freiheit Sicherheit?" diskutieren Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele und André Schulz vom Bund Deutscher Kriminalbeamter.

Deutsches Schauspielhaus, Kirchenallee 39, 19 Uhr, 5 Euro

Was kommt

Mitreden über Mobilität: Was muss Hamburg tun, damit Sie Ihr Auto abschaffen? Mit dem Projekt "firstmover.hamburg" sollen vor allem in Ottensen und Eimsbüttel Anreize geschaffen werden, auf den eigenen Wagen zu verzichten. Bei Bürger-Workshops werden bisherige Ergebnisse vorgestellt, danach sind Meinungen und zündende Ideen gefragt. Ottenser treffen sich Mittwoch, 5. April, in der Schule Bahrenfelder Straße, Gaußstraße 171. Eimsbütteler sind dran am Donnerstag, 6. April, in der Katholischen Schule am Weiher, Am Weiher 29. Anmeldung unter mobil@steg-hamburg.de. Jeweils um 18.30 Uhr, Eintritt frei.

Alle Details

Datenkrake will Futter: Zur Debatte über Privatsphäre in Social-Media-Zeiten lädt die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ein. Am Dienstag, 4. April, zeigt Daniel Schaad seinen preisgekrönten Kurzfilm "Invention of Trust", Ricardo Ferrer Rivero erläutert sein Experiment, bei dem er all seine Biodaten ins Netz stellen will, und Werber Christoph Brust erklärt, wie Firmen unsere Daten nutzen. Anmeldung erbeten.

Lichtmess-Kino, Gaußstraße 25, 19 Uhr, Eintritt frei

Berauschende Burlesque: Keck und frivol zeigt sich die Stadt beim ersten Hamburg Burlesque Festival. Von Donnerstag bis Sonntag sind opulente Shownummern im Stil der Jahrhundertwende zu sehen, glamouröse Girls, und, ja, auch der eine oder andere Boylesque-Star lässt die Strasssteinchen blitzen.

Prinzenbar, Uebel & Gefährlich und Café Pauline. Das ganze Programm hier Tagestickets 18–39 Euro, Festivalpass 79 Euro.

Hamburger Schnack

Die S3 hält an der Station Wilhelmsburg. In dem Wagen, der auf Höhe des neuen Gebäudes der Baubehörde hält, sitzt eine Kindergruppe. Beim Blick aus dem Fenster sagt eines: "Guckt mal, ein Lego-Haus!"

Gehört von Heidrun Gruschka

Meine Stadt

HafenCity-Spiegelungen © Michaela Kaiser

SCHLUSS

Wir hoffen, Sie haben den Samstag ohne größere Zwischenfälle überstanden. Denn der 1. April ist bekanntlich der Tag der mehr oder weniger amüsanten Scherze und Falschmeldungen: Das russische Außenministerium (!) etwa zeigte sich unerwartet selbstironisch und veröffentlichte auf Facebook eine Anrufbeantworter-Ansage für alle Botschaften: "Wollen Sie, dass ein russischer Diplomat Ihren politischen Konkurrenten anruft, drücken Sie 1!" Aida Cruises warb mit einem "limitierten Kabinen-Kontingent" für Kreuzfahrt-Fans ("Die Eigentümer können so oft und so lange an Bord bleiben, wie es ihnen gefällt!"), die Elbphilharmonie gab bekannt, dass der Künstler Christo das Gebäude verhüllen würde, Bäderland Hamburg kündigte Hundeschwimmbahnen in den Freibädern an, die Hochbahn Hamburg wollte in Steilshoop – Surprise! – hinter der letzten Tür dann doch noch eine fast fertige U-Bahn-Haltestelle im Untergrund entdeckt haben. Auch wir haben uns einen Spaß erlaubt: Urschreitherapie-Sitzungen auf Alsterdampfern sind bis dato nicht geplant (das Mantra-Singen dagegen findet statt, keine Sorge!).

Zu spät losgeschickt hat ihren Aprilscherz übrigens die Stadtreinigung. Die lud uns zum Konzert eines "Jödelchörlis", der "Elbjuuzer", ein: "Gejodelt wird auf der ganzen Welt, jetzt auch auf dem Energieberg!" Hihi. Nur leider erreichte uns die Meldung eben erst am Sonntag – obwohl, Moment, das war ernst: Die Elbjuuzer haben am Sonntag wirklich in Wilhelmsburgs Höhen gejodelt. Oder hatten es zumindest ernsthaft vor ...

Haben Sie? Schreiben Sie uns: elbvertiefung@zeit.de

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Morgen lesen wir uns wieder, wenn Sie mögen!

Ihr Mark Spörrle


PS: Gefällt Ihnen unser Letter, leiten Sie ihn gern weiter. Haben Sie ihn weitergeleitet bekommen, melden Sie sich ganz einfach und unverbindlich an unter www.zeit.de/elbvertiefung. Dann schicken wir Ihnen die neue Elbvertiefung, solange Sie wollen, immer montags bis freitags ab 6 Uhr.