Akademiker, die sich an der Fernuniversität Hagen weiterbilden möchten, müssen auch künftig keine zusätzlichen Gebühren an das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) zahlen: Ab dem Sommersemester bietet die Hochschule "Akademiestudien" an, die nicht unter das so genannte Studienkontenmodell der Landesregierung fallen. Mit Beginn des Sommersemesters 2004 zahlen neuerdings Studenten in NRW, die ein Zweitstudium beginnen, ihre Regelstudienzeit um das anderthalbfache überschritten haben oder über 60 Jahre alt sind, 650 Euro pro Semester an das Bundesland.

"Viele Akademiker wollen sich aber bei uns einfach nur weiterbilden, ohne einen Abschluss anzustreben", sagt Susanne Bossemeyer, Pressesprecherin der Fernuniversität Hagen. Diese Klientel habe sich bisher für reguläre Studiengänge eingeschrieben und dann die Uni nach einiger Zeit wieder verlassen, wenn das individuelle Ziel erreicht war. Die neu angebotenen Akademiestudien bieten die Möglichkeit, Kurse aus sämtlichen Grundstudien zu belegen, ohne damit das Studienzeitkonto zu belasten.

Interessenten können "aus dem gesamten Angebot der Fernuniversität ihr eigenes Studienprogramm zusammen stellen und als betreute Fernkurse studieren". Die Kosten liegen bei 30 Euro Bereitstellungsgebühr pro Semester sowie 13,50 Euro Bezugsgebühr für das Studienmaterial und 10 Euro Betreuungsgebühr pro belegter Semesterwochenstunde (SWS) – in der Regel ein bis vier SWS pro Kurs. Zum Vergleich: Als Gasthörer an einer Präsenzuniversität zahlen Interessenten in der Regel 75 Euro pro Semester.

Für diese wissenschaftliche Weiterbildung gibt es Zeugnisse oder Akademie-Zertifikate. Unter bestimmten Umständen können sich die Teilnehmer ihre Studienleistungen als ein reguläres Studium an der Fernuniversität Hagen anerkennen lassen.

Weitere Informationen unter:
http://www.fernuni-hagen.de/