Die Gehälter der Führungskräfte in Banken sind trotz der Krise in der Finanzbranche im Jahr 2003 um durchschnittlich 3,2 Prozent gestiegen. Das ergab eine Umfrage der Unternehmensberatung Kienbaum unter 130 Kreditinstituten. Im Schnitt erzielten demnach Manager der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstandes ein Jahresgehalt von 103.000 Euro. Eine Ebene darunter waren es 78.000 Euro im Jahr. Die Spannbreite der Gehälter lag dabei zwischen 40.000 und 200.000 Euro.

Privatbanken zahlten im Schnitt die höchsten Gehälter. Am wenigsten verdienten die Manager in den Genossenschaftsbanken. "Die bedeutendsten Bezugsgrößen sind die individuelle Leistung und die Anlehnung an die tarifliche Regelung", sagt Martin von Hören, Projektleiter der Studie. "Aber auch die Lage des Gehaltes im internen Gefüge und im Markt sind neben der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens entscheidend."

28 Prozent aller befragten Führungskräfte haben an der Universität oder an einer Fachhochschule studiert – auf der ersten Führungsebene in großen Banken die Mehrheit der Manager. Wer promoviert hat, verdiente dabei auf der ersten Ebene im Schnitt 134.000 Euro im Jahr. Bankfachwirte erzielten dagegen lediglich 99.000 Euro.

Variable Gehälter zusätzlich zum Festgehalt erhalten 77 Prozent der Führungskräfte der ersten Ebene – auf der zweiten Ebene sind es 69 Prozent. Der Anteil liegt durchschnittlich bei jeweils 17.000 und 10.000 Euro. Betriebliche Zusatzleistungen erhalten 88 Prozent aller Manager. Diese werden gewährt in Gestalt einer Pensionskasse (37 Prozent), Direktversicherung (26 Prozent) oder Pensionszusage (22 Prozent). Einen Firmenwagen fahren 49 Prozent der Führungskräfte der ersten Ebene und neun Prozent der zweiten.