Für Beschäftigte mit Universitäts- oder Fachhochschulabschluss rentiert sich eine Weiterbildung mehr, als für Arbeitnehmer mit Haupt- oder Realschulabschluss. Das hat eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsförderung ergeben, die sich auf die Daten von 34.000 Personen aus dem Jahr 1998/99 beziehen. Akademiker, die sich weiter gebildet haben, erhalten demnach rund 26 Prozent mehr Lohnzuschlag nach einer Weiterbildung, als Beschäftigte mit einer Berufsausbildung. Insgesamt verdienen Arbeitnehmer, unabhängig von der Qualifikation, rund 15 Prozent mehr Lohn, wenn sie sich weiter qualifizieren.

Unternehmenstreue zahlt sich dabei nicht aus: So erhält ein Arbeitnehmer, der 24 Jahre bei derselben Firma beschäftigt war, neun Prozent weniger Lohnaufschlag nach einer Weiterbildung, als ein neuer Mitarbeiter. Entscheidend ist zudem die Art des Anstellungsverhältnisses. Wer nur einen Zeitvertrag bekommen hat, bekommt rund zehn Prozent weniger Lohnaufschlag nach einer Weiterbildung als Festangestellte.

Mehr drin im Geldbeutel ist außerdem für denjenigen, der sich extern weiterbildet. Maßnahmen innerhalb des Unternehmens, wie On-the-Job Training, Qualitätszirkel oder die Übernahme von besonderen Aufgaben zum Zweck der Weiterbildung, wirken sich kaum auf den Lohn aus. Bei interner Weiterbildung werde weitgehend firmeninternes Wissen vermittelt. Weil der Teilnehmer dadurch seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt nicht verbessert, müsse der Arbeitgeber ihm nicht mehr zahlen, um ihn an das Unternehmen zu binden, vermuten die Macher der Studie.

Weitere Informationen zur Studie erteilt Frau Anja Kuckulenz unter 0621 / 1235-287.