Arbeitslosigkeit Immer mehr Hochqualifizierte verlieren ihre Jobs
Massenphänomen Arbeitslosigkeit: Eine DGB-Studie zeigt, dass immer mehr Akademiker ihre Arbeitsplätze verlieren
Ein hohes Bildungsniveau schützt in der aktuellen Wirtschaftskrise einer Studie zufolge nicht vor Arbeitslosigkeit. Diese nahm in der Gruppe der Hochqualifizierten innerhalb eines Jahres sprunghaft um fast 25 Prozent zu, wie eine am Montag veröffentlichte DGB-Untersuchung ergab.
Der Zuwachs bei den Personen mit Hauptschulzeugnis (10,8 Prozent) und Mittlerer Reife (5,4) fiel dagegen weit geringer aus. In der Gruppe der Menschen ohne Schulabschluss stieg die Arbeitslosigkeit im selben Zeitraum um 5,5 Prozent. In den alten Bundesländern haben der Auswertung zufolge bereits 15,8 Prozent der Arbeitslosen eine Fachhochschul- oder Hochschulreife, im Osten sind es 13,8 Prozent.
Insgesamt waren laut DGB im August rund 480.000 Menschen mit den höchst erreichbaren Schulabschlüssen ohne Arbeit. Diese Zahl lag nur noch um 30 000 unter jener für die Gruppe der Erwerbslosen ohne jeden Abschluss.
Zugleich stieg durch Langzeitarbeitslosigkeit auch das Verarmungsrisiko für Menschen mit Fach- und Hochschulreife: Binnen Jahresfrist erhöhte sich die Zahl der Hartz-IV-Bezieher aus dieser Gruppe um knapp 14 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosengeld-II- Empfänger mit Hauptschul-Laufbahn stieg im selben Zeitraum nur um 1,4 Prozent, bei den Schulabbrechern um 1,6 Prozent.
- Datum 12.10.2009 - 17:41 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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