Mentoring- und Förderprogramme schaffen
Liebig: Es stimmt, dass sie in fast allen Ländern gut integriert sind. Für diese Gruppe spielt Bildung traditionell eine große Rolle, und die Eltern investieren sehr stark in den schulischen Erfolg ihrer Kinder. Auch macht es einen Unterschied, ob Einwanderer als Flüchtlinge in ein Land kamen oder als niedrig qualifizierter Arbeitsmigrant. Zu den Flüchtlingen gehören häufig politische und geistige Eliten eines Landes. Sie fliehen in dem Bewusstsein, nicht in ihr Herkunftsland zurückzukehren. Darum sind die Anreize, beispielsweise die Sprache des Empfangslandes zu erlernen, sehr viel höher als sie es bei den Gastarbeitern waren.
ZEIT ONLINE: Das bedeutet aber im Umkehrschluss, dass die Integrationsmotivation schon grundlegend ist ...
Liebig: Die meisten Immigranten haben mehr Schwierigkeiten im Arbeitsmarkt als Personen ohne Migrationshintergrund – selbst bei gleichem Bildungsstand. Ihnen fehlen häufig die beruflichen und sozialen Netzwerke, die wichtig bei der Arbeitsplatzfindung sind. Diese bringen wichtige Kontakte mit potentiellen Arbeitgebern. Sei es, indem sie auf offene Stellen hinweisen oder indem sie den Weg zu einem Praktikum öffnen, das dann wiederum bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder einer Stelle hilft. Migranten haben weniger Zugang zu solchen Netzwerken. Darum haben es selbst hoch qualifizierte Kinder von Migranten schwieriger, eine adäquate Stelle zu finden. Und selbstverständlich gibt es auch Diskriminierung, trotz des allgemeinen Gleichstellungsgesetzes. Ein großer Teil davon ist das, was die Ökonomen "statistische Diskriminierung" nennen: Weil viele Zuwanderer und deren Kindern niedrig qualifiziert sind, wird davon ausgegangen, dass Bewerber mit Migrationshintergrund generell niedrig qualifiziert sind, selbst wenn sie gute Abschlüsse haben. Auch wenn Antidiskriminierungsgesetze wichtige Signale senden: Mit Gesetzen allein kann man strukturelle Vorurteile nur bedingt abschaffen.
ZEIT ONLINE: Können Sie Diskriminierung denn belegen, gibt es Studien, die das beweisen?
Liebig: Hier klafft leider immer noch eine Forschungslücke in Deutschland. Mit Befragungsstudien kommen wir nicht weiter. Und die wenigen Fälle, die vor ein Gericht oder eine Schiedsvereinbarung kommen, sind nur die Spitze des Eisbergs. Das wahre Ausmaß der Diskriminierung könnte jedoch mittels fiktiven Bewerbungen wissenschaftlich zweifelsfrei aufgezeigt werden. Studien aus Frankreich haben beispielsweise gezeigt, dass Bewerber mit einem ausländisch klingenden Namen drei bis vier Mal mehr Bewerbungen schreiben müssen als ansonsten identische Bewerber, die sich nur durch einen französischen Namen von ihnen unterscheiden. Diese Zahl muss man vor Augen haben, um einzuschätzen, welche Frustration dies für die Kinder von Einwanderern bedeuten kann.
ZEIT ONLINE: Sie stellen zudem fest, dass in Deutschland Menschen mit Migrationshintergrund in den wichtigen Jobs, beispielsweise in der Verwaltung fehlen. Warum ist das so?
Liebig: Offenbar haben sie auch hier einen schlechteren Zugang. Das ist besonders bedauerlich – zum einen, weil die Verwaltung mit gutem Beispiel vorangehen müsste und zum anderen, weil gerade in der öffentlichen Verwaltung Rollenvorbilder sehr wichtig sind. Zwar ist es erfreulich, dass Migranten oder Kinder von Migranten heute Parteivorsitzende oder Fußballstars sind. Aber für den normalen Jugendlichen ist es nicht erreichbar. Viel entscheidender ist die Präsenz von Migranten im täglichen öffentlichen Leben, sei es durch eine Karriere in der öffentlichen Verwaltung oder als Lehrer, Richter oder Polizisten. Das hilft auch, Vorurteile auf beiden Seiten zu durchbrechen.
ZEIT ONLINE: Welche Handlungsempfehlungen geben Sie an die Politik?
Liebig: Wir müssen Mentoringprogramme ausbauen, um Zuwanderern und deren Kindern Zugang zu Netzwerken zu verschaffen und Informationen über das Funktionieren des Arbeitsmarktes zu übermitteln. Auch können Förderprogramme in der öffentlichen Verwaltung helfen. In Bremen hat bereits der Satz " … wir würden Bewerbungen von Personen mit Migrationshintergrund besonders begrüßen“ in den Ausschreibungen für Ausbildungsplätze in der öffentlichen Verwaltung dazu beigetragen, dass sich deutlich mehr Migranten auf diese Stellen beworben haben. Man sieht daran, dass es häufig bereits kleine Signale sind, die einen großen Einfluss haben können.
Thomas Liebig ist Referent in der Division für Internationale Migration des Arbeitsmarktdirektorats der OECD. Die Fragen stellte Tina Groll.
- Datum 23.10.2009 - 15:59 Uhr
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ZEIT ONLINE: Das bedeutet aber im Umkehrschluss, dass die Integrationsmotivation schon grundlegend ist ...
Liebig: Die meisten Immigranten haben mehr Schwierigkeiten im Arbeitsmarkt als Personen ohne Migrationshintergrund – selbst bei gleichem Bildungsstand.
Das Interview an sich ist informativ, aber warum um alles in der Welt musste der Interviewte bei der obigen Frage so ausweichend antworten? Zeigt sich da nicht das ganze Elend unserer derzeitigen Debattenkultur?
Herzlichst Crest
An der von Ihnen zitierten Stelle biegt Liebig ins Märchenland ab und versteigt sich zu der Behauptung Migranten werden diskriminiert obwohl: "Hier klafft leider immer noch eine Forschungslücke in Deutschland." Er stellt fest, "es könnte gezeigt werden" - und warum tut er es dann nicht? Korrelationen von Archivzahlen können, müssen aber keinen ursächlichen Zusammenhang haben. Herr Liebig sollte seine Arbeit erst mal zu Ende bringen bevor er sich mit nicht belegten Thesen in die Öffentlichkeit begiebt.
Genau dieses, mit Verlaub, unqualifizierte Gebrabbel hemmt seid nun mehr über 20 Jahren eine aufgabenorientierte Integrationsdiskussion.
Frage an die Zeit, wie können sie jemanden so leicht einer Antwort ausweichen lassen?
dass nämlich ohne die entsprechende Motivation selbst die besten "Integrationsprogramme" oder wie auch immer mann die Angebote oder Bemühungen des Staates nennen mag, für die Katz' sind!
Und eben diese Motivation müssen, wie hier schon gesagt, die Migranten aufbringen, sonst niemand! Natürlich ist am Umgang mit Migranten in Deutschland vieles verbesserungswürdig - mindestens genausoviel wie am Verhalten mancher Migranten...
Herzlichen Dank an Crest und Ko-kommentatoren für Ihr Interesse und Ihre Anmerkungen. Offensichtlich bin ich Ihnen eine Antwort schuldig geblieben - das möchte ich hiermit gerne nachholen.
Natürlich ist die Motivation zentral. Nach allem, was wir wissen, ist die überwiegende Mehrheit der Zuwanderer auch motiviert, sich zu integrieren - wie beispielsweise die Teilnahme an Deutschkursen zeigt. Und natürlich gibt es Ausnahmen. Die - nach wie vor offene - Frage ist, ob Verpflichtungen, Strafandrohungen, etc. diese zuggegeben problematische Gruppe dazu bewegen, sich zu integrieren. Oder ob das Gegenteil erreicht wird - nämlich dass viele derjenigen, für die "Integration" eine Selbstverständlichkeit ist, durch eine Fokussierung auf "Verweigerer" in ihrer Motivation gebremst werden.
Mit freundlichen Grüssen
T. Liebig
An der von Ihnen zitierten Stelle biegt Liebig ins Märchenland ab und versteigt sich zu der Behauptung Migranten werden diskriminiert obwohl: "Hier klafft leider immer noch eine Forschungslücke in Deutschland." Er stellt fest, "es könnte gezeigt werden" - und warum tut er es dann nicht? Korrelationen von Archivzahlen können, müssen aber keinen ursächlichen Zusammenhang haben. Herr Liebig sollte seine Arbeit erst mal zu Ende bringen bevor er sich mit nicht belegten Thesen in die Öffentlichkeit begiebt.
Genau dieses, mit Verlaub, unqualifizierte Gebrabbel hemmt seid nun mehr über 20 Jahren eine aufgabenorientierte Integrationsdiskussion.
Frage an die Zeit, wie können sie jemanden so leicht einer Antwort ausweichen lassen?
dass nämlich ohne die entsprechende Motivation selbst die besten "Integrationsprogramme" oder wie auch immer mann die Angebote oder Bemühungen des Staates nennen mag, für die Katz' sind!
Und eben diese Motivation müssen, wie hier schon gesagt, die Migranten aufbringen, sonst niemand! Natürlich ist am Umgang mit Migranten in Deutschland vieles verbesserungswürdig - mindestens genausoviel wie am Verhalten mancher Migranten...
Herzlichen Dank an Crest und Ko-kommentatoren für Ihr Interesse und Ihre Anmerkungen. Offensichtlich bin ich Ihnen eine Antwort schuldig geblieben - das möchte ich hiermit gerne nachholen.
Natürlich ist die Motivation zentral. Nach allem, was wir wissen, ist die überwiegende Mehrheit der Zuwanderer auch motiviert, sich zu integrieren - wie beispielsweise die Teilnahme an Deutschkursen zeigt. Und natürlich gibt es Ausnahmen. Die - nach wie vor offene - Frage ist, ob Verpflichtungen, Strafandrohungen, etc. diese zuggegeben problematische Gruppe dazu bewegen, sich zu integrieren. Oder ob das Gegenteil erreicht wird - nämlich dass viele derjenigen, für die "Integration" eine Selbstverständlichkeit ist, durch eine Fokussierung auf "Verweigerer" in ihrer Motivation gebremst werden.
Mit freundlichen Grüssen
T. Liebig
ist der weg aus der rolle der migranten, zu einem wichtigen teil der deutschen gesellschaft. zu bemerken ist, dass ich nach der defintion im artikel auch unter die kategorie migrant falle und obwohl meine eltern und ich keinerlei deutschkenntnisse besaßen, haben sie die jetzt und ich auch, und identifiziere mich auch einzig mit der deutschen kultur. woran liegt es?
wir wollten uns integrieren, wir waren der meinung , dass man als gast in einem land, mit der intention ein gastgeber zu werden, ein gewisses maß an anforderungen erfüllen müssen: deutsche sprache,anpassung kultur.
im artikel wird auch treffenderweise der vergleich zwischen vietnamesischen einwanderern und den nachkommen der türkischen gastarbeiter gezogen.jemand der sich integrieren will , integriert sich auch. erkennt man eine zu starke dissonanz zwischen der eigenen und deutschen kultur, hat man immernoch die alternative eine existenz im heimatland aufzubauen. will man das nicht, dann muss man sich einfach integrieren. würde es dieses allgemein integrationsdebakel nicht geben, woran das liegt unterlasse ich an dieser stelle, gäbe es auch keinen nährboden für vorurteile und ungleiche chancen auf dem arbeitsmarkt.
ciao
korel
"Und selbstverständlich gibt es auch Diskriminierung, trotz des allgemeinen Gleichstellungsgesetzes.2
Da sollte man mit Fakten nicht versuchen, Meinungen zu zu verwirren. Der Unfehlbarkeitsanspruch, mit der solche Behauptungen in OECD-Studien aufgestellt werden, zeugt davon, daß keine objektive Untersuchung, sondern die Bestätigung einer vorgefaßten Weltanschauung das Ziel sind, gemäß der Migranten immer das Opfer von Diskriminierung von fremdenfeindlichen Bevölkerungen westeuropäischer Länder zu sein haben.
"Gleichzeitig zeigen die Beispiele von den sehr erfolgreichen Kindern vietnamesischer Einwanderer, dass nicht immer das Bildungsniveau der Eltern entscheidend ist." (Zitat Artikel)
Allein schon dieser Fakt sollte die Absurdität des Inhalts solcher Studien belegen. Aber was will man machen, wenn es hier beim OECD-Apparat um Posten, Fördergelder, Prestige und berufliche Karrieren geht, die daran hängen, daß gegen eine vermeintliche Diskriminierung von Migranten vorgegangen wird.
"Wir müssen Mentoringprogramme ausbauen, um Zuwanderern und deren Kindern Zugang zu Netzwerken zu verschaffen und Informationen über das Funktionieren des Arbeitsmarktes zu übermitteln. Auch können Förderprogramme in der öffentlichen Verwaltung helfen."
Tja. Die Betroffenheits- und Integrationsindustrie, die sich zum eigentlichen Hindernis der Integration entwickelt hat, will natürlich ihre Pfründe nicht kampflos preisgeben. Wer den Sumpf trockenlegen will, sollte nicht die Frösche fragen.
"wir wollten uns integrieren, wir waren der meinung , dass man als gast in einem land, mit der intention ein gastgeber zu werden, ein gewisses maß an anforderungen erfüllen müssen: deutsche sprache,anpassung kultur."
"jemand der sich integrieren will , integriert sich auch."
Ihre Frage haben Sie praktischerweise schon selbst beantwortet, viktorkorel. Mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen.
Sicher könnte man noch eine größere oder kleinere Kulturferne des Herkunftslandes zur hiesigen Gesellschaft ins Feld führen. Aber es war die Entscheidung der Migranten, hierher zu kommen; niemand hat sie dazu gezwungen. Wer absolut mit der hiesigen Kultur nicht zurecht kommt, der kann sich, wie Sie es richtigerweise erwähnt haben, auch im Herkunftsland eine Existenz aufbauen. Aber die Anpassung an die hiesigen Normen und Kultur ist eine Leistung, die von den Migranten selbst zu erbringen ist, und erwachsene Menschen sind dazu in der Lage. Wenn sie es denn wollen.
Und zwar quer durch die Bank. Ob soziale Einrichtungen, staatliche Einrichtungen, Stiftungen oder Privatunternehmen, Deutsche werden stets bevorzugt eingestellt. Die Vietnamesen sind ein nettes Beispiel, mir ist namentlich kein einziger prominenter Vietnamese in Deutschland bekannt. Oder gilt man heute schon als integriert, wenn man ein vietnamesisches Restaurant betreibt? Was Thilochen und andere vergessen ist, dass Deutschland 40 Jahre lang - bis heute - keine Integrationspolitik betrieben hat. Keine verpflichtenden Sprachkurse, keine vernünftige Integration ins städtische Leben, keine positive Diskriminierung bei Einstellungen in den staatlichen oder Bildungsdienst, keine Migranten im öffentlichen-rechtlichen Rundfunk. Kein Wunder, dass sogar türkische Akademiker eher von Auswanderung träumen.
denn um prominent - im Sinne des Innenhabens eines bedeutenden öffentlichen Amtes - zu sein, muß man deutscher Staatsbürger sein. Aber wenn Sie so ein Beispiel wollen, schauen Sie auf die neue Bundesregierung. Der neue Gesundheitsminister Philipp Rößler hat vietnamesischen Migrationshintergrund.
"Deutsche werden stets bevorzugt eingestellt."
Damit meinen Sie doch autochthone Deutsche ohne Migrationshintergrund, nicht? Eine unbewiesene diffamierende Dauerbehauptung.
"Was Thilochen und andere vergessen ist, dass Deutschland 40 Jahre lang - bis heute - keine Integrationspolitik betrieben hat. Keine verpflichtenden Sprachkurse, keine vernünftige Integration ins städtische Leben, keine positive Diskriminierung bei Einstellungen in den staatlichen oder Bildungsdienst, keine Migranten im öffentlichen-rechtlichen Rundfunk. Kein Wunder, dass sogar türkische Akademiker eher von Auswanderung träumen."
Selbst wenn eine Integrationspolitik erst seit einigen Jahren betrieben wird: Glauben Sie, daß ist eine Entschuldigung für Intergrationsverweigerung? Wer hier in Deutschland ständig leben will, der hat von sich aus die Sprache zu lernen und sich in die hiesigen Normen einzufügen. Was glauben Sie, warum das die Migranten bestimmter Herkunftsländern, unter anderem auch Vietnam, getan haben, auch unter ungünstigen Bedingungen? Weil sie irgendwelche geheimnisvollen Besonderheiten haben? Oder doch vielmehr, weil sie das so wollten und entsprechende Anstrengungen unternommen haben?
Ich denke Verallgemeinerungen bringen niemanden weiter. Kinder ohne Migrationshintergrund, deren Eltern Arbeiter sind haben auch keine Netzwerkkontakte und auch schlechte Chancen. Ich denke es ist eher ein Schichtenproblem als eines der ethnischen Zugehörigkeit.
Heutzutage sieht man viele Menschen mit Migrationshintergrund die als Anwälte, Ärzte, Verwaltungsangestellte, Polizisten usw arbeiten. Ich hoffe wir kommen irgendwann zu einer "farbenblinden" Gesellschaft, in der jeder Mensch gleich behandelt wird. Positive Diskriminierung halte ich für ein falsches Signal. Gibt es so eine positive Diskriminierung in anderen Ländern Europas ? Werden Kurden aus der Osttürkei in der Stadtverwaltung in Istanbul bei der Einstellung bevorzugt ?
Verpflichtende Sprachkurse würden von vielen sowieso wieder kritisiert werden. In den USA wurde soweit ich weiss die positive Diskriminierung über die "affirmative action" weitgehend abgeschafft.
Die These von der pauschal ausländerfeindlichen dt. Gesellschaft halte ich sogar für gefährlich, da sie zu einer Spaltung der Gesellschaft führen kann, in der sich die Menschen nur gegenseitig beschuldigen anstatt zusammen zu arbeiten. Warum wird der ethnische Hintergrund häufig so stark bewertet ? Kann man nicht jeden Menschen individuell sehen ?
Türkische Akademiker, die von D in die Türkei ausgewandert sind, werden mit der Zeit auch merken, dass das leben in D auch manche gute Seiten hatte.
denn um prominent - im Sinne des Innenhabens eines bedeutenden öffentlichen Amtes - zu sein, muß man deutscher Staatsbürger sein. Aber wenn Sie so ein Beispiel wollen, schauen Sie auf die neue Bundesregierung. Der neue Gesundheitsminister Philipp Rößler hat vietnamesischen Migrationshintergrund.
"Deutsche werden stets bevorzugt eingestellt."
Damit meinen Sie doch autochthone Deutsche ohne Migrationshintergrund, nicht? Eine unbewiesene diffamierende Dauerbehauptung.
"Was Thilochen und andere vergessen ist, dass Deutschland 40 Jahre lang - bis heute - keine Integrationspolitik betrieben hat. Keine verpflichtenden Sprachkurse, keine vernünftige Integration ins städtische Leben, keine positive Diskriminierung bei Einstellungen in den staatlichen oder Bildungsdienst, keine Migranten im öffentlichen-rechtlichen Rundfunk. Kein Wunder, dass sogar türkische Akademiker eher von Auswanderung träumen."
Selbst wenn eine Integrationspolitik erst seit einigen Jahren betrieben wird: Glauben Sie, daß ist eine Entschuldigung für Intergrationsverweigerung? Wer hier in Deutschland ständig leben will, der hat von sich aus die Sprache zu lernen und sich in die hiesigen Normen einzufügen. Was glauben Sie, warum das die Migranten bestimmter Herkunftsländern, unter anderem auch Vietnam, getan haben, auch unter ungünstigen Bedingungen? Weil sie irgendwelche geheimnisvollen Besonderheiten haben? Oder doch vielmehr, weil sie das so wollten und entsprechende Anstrengungen unternommen haben?
Ich denke Verallgemeinerungen bringen niemanden weiter. Kinder ohne Migrationshintergrund, deren Eltern Arbeiter sind haben auch keine Netzwerkkontakte und auch schlechte Chancen. Ich denke es ist eher ein Schichtenproblem als eines der ethnischen Zugehörigkeit.
Heutzutage sieht man viele Menschen mit Migrationshintergrund die als Anwälte, Ärzte, Verwaltungsangestellte, Polizisten usw arbeiten. Ich hoffe wir kommen irgendwann zu einer "farbenblinden" Gesellschaft, in der jeder Mensch gleich behandelt wird. Positive Diskriminierung halte ich für ein falsches Signal. Gibt es so eine positive Diskriminierung in anderen Ländern Europas ? Werden Kurden aus der Osttürkei in der Stadtverwaltung in Istanbul bei der Einstellung bevorzugt ?
Verpflichtende Sprachkurse würden von vielen sowieso wieder kritisiert werden. In den USA wurde soweit ich weiss die positive Diskriminierung über die "affirmative action" weitgehend abgeschafft.
Die These von der pauschal ausländerfeindlichen dt. Gesellschaft halte ich sogar für gefährlich, da sie zu einer Spaltung der Gesellschaft führen kann, in der sich die Menschen nur gegenseitig beschuldigen anstatt zusammen zu arbeiten. Warum wird der ethnische Hintergrund häufig so stark bewertet ? Kann man nicht jeden Menschen individuell sehen ?
Türkische Akademiker, die von D in die Türkei ausgewandert sind, werden mit der Zeit auch merken, dass das leben in D auch manche gute Seiten hatte.
Nun verstehe ich etwas nicht: einerseits beklagen Sie "Tja. Die Betroffenheits- und Integrationsindustrie, die sich zum eigentlichen Hindernis der Integration entwickelt hat, will natürlich ihre Pfründe nicht kampflos preisgeben."
heißt, da wird wohl Ihres Erachtens nach Geld verschwendet.
Andererseits lernte ich Sie hier bisher als Foristen kennen, der gerne die mangelhafte Integration von ... und von... beklagt.
Ja, was denn nun, sind alle prächtig integriert, ist es wohl tatsächlich Geldverschwendung. Sind sie es nicht, bräuchte man mehr Geld.
Aber Geldverschwendung bei Integration und Beklagen mangelhaft Integrierter gehen ja wohl schwerlich traut zusammen.
"heißt, da wird wohl Ihres Erachtens nach Geld verschwendet."
In Höhe von Milliarden.
"Andererseits lernte ich Sie hier bisher als Foristen kennen, der gerne die mangelhafte Integration von ... und von... beklagt."
Siehe meinen letzten Kommentar. Was glauben Sie, wie Integration abläuft: Das sich die Migranten hinsetzen und auf die integrativen Maßnahmen von Gesellschaft und Staat warten können, die sich nun abzuschwitzen haben, um diesen Migranten die deutsche Sprache und Kultur nachzutragen? Obwohl in Ihrem Fall mit wenig Hoffnung, möchte ich noch einmal das wiederholen, was in diesen wie in anderen Foren immer wieder zu Recht gesagt wurde: Die Integration ist eine Bringeschuld der Migranten. Nicht die autochthonen Deutschen sind in ihr Land, sondern sie sind in dieses Land gekommen. Niemand hat sie mit der Pistole dazu gezwungen, es war ihre Entscheidung. Also haben sie sich wie alle Neuankömmlinge an die hiesige Gesellschaft anzupassen und nicht umgekehrt. Wenn jemand Mitglied eines Fußballklubs wird, aber ständig darauf besteht, Handball zu spielen, dann macht dieser jemand etwas verkehrt und nicht der Fußballklub.
"heißt, da wird wohl Ihres Erachtens nach Geld verschwendet."
In Höhe von Milliarden.
"Andererseits lernte ich Sie hier bisher als Foristen kennen, der gerne die mangelhafte Integration von ... und von... beklagt."
Siehe meinen letzten Kommentar. Was glauben Sie, wie Integration abläuft: Das sich die Migranten hinsetzen und auf die integrativen Maßnahmen von Gesellschaft und Staat warten können, die sich nun abzuschwitzen haben, um diesen Migranten die deutsche Sprache und Kultur nachzutragen? Obwohl in Ihrem Fall mit wenig Hoffnung, möchte ich noch einmal das wiederholen, was in diesen wie in anderen Foren immer wieder zu Recht gesagt wurde: Die Integration ist eine Bringeschuld der Migranten. Nicht die autochthonen Deutschen sind in ihr Land, sondern sie sind in dieses Land gekommen. Niemand hat sie mit der Pistole dazu gezwungen, es war ihre Entscheidung. Also haben sie sich wie alle Neuankömmlinge an die hiesige Gesellschaft anzupassen und nicht umgekehrt. Wenn jemand Mitglied eines Fußballklubs wird, aber ständig darauf besteht, Handball zu spielen, dann macht dieser jemand etwas verkehrt und nicht der Fußballklub.
denn um prominent - im Sinne des Innenhabens eines bedeutenden öffentlichen Amtes - zu sein, muß man deutscher Staatsbürger sein. Aber wenn Sie so ein Beispiel wollen, schauen Sie auf die neue Bundesregierung. Der neue Gesundheitsminister Philipp Rößler hat vietnamesischen Migrationshintergrund.
"Deutsche werden stets bevorzugt eingestellt."
Damit meinen Sie doch autochthone Deutsche ohne Migrationshintergrund, nicht? Eine unbewiesene diffamierende Dauerbehauptung.
"Was Thilochen und andere vergessen ist, dass Deutschland 40 Jahre lang - bis heute - keine Integrationspolitik betrieben hat. Keine verpflichtenden Sprachkurse, keine vernünftige Integration ins städtische Leben, keine positive Diskriminierung bei Einstellungen in den staatlichen oder Bildungsdienst, keine Migranten im öffentlichen-rechtlichen Rundfunk. Kein Wunder, dass sogar türkische Akademiker eher von Auswanderung träumen."
Selbst wenn eine Integrationspolitik erst seit einigen Jahren betrieben wird: Glauben Sie, daß ist eine Entschuldigung für Intergrationsverweigerung? Wer hier in Deutschland ständig leben will, der hat von sich aus die Sprache zu lernen und sich in die hiesigen Normen einzufügen. Was glauben Sie, warum das die Migranten bestimmter Herkunftsländern, unter anderem auch Vietnam, getan haben, auch unter ungünstigen Bedingungen? Weil sie irgendwelche geheimnisvollen Besonderheiten haben? Oder doch vielmehr, weil sie das so wollten und entsprechende Anstrengungen unternommen haben?
"heißt, da wird wohl Ihres Erachtens nach Geld verschwendet."
In Höhe von Milliarden.
"Andererseits lernte ich Sie hier bisher als Foristen kennen, der gerne die mangelhafte Integration von ... und von... beklagt."
Siehe meinen letzten Kommentar. Was glauben Sie, wie Integration abläuft: Das sich die Migranten hinsetzen und auf die integrativen Maßnahmen von Gesellschaft und Staat warten können, die sich nun abzuschwitzen haben, um diesen Migranten die deutsche Sprache und Kultur nachzutragen? Obwohl in Ihrem Fall mit wenig Hoffnung, möchte ich noch einmal das wiederholen, was in diesen wie in anderen Foren immer wieder zu Recht gesagt wurde: Die Integration ist eine Bringeschuld der Migranten. Nicht die autochthonen Deutschen sind in ihr Land, sondern sie sind in dieses Land gekommen. Niemand hat sie mit der Pistole dazu gezwungen, es war ihre Entscheidung. Also haben sie sich wie alle Neuankömmlinge an die hiesige Gesellschaft anzupassen und nicht umgekehrt. Wenn jemand Mitglied eines Fußballklubs wird, aber ständig darauf besteht, Handball zu spielen, dann macht dieser jemand etwas verkehrt und nicht der Fußballklub.
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