Berufsunfähigkeit Wenn das Schicksal zuschlägt

Als ihn der Schlag traf, war Robert auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Jetzt ist er gelähmt und kann nicht mehr sprechen. Von Wenzel Michalski

Schicksalsschlag: Ein Schlaganfall kann selbst junge Menschen plötzlich berufsunfähig machen

Schicksalsschlag: Ein Schlaganfall kann selbst junge Menschen plötzlich berufsunfähig machen

Robert war gerade 43 Jahre alt, als das Schicksal zuschlug. Er stand kurz vor der Beförderung und hatte einen Traumjob: Er war Manager in einem Luxushotel am Tropenstrand. Seine beiden Söhne besuchten eine feine englische Privatschule. Die bezahlte sein Arbeitgeber. Genauso wie das Haus, den Gärtner, das Auto, den Chauffeur, das Mädchen und gelegentliche Flüge nach Deutschland. Die größten Sorgen, die sich Eva, seine Frau, machte, war die Versorgung mit Nutella und Pasta, Mangelware in Fernost und schweineteuer.

Roberts Familienleben war glücklich, er war kein Raucher, kein Trinker, der Stress hielt sich in Grenzen. Er war nicht fett, nicht krank, nicht erblich vorbelastet. Und doch traf ihn der Schlag. Fast hätte er ihn getötet. Es war ein ganz besonders schwerer Schlag. Wochenlang lag er auf der Intensivstation. Seit einigen Wochen ist er aus dem Gröbsten raus – doch was blieb, war nur ein halber Robert. Genauer gesagt: nur der linke Robert. Seine rechte Seite ist gelähmt. Die rechte Hand, der rechte Arm, das rechte Bein: gelähmt. Schlimmer für Robert, für seine Frau, für seine Kinder ist der totale Verlust der Sprache. Er leidet an globaler Aphasie. Er kann nicht sprechen, nicht schreiben, nicht lesen.

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Sein Verstand aber ist klar. Er weiß, was mit ihm geschehen ist. Er versteht alles, was man ihm sagt. Aber er kann nicht antworten, nicht mit Sprache, nicht mit Worten. Um mit ihm zu kommunizieren, muss man seine Laute, seine Gestik, seine Mimik verstehen lernen. Es gelingt ihm auch, die Fragen durch Nicken und Kopfschütteln so weit einzukreisen, bis man weiß, was er meint. Robert hat sich zu einem Kommunikationsgenie ohne Worte entwickelt.

Seit einigen Wochen lebt die Familie wieder in Berlin, in einer kleinen Hinterhofwohnung im Erdgeschoss. Bis Januar zahlt ihm sein Konzern ein halbes Gehalt, dann ist Schluss. Dann löst er den Arbeitsvertrag mit Robert auf. Das Unternehmen ist allerdings so großzügig, die Kosten der privaten internationalen Krankenkasse noch für ein weiteres Jahr zu übernehmen. Aber für seine Söhne, 13 und 16 Jahre alt, und seine Frau, 44 Jahre alt, fällt Robert als Ernährer aus. Eva hat seit der Geburt des ersten Kindes nicht mehr gearbeitet. Sie ist gelernte Kosmetikerin und folgte ihrem Mann rund um die Welt, verzichtete auf ihren Beruf um mit ihm das abwechslungsreiche Leben eines Hotelmanagers zu genießen. Afrika, Europa, Asien: ein Jetset-Leben in Luxushotels mit dem entsprechenden kolonialen Lebensstil auf Tennisplätzen, an Swimming Pools und in Gourmet-Restaurants.

Jetzt muss sie sich im grauen Berliner Herbst um Sozialhilfe, Invalidenrente, Jobsuche, Wohngeldzuschuss und die Krankenkasse kümmern. Jeden Morgen um sieben schiebt sie Robert im Rollstuhl zum Bus, bringt ihn zur Rehaklinik. Einen Fahrdienst oder ein Taxi trägt die Kasse nicht. Fünf Stunden verbringt er dann in der Klinik. Logopädie, Physiotherapie, Psychotherapie. In der Zwischenzeit schreibt Eva Briefe an die zögerliche Krankenkasse, telefoniert mit der Sachbearbeiterin in Hongkong. Streitet um Kostenübernahmen. Vieles muss sie vorstecken. Immer schwingt die Angst mit, ob die Kasse die nächste Therapie-Einheit auch bezahlen wird. Und was ist danach, wenn der Versicherungsvertrag ausläuft?

Vor Jahren, als sie für lange Zeit ins Ausland aufbrachen, kündigten sie ihrer Krankenkasse, weil der Arbeitgeber die Versicherung organisierte und bezahlte. Irgendwann rechneten sie wohl nicht mehr mit ihrer Rückkehr und zahlten nicht mehr in die BfA ein. Das war ein großer Fehler. Jetzt muss Eva klären, ob Robert überhaupt rentenberechtigt ist.

Nachmittags um zwei holt sie ihn wieder ab. Sie redet mit ihm über alles. Über den Ärger mit der Bürokratie, überarbeiteten Ärzten, abweisenden Pflegern, die Angst vor der Zukunft. Es ist Robert, der ihr Kraft gibt, der seinen Kindern Kraft gibt und seinen Angehörigen.

Roberts Charme malt ein Lächeln in ihr Gesicht. Robert beruhigt sie, er macht ihr Hoffnung, weil er so sanft ist, lacht, sich nicht unterkriegen lässt. Abends sitzen sie aneinandergelehnt auf der Couch. Sie sagt: "Alles wird gut. Du wirst bald wieder laufen können. Mit dem Arm und dem Bein machst du gute Fortschritte. Jetzt müssen wir nur noch das mit dem Sprechen hinkriegen." Er lächelt sie an. Sie träumen von einer Zukunft im Fernen Osten.

Globale Aphasie ist eine langwierige Krankheit. Die Ärzte sind in Roberts Fall nicht optimistisch. Einer sagte: "Das wird nie wieder." Ein anderer sagte: "Wenn alles gut geht, kann er in drei Jahren wieder sprechen – im Telegrammstil." Die Ärzte raten der Familie, sich darauf einzustellen, dass Robert wohl nie wieder in seiner Position arbeiten wird. Dabei ist die Frage wohl eher: Wird er jemals wieder in der Lage sein, Geld zu verdienen?

Die Söhne leben in einem luftleeren Raum. Sie wollen sich genauso wenig wie ihre Mutter damit abfinden, dass die Zeit der pazifischen Sonnenuntergänge, der frischen Papayas und der weißen Zuckerstrände vorbei ist. Sie sind beide sehr gute Schüler, das ist ihnen geblieben. Der Große geht in eine Theatergruppe, das tut ihm gut. Der Kleine weint nachts, redet kaum, wirkt immer müde, spielt am Tag den Coolen.

Die Kollegen und die Chefs aus dem Unternehmen kümmern sich rührend. Sie rufen an, schicken E-Mails, versichern, dass sie auf ihn warten. Die Realität sieht anders aus. Wenn er bis Januar nicht wieder arbeitsfähig ist, verliert er seinen Job. Er stand kurz davor, stellvertretender Direktor zu werden. Kaum war er in der Intensivstation in Singapur aus dem Koma erwacht, erzählte ihm sein Chef freudestrahlend am Krankenbett, dass seine Beförderung jetzt endlich durch sei. Robert hatte lange darauf hin gearbeitet. Jetzt kann er darüber nur noch traurig lächeln.

 
Leser-Kommentare
  1. Liebe Zeit-Redaktion,
    Artikel in diesem Stil bin ich in den vielen Jahren des Zeit-Lesens nicht gewohnt. Dieser Readers-Digest-Sound passt nicht zur Zeit. PR-Arbeit für Berufsunfähigkeitsversicherungen ?
    Nehmen Sie mir's nicht übel, aber : "Octavio, das war kein Heldenstück"!
    Joachim Haberkamp

    • QUOTE
    • 13.11.2009 um 11:22 Uhr

    ...werter Herr Michalski, wo denn der Herr Bruder seine Einkünfte VERSTEUERT hat, die er als Angestellter des "Internationalen Konzerns" im "Hotel am Tropenstrand" erzielt hat?

    In DEUTSCHLAND?
    Wohl KAUM, oder?

    Insofern sehe ich nicht den geringsten Grund für SIE oder Ihn, sich hier in weinerlichem Ton über "den Ärger mit der Bürokratie" usw. auszulassen.

    "Vor Jahren, als sie für lange Zeit ins Ausland aufbrachen, kündigten sie ihrer Krankenkasse, weil der Arbeitgeber die Versicherung organisierte und bezahlte. Irgendwann rechneten sie wohl nicht mehr mit ihrer Rückkehr und zahlten nicht mehr in die BfA ein."

    Tja, wie sagte die Ameise zum Grashüpfer? "Wenn Du im Sommer gesungen hast, so magst Du im Winter tanzen!" - als Michalskis sich oben angekommen wähnten, war Deutschland ihnen offenbar nicht mehr gut genug - warum sollte die deutsche Solidargemeinschaft sich nun um sie kümmern?

    DAS sind Fragen, die man in diesem Zusammenhang mal diskutieren sollte!

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    Jeder also, der in das Ausland arbeiten geht, dem ist Deutschland nicht gut genug?
    Aber Sie haben natürlich recht, lassen wir die Frau und die beiden Kinder einfach alleine mit dem schwerbehinderten Mann.
    Denn wenn jemand krank wird, fragen wir zuersteinmal immer, was er bisher bezahlt hat, denn wir sind eine rein pekuniäre Solidargemeinschaft, oder schon vergessen?
    Ekelhaft...

    Jeder also, der in das Ausland arbeiten geht, dem ist Deutschland nicht gut genug?
    Aber Sie haben natürlich recht, lassen wir die Frau und die beiden Kinder einfach alleine mit dem schwerbehinderten Mann.
    Denn wenn jemand krank wird, fragen wir zuersteinmal immer, was er bisher bezahlt hat, denn wir sind eine rein pekuniäre Solidargemeinschaft, oder schon vergessen?
    Ekelhaft...

  2. Jeder also, der in das Ausland arbeiten geht, dem ist Deutschland nicht gut genug?
    Aber Sie haben natürlich recht, lassen wir die Frau und die beiden Kinder einfach alleine mit dem schwerbehinderten Mann.
    Denn wenn jemand krank wird, fragen wir zuersteinmal immer, was er bisher bezahlt hat, denn wir sind eine rein pekuniäre Solidargemeinschaft, oder schon vergessen?
    Ekelhaft...

    Eine Leser-Empfehlung
    • Ete2
    • 13.11.2009 um 12:41 Uhr

    Mir stellt sich hier die alte Frage: Was will uns der Autor damit sagen?

    Dass es schlimme Schicksale gibt? Dass wir eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen sollen? Sorry, mehr fällt kann ich da nicht rauslesen, wenngleich ich zugeben muss, dass ich da in der Schule auch schon immer meine Probleme hatte, den tieferen Sinn "zwischen den Zeilen" zu erkennen...

    Nebenbei bemerkt fällt aus auch mir schwer, hier irgendeine Form der Anteilnahme zu entwickeln, wenn jemand jahrelang keine Sozialbeiträge zahlt und dann entsprechend Probleme hat, Sozialleistungen zu empfangen. Ich muss in diesem Fall davon ausgehen, dass die betreffende Person in den fetten Jahren privat vorgesorgt hat und jetzt keine Probleme damit hat, alle Behandlungen sowie die Ausbildung der Kinder und laufende Kosten zu bezahlen.

  3. @diabolos: Solidargemeinschaft lebt davon, dass man in guten Zeiten gibt und in schlechten bekommt. Und es gibt keine Frage: ein Neugeborenes bekommt vom ersten Tag an die Solidargemeinsachaft.

    Ich lebe selbst im Ausland und bezahle brav meinem berufsständigen Versorgungswerk die Mindestbeiträge und auch meine Anwartschaft der PKV weiter. Das Geld fehlt mir natürlich: um Nutella und Pasta zu besorgen. Und was die Bürokratie angeht: in den meisten Ländern mit Traumstrand ist diese für die einheimische Bevölkerung jenseits der Weltkonzerne sicher härter als die deutsche für die rückgekehrten Expats.

    Und letztlich zahklt die Solidargemeinschaft doch: für den Schulbesuch von jemandens Kinder, der normalerweise mit wohligem Schauer die Berichte über deutsche Schulprobleme im Internet gelesen hat, aber nie Steuern bezahlt hat, dito das Harzt IV oder die Sozialhilfe. Für deren Krankenversorgung und ggdf. Psychologen etc. pp.

    So schlimm ist das een nicht mit der Solidargemeinschaft. Gott - und den Deppen, die jahrelang zahlen- sei Dank.

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    Intelligentes und vorausschauendes Handeln sieht anders aus.
    Aber wegen primitiver Neidgefühle auf einen Menschen zu zeigen, der nie wieder laufen und sprechen wird (medizinisch gesehen das höchstwahrscheinliche), und ihn zu verhöhnen und seine minderjährigen Kinder quasi in Geiselhaft zu nehmen, widerspricht dem Grundgedanken der Menschlichkeit.

    Intelligentes und vorausschauendes Handeln sieht anders aus.
    Aber wegen primitiver Neidgefühle auf einen Menschen zu zeigen, der nie wieder laufen und sprechen wird (medizinisch gesehen das höchstwahrscheinliche), und ihn zu verhöhnen und seine minderjährigen Kinder quasi in Geiselhaft zu nehmen, widerspricht dem Grundgedanken der Menschlichkeit.

  4. Intelligentes und vorausschauendes Handeln sieht anders aus.
    Aber wegen primitiver Neidgefühle auf einen Menschen zu zeigen, der nie wieder laufen und sprechen wird (medizinisch gesehen das höchstwahrscheinliche), und ihn zu verhöhnen und seine minderjährigen Kinder quasi in Geiselhaft zu nehmen, widerspricht dem Grundgedanken der Menschlichkeit.

    Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf "Vorsorge"
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    • QUOTE
    • 17.11.2009 um 10:01 Uhr

    "minderjährige Kinder in Geiselhaft"...was soll DAS denn jetzt für eine dümmliche Polemik werden? Wenn Sie schon das Wörterbuch des Unmenschen...pardon: des Liberalen! zitieren wollen, dann tun Sie es doch bitte vollständig, so wie Herr Michalski es vermutlich ebenfalls getan hat, als er noch obenauf war: "EIGENVERANTWORTUNG". Schon mal gehört?

    Googeln Sie mal nach "zoon politikon":

    http://de.wikipedia.org/w...

    Der Mensch ist "ein soziales, auf Gemeinschaft angelegtes und Gemeinschaft bildendes Lebewesen".

    Familie Michalski hat sich - freiwillig! - aus der deutschen "Gemeinschaft" abgemeldet, ALS ES IHNEN GUT GING. Deutschland war ihnen nicht mal mehr gut genug, um ihre Kinder hier auf eine Schule zu schicken, ALS ES IHNEN GUT GING. Sie "rechneten (...) nicht mehr mit ihrer Rückkehr und zahlten nicht mehr in die BfA ein", ALS ES IHNEN GUT GING. Und JETZT, wo es ihnen - unverschuldet, keine Frage - dreckig geht, erinnern Sie sich der Vorteile der deutschen Solidar"Gemeinschaft", und kommen wieder zurück?

    Was soll die deutsche Solidar"Gemeinschaft" denn nun Ihrer Meinung nach tun? Herrn Michalski einen Wagen mit Chauffeur stellen, um ihn zur Reha zu fahren? Den Kindern das Elite-Internat in England weiter sponsorn? Was?

    Sorry, wenn das Ihr Weltbild sprengt, aber das hat mit NEID absolut nix zu tun...nur mit Konsequenz. Wer sich erst versichern will, wenn das Haus schon brennt, der kommt halt zu spät...und dann bestraft ihn bekanntlich das Leben. Oder so.

    • QUOTE
    • 17.11.2009 um 10:01 Uhr

    "minderjährige Kinder in Geiselhaft"...was soll DAS denn jetzt für eine dümmliche Polemik werden? Wenn Sie schon das Wörterbuch des Unmenschen...pardon: des Liberalen! zitieren wollen, dann tun Sie es doch bitte vollständig, so wie Herr Michalski es vermutlich ebenfalls getan hat, als er noch obenauf war: "EIGENVERANTWORTUNG". Schon mal gehört?

    Googeln Sie mal nach "zoon politikon":

    http://de.wikipedia.org/w...

    Der Mensch ist "ein soziales, auf Gemeinschaft angelegtes und Gemeinschaft bildendes Lebewesen".

    Familie Michalski hat sich - freiwillig! - aus der deutschen "Gemeinschaft" abgemeldet, ALS ES IHNEN GUT GING. Deutschland war ihnen nicht mal mehr gut genug, um ihre Kinder hier auf eine Schule zu schicken, ALS ES IHNEN GUT GING. Sie "rechneten (...) nicht mehr mit ihrer Rückkehr und zahlten nicht mehr in die BfA ein", ALS ES IHNEN GUT GING. Und JETZT, wo es ihnen - unverschuldet, keine Frage - dreckig geht, erinnern Sie sich der Vorteile der deutschen Solidar"Gemeinschaft", und kommen wieder zurück?

    Was soll die deutsche Solidar"Gemeinschaft" denn nun Ihrer Meinung nach tun? Herrn Michalski einen Wagen mit Chauffeur stellen, um ihn zur Reha zu fahren? Den Kindern das Elite-Internat in England weiter sponsorn? Was?

    Sorry, wenn das Ihr Weltbild sprengt, aber das hat mit NEID absolut nix zu tun...nur mit Konsequenz. Wer sich erst versichern will, wenn das Haus schon brennt, der kommt halt zu spät...und dann bestraft ihn bekanntlich das Leben. Oder so.

    • QUOTE
    • 17.11.2009 um 10:01 Uhr

    "minderjährige Kinder in Geiselhaft"...was soll DAS denn jetzt für eine dümmliche Polemik werden? Wenn Sie schon das Wörterbuch des Unmenschen...pardon: des Liberalen! zitieren wollen, dann tun Sie es doch bitte vollständig, so wie Herr Michalski es vermutlich ebenfalls getan hat, als er noch obenauf war: "EIGENVERANTWORTUNG". Schon mal gehört?

    Googeln Sie mal nach "zoon politikon":

    http://de.wikipedia.org/w...

    Der Mensch ist "ein soziales, auf Gemeinschaft angelegtes und Gemeinschaft bildendes Lebewesen".

    Familie Michalski hat sich - freiwillig! - aus der deutschen "Gemeinschaft" abgemeldet, ALS ES IHNEN GUT GING. Deutschland war ihnen nicht mal mehr gut genug, um ihre Kinder hier auf eine Schule zu schicken, ALS ES IHNEN GUT GING. Sie "rechneten (...) nicht mehr mit ihrer Rückkehr und zahlten nicht mehr in die BfA ein", ALS ES IHNEN GUT GING. Und JETZT, wo es ihnen - unverschuldet, keine Frage - dreckig geht, erinnern Sie sich der Vorteile der deutschen Solidar"Gemeinschaft", und kommen wieder zurück?

    Was soll die deutsche Solidar"Gemeinschaft" denn nun Ihrer Meinung nach tun? Herrn Michalski einen Wagen mit Chauffeur stellen, um ihn zur Reha zu fahren? Den Kindern das Elite-Internat in England weiter sponsorn? Was?

    Sorry, wenn das Ihr Weltbild sprengt, aber das hat mit NEID absolut nix zu tun...nur mit Konsequenz. Wer sich erst versichern will, wenn das Haus schon brennt, der kommt halt zu spät...und dann bestraft ihn bekanntlich das Leben. Oder so.

    Antwort auf "Keine Frage"
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    Hätten Sie meinen Beitrag Nr. 6 aufmerksam gelesen, wäre Ihnen vielleicht aufgefallen, dass ich nicht in der Sache mit Ihnen nicht übereinstimme. Man hätte jedoch in Anbetracht des im Artikel geschilderten persönlichen Schicksals sich zurückhaltender, allgemeiner ausdrücken können. Die Antipathie, die hier gezeigt wurde, einem Menschen gegenüber, der mit eines der furchtbarsten Schicksale erlitten hat, die die Neurologie zu bieten hat, fand ich unangemessen.

    Ich zitiere Sie selbst: "warum sollte die deutsche Solidargemeinschaft sich nun um sie kümmern". Mit "sie" waren "die Michalskis" gemeint. Sie selbst haben also die Meinung vertreten, die deutsche Solidargemeinschaft solle sich auch nicht um die minderjährigen Kinder kümmern. Der Hinweis darauf sei aber "dümmliche Polemik"?

    Zum meinen Vorwürfen fällt mir nach Ihrer Antwort nur ein Satz von Mark Twain ein:
    "It is better to keep your mouth closed and let people think you are a fool than to open it and remove all doubt."

    Hätten Sie meinen Beitrag Nr. 6 aufmerksam gelesen, wäre Ihnen vielleicht aufgefallen, dass ich nicht in der Sache mit Ihnen nicht übereinstimme. Man hätte jedoch in Anbetracht des im Artikel geschilderten persönlichen Schicksals sich zurückhaltender, allgemeiner ausdrücken können. Die Antipathie, die hier gezeigt wurde, einem Menschen gegenüber, der mit eines der furchtbarsten Schicksale erlitten hat, die die Neurologie zu bieten hat, fand ich unangemessen.

    Ich zitiere Sie selbst: "warum sollte die deutsche Solidargemeinschaft sich nun um sie kümmern". Mit "sie" waren "die Michalskis" gemeint. Sie selbst haben also die Meinung vertreten, die deutsche Solidargemeinschaft solle sich auch nicht um die minderjährigen Kinder kümmern. Der Hinweis darauf sei aber "dümmliche Polemik"?

    Zum meinen Vorwürfen fällt mir nach Ihrer Antwort nur ein Satz von Mark Twain ein:
    "It is better to keep your mouth closed and let people think you are a fool than to open it and remove all doubt."

  5. 8. q.e.d.

    Hätten Sie meinen Beitrag Nr. 6 aufmerksam gelesen, wäre Ihnen vielleicht aufgefallen, dass ich nicht in der Sache mit Ihnen nicht übereinstimme. Man hätte jedoch in Anbetracht des im Artikel geschilderten persönlichen Schicksals sich zurückhaltender, allgemeiner ausdrücken können. Die Antipathie, die hier gezeigt wurde, einem Menschen gegenüber, der mit eines der furchtbarsten Schicksale erlitten hat, die die Neurologie zu bieten hat, fand ich unangemessen.

    Ich zitiere Sie selbst: "warum sollte die deutsche Solidargemeinschaft sich nun um sie kümmern". Mit "sie" waren "die Michalskis" gemeint. Sie selbst haben also die Meinung vertreten, die deutsche Solidargemeinschaft solle sich auch nicht um die minderjährigen Kinder kümmern. Der Hinweis darauf sei aber "dümmliche Polemik"?

    Zum meinen Vorwürfen fällt mir nach Ihrer Antwort nur ein Satz von Mark Twain ein:
    "It is better to keep your mouth closed and let people think you are a fool than to open it and remove all doubt."

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