Berufsunfähigkeit Wenn das Schicksal zuschlägtSeite 2/2
Nachmittags um zwei holt sie ihn wieder ab. Sie redet mit ihm über alles. Über den Ärger mit der Bürokratie, überarbeiteten Ärzten, abweisenden Pflegern, die Angst vor der Zukunft. Es ist Robert, der ihr Kraft gibt, der seinen Kindern Kraft gibt und seinen Angehörigen.
Roberts Charme malt ein Lächeln in ihr Gesicht. Robert beruhigt sie, er macht ihr Hoffnung, weil er so sanft ist, lacht, sich nicht unterkriegen lässt. Abends sitzen sie aneinandergelehnt auf der Couch. Sie sagt: "Alles wird gut. Du wirst bald wieder laufen können. Mit dem Arm und dem Bein machst du gute Fortschritte. Jetzt müssen wir nur noch das mit dem Sprechen hinkriegen." Er lächelt sie an. Sie träumen von einer Zukunft im Fernen Osten.
Globale Aphasie ist eine langwierige Krankheit. Die Ärzte sind in Roberts Fall nicht optimistisch. Einer sagte: "Das wird nie wieder." Ein anderer sagte: "Wenn alles gut geht, kann er in drei Jahren wieder sprechen – im Telegrammstil." Die Ärzte raten der Familie, sich darauf einzustellen, dass Robert wohl nie wieder in seiner Position arbeiten wird. Dabei ist die Frage wohl eher: Wird er jemals wieder in der Lage sein, Geld zu verdienen?
Die Söhne leben in einem luftleeren Raum. Sie wollen sich genauso wenig wie ihre Mutter damit abfinden, dass die Zeit der pazifischen Sonnenuntergänge, der frischen Papayas und der weißen Zuckerstrände vorbei ist. Sie sind beide sehr gute Schüler, das ist ihnen geblieben. Der Große geht in eine Theatergruppe, das tut ihm gut. Der Kleine weint nachts, redet kaum, wirkt immer müde, spielt am Tag den Coolen.
Die Kollegen und die Chefs aus dem Unternehmen kümmern sich rührend. Sie rufen an, schicken E-Mails, versichern, dass sie auf ihn warten. Die Realität sieht anders aus. Wenn er bis Januar nicht wieder arbeitsfähig ist, verliert er seinen Job. Er stand kurz davor, stellvertretender Direktor zu werden. Kaum war er in der Intensivstation in Singapur aus dem Koma erwacht, erzählte ihm sein Chef freudestrahlend am Krankenbett, dass seine Beförderung jetzt endlich durch sei. Robert hatte lange darauf hin gearbeitet. Jetzt kann er darüber nur noch traurig lächeln.
- Datum 13.11.2009 - 12:12 Uhr
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Liebe Zeit-Redaktion,
Artikel in diesem Stil bin ich in den vielen Jahren des Zeit-Lesens nicht gewohnt. Dieser Readers-Digest-Sound passt nicht zur Zeit. PR-Arbeit für Berufsunfähigkeitsversicherungen ?
Nehmen Sie mir's nicht übel, aber : "Octavio, das war kein Heldenstück"!
Joachim Haberkamp
...werter Herr Michalski, wo denn der Herr Bruder seine Einkünfte VERSTEUERT hat, die er als Angestellter des "Internationalen Konzerns" im "Hotel am Tropenstrand" erzielt hat?
In DEUTSCHLAND?
Wohl KAUM, oder?
Insofern sehe ich nicht den geringsten Grund für SIE oder Ihn, sich hier in weinerlichem Ton über "den Ärger mit der Bürokratie" usw. auszulassen.
"Vor Jahren, als sie für lange Zeit ins Ausland aufbrachen, kündigten sie ihrer Krankenkasse, weil der Arbeitgeber die Versicherung organisierte und bezahlte. Irgendwann rechneten sie wohl nicht mehr mit ihrer Rückkehr und zahlten nicht mehr in die BfA ein."
Tja, wie sagte die Ameise zum Grashüpfer? "Wenn Du im Sommer gesungen hast, so magst Du im Winter tanzen!" - als Michalskis sich oben angekommen wähnten, war Deutschland ihnen offenbar nicht mehr gut genug - warum sollte die deutsche Solidargemeinschaft sich nun um sie kümmern?
DAS sind Fragen, die man in diesem Zusammenhang mal diskutieren sollte!
Jeder also, der in das Ausland arbeiten geht, dem ist Deutschland nicht gut genug?
Aber Sie haben natürlich recht, lassen wir die Frau und die beiden Kinder einfach alleine mit dem schwerbehinderten Mann.
Denn wenn jemand krank wird, fragen wir zuersteinmal immer, was er bisher bezahlt hat, denn wir sind eine rein pekuniäre Solidargemeinschaft, oder schon vergessen?
Ekelhaft...
Jeder also, der in das Ausland arbeiten geht, dem ist Deutschland nicht gut genug?
Aber Sie haben natürlich recht, lassen wir die Frau und die beiden Kinder einfach alleine mit dem schwerbehinderten Mann.
Denn wenn jemand krank wird, fragen wir zuersteinmal immer, was er bisher bezahlt hat, denn wir sind eine rein pekuniäre Solidargemeinschaft, oder schon vergessen?
Ekelhaft...
Jeder also, der in das Ausland arbeiten geht, dem ist Deutschland nicht gut genug?
Aber Sie haben natürlich recht, lassen wir die Frau und die beiden Kinder einfach alleine mit dem schwerbehinderten Mann.
Denn wenn jemand krank wird, fragen wir zuersteinmal immer, was er bisher bezahlt hat, denn wir sind eine rein pekuniäre Solidargemeinschaft, oder schon vergessen?
Ekelhaft...
Mir stellt sich hier die alte Frage: Was will uns der Autor damit sagen?
Dass es schlimme Schicksale gibt? Dass wir eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen sollen? Sorry, mehr fällt kann ich da nicht rauslesen, wenngleich ich zugeben muss, dass ich da in der Schule auch schon immer meine Probleme hatte, den tieferen Sinn "zwischen den Zeilen" zu erkennen...
Nebenbei bemerkt fällt aus auch mir schwer, hier irgendeine Form der Anteilnahme zu entwickeln, wenn jemand jahrelang keine Sozialbeiträge zahlt und dann entsprechend Probleme hat, Sozialleistungen zu empfangen. Ich muss in diesem Fall davon ausgehen, dass die betreffende Person in den fetten Jahren privat vorgesorgt hat und jetzt keine Probleme damit hat, alle Behandlungen sowie die Ausbildung der Kinder und laufende Kosten zu bezahlen.
@diabolos: Solidargemeinschaft lebt davon, dass man in guten Zeiten gibt und in schlechten bekommt. Und es gibt keine Frage: ein Neugeborenes bekommt vom ersten Tag an die Solidargemeinsachaft.
Ich lebe selbst im Ausland und bezahle brav meinem berufsständigen Versorgungswerk die Mindestbeiträge und auch meine Anwartschaft der PKV weiter. Das Geld fehlt mir natürlich: um Nutella und Pasta zu besorgen. Und was die Bürokratie angeht: in den meisten Ländern mit Traumstrand ist diese für die einheimische Bevölkerung jenseits der Weltkonzerne sicher härter als die deutsche für die rückgekehrten Expats.
Und letztlich zahklt die Solidargemeinschaft doch: für den Schulbesuch von jemandens Kinder, der normalerweise mit wohligem Schauer die Berichte über deutsche Schulprobleme im Internet gelesen hat, aber nie Steuern bezahlt hat, dito das Harzt IV oder die Sozialhilfe. Für deren Krankenversorgung und ggdf. Psychologen etc. pp.
So schlimm ist das een nicht mit der Solidargemeinschaft. Gott - und den Deppen, die jahrelang zahlen- sei Dank.
Intelligentes und vorausschauendes Handeln sieht anders aus.
Aber wegen primitiver Neidgefühle auf einen Menschen zu zeigen, der nie wieder laufen und sprechen wird (medizinisch gesehen das höchstwahrscheinliche), und ihn zu verhöhnen und seine minderjährigen Kinder quasi in Geiselhaft zu nehmen, widerspricht dem Grundgedanken der Menschlichkeit.
Intelligentes und vorausschauendes Handeln sieht anders aus.
Aber wegen primitiver Neidgefühle auf einen Menschen zu zeigen, der nie wieder laufen und sprechen wird (medizinisch gesehen das höchstwahrscheinliche), und ihn zu verhöhnen und seine minderjährigen Kinder quasi in Geiselhaft zu nehmen, widerspricht dem Grundgedanken der Menschlichkeit.
Intelligentes und vorausschauendes Handeln sieht anders aus.
Aber wegen primitiver Neidgefühle auf einen Menschen zu zeigen, der nie wieder laufen und sprechen wird (medizinisch gesehen das höchstwahrscheinliche), und ihn zu verhöhnen und seine minderjährigen Kinder quasi in Geiselhaft zu nehmen, widerspricht dem Grundgedanken der Menschlichkeit.
"minderjährige Kinder in Geiselhaft"...was soll DAS denn jetzt für eine dümmliche Polemik werden? Wenn Sie schon das Wörterbuch des Unmenschen...pardon: des Liberalen! zitieren wollen, dann tun Sie es doch bitte vollständig, so wie Herr Michalski es vermutlich ebenfalls getan hat, als er noch obenauf war: "EIGENVERANTWORTUNG". Schon mal gehört?
Googeln Sie mal nach "zoon politikon":
http://de.wikipedia.org/w...
Der Mensch ist "ein soziales, auf Gemeinschaft angelegtes und Gemeinschaft bildendes Lebewesen".
Familie Michalski hat sich - freiwillig! - aus der deutschen "Gemeinschaft" abgemeldet, ALS ES IHNEN GUT GING. Deutschland war ihnen nicht mal mehr gut genug, um ihre Kinder hier auf eine Schule zu schicken, ALS ES IHNEN GUT GING. Sie "rechneten (...) nicht mehr mit ihrer Rückkehr und zahlten nicht mehr in die BfA ein", ALS ES IHNEN GUT GING. Und JETZT, wo es ihnen - unverschuldet, keine Frage - dreckig geht, erinnern Sie sich der Vorteile der deutschen Solidar"Gemeinschaft", und kommen wieder zurück?
Was soll die deutsche Solidar"Gemeinschaft" denn nun Ihrer Meinung nach tun? Herrn Michalski einen Wagen mit Chauffeur stellen, um ihn zur Reha zu fahren? Den Kindern das Elite-Internat in England weiter sponsorn? Was?
Sorry, wenn das Ihr Weltbild sprengt, aber das hat mit NEID absolut nix zu tun...nur mit Konsequenz. Wer sich erst versichern will, wenn das Haus schon brennt, der kommt halt zu spät...und dann bestraft ihn bekanntlich das Leben. Oder so.
"minderjährige Kinder in Geiselhaft"...was soll DAS denn jetzt für eine dümmliche Polemik werden? Wenn Sie schon das Wörterbuch des Unmenschen...pardon: des Liberalen! zitieren wollen, dann tun Sie es doch bitte vollständig, so wie Herr Michalski es vermutlich ebenfalls getan hat, als er noch obenauf war: "EIGENVERANTWORTUNG". Schon mal gehört?
Googeln Sie mal nach "zoon politikon":
http://de.wikipedia.org/w...
Der Mensch ist "ein soziales, auf Gemeinschaft angelegtes und Gemeinschaft bildendes Lebewesen".
Familie Michalski hat sich - freiwillig! - aus der deutschen "Gemeinschaft" abgemeldet, ALS ES IHNEN GUT GING. Deutschland war ihnen nicht mal mehr gut genug, um ihre Kinder hier auf eine Schule zu schicken, ALS ES IHNEN GUT GING. Sie "rechneten (...) nicht mehr mit ihrer Rückkehr und zahlten nicht mehr in die BfA ein", ALS ES IHNEN GUT GING. Und JETZT, wo es ihnen - unverschuldet, keine Frage - dreckig geht, erinnern Sie sich der Vorteile der deutschen Solidar"Gemeinschaft", und kommen wieder zurück?
Was soll die deutsche Solidar"Gemeinschaft" denn nun Ihrer Meinung nach tun? Herrn Michalski einen Wagen mit Chauffeur stellen, um ihn zur Reha zu fahren? Den Kindern das Elite-Internat in England weiter sponsorn? Was?
Sorry, wenn das Ihr Weltbild sprengt, aber das hat mit NEID absolut nix zu tun...nur mit Konsequenz. Wer sich erst versichern will, wenn das Haus schon brennt, der kommt halt zu spät...und dann bestraft ihn bekanntlich das Leben. Oder so.
"minderjährige Kinder in Geiselhaft"...was soll DAS denn jetzt für eine dümmliche Polemik werden? Wenn Sie schon das Wörterbuch des Unmenschen...pardon: des Liberalen! zitieren wollen, dann tun Sie es doch bitte vollständig, so wie Herr Michalski es vermutlich ebenfalls getan hat, als er noch obenauf war: "EIGENVERANTWORTUNG". Schon mal gehört?
Googeln Sie mal nach "zoon politikon":
http://de.wikipedia.org/w...
Der Mensch ist "ein soziales, auf Gemeinschaft angelegtes und Gemeinschaft bildendes Lebewesen".
Familie Michalski hat sich - freiwillig! - aus der deutschen "Gemeinschaft" abgemeldet, ALS ES IHNEN GUT GING. Deutschland war ihnen nicht mal mehr gut genug, um ihre Kinder hier auf eine Schule zu schicken, ALS ES IHNEN GUT GING. Sie "rechneten (...) nicht mehr mit ihrer Rückkehr und zahlten nicht mehr in die BfA ein", ALS ES IHNEN GUT GING. Und JETZT, wo es ihnen - unverschuldet, keine Frage - dreckig geht, erinnern Sie sich der Vorteile der deutschen Solidar"Gemeinschaft", und kommen wieder zurück?
Was soll die deutsche Solidar"Gemeinschaft" denn nun Ihrer Meinung nach tun? Herrn Michalski einen Wagen mit Chauffeur stellen, um ihn zur Reha zu fahren? Den Kindern das Elite-Internat in England weiter sponsorn? Was?
Sorry, wenn das Ihr Weltbild sprengt, aber das hat mit NEID absolut nix zu tun...nur mit Konsequenz. Wer sich erst versichern will, wenn das Haus schon brennt, der kommt halt zu spät...und dann bestraft ihn bekanntlich das Leben. Oder so.
Hätten Sie meinen Beitrag Nr. 6 aufmerksam gelesen, wäre Ihnen vielleicht aufgefallen, dass ich nicht in der Sache mit Ihnen nicht übereinstimme. Man hätte jedoch in Anbetracht des im Artikel geschilderten persönlichen Schicksals sich zurückhaltender, allgemeiner ausdrücken können. Die Antipathie, die hier gezeigt wurde, einem Menschen gegenüber, der mit eines der furchtbarsten Schicksale erlitten hat, die die Neurologie zu bieten hat, fand ich unangemessen.
Ich zitiere Sie selbst: "warum sollte die deutsche Solidargemeinschaft sich nun um sie kümmern". Mit "sie" waren "die Michalskis" gemeint. Sie selbst haben also die Meinung vertreten, die deutsche Solidargemeinschaft solle sich auch nicht um die minderjährigen Kinder kümmern. Der Hinweis darauf sei aber "dümmliche Polemik"?
Zum meinen Vorwürfen fällt mir nach Ihrer Antwort nur ein Satz von Mark Twain ein:
"It is better to keep your mouth closed and let people think you are a fool than to open it and remove all doubt."
Hätten Sie meinen Beitrag Nr. 6 aufmerksam gelesen, wäre Ihnen vielleicht aufgefallen, dass ich nicht in der Sache mit Ihnen nicht übereinstimme. Man hätte jedoch in Anbetracht des im Artikel geschilderten persönlichen Schicksals sich zurückhaltender, allgemeiner ausdrücken können. Die Antipathie, die hier gezeigt wurde, einem Menschen gegenüber, der mit eines der furchtbarsten Schicksale erlitten hat, die die Neurologie zu bieten hat, fand ich unangemessen.
Ich zitiere Sie selbst: "warum sollte die deutsche Solidargemeinschaft sich nun um sie kümmern". Mit "sie" waren "die Michalskis" gemeint. Sie selbst haben also die Meinung vertreten, die deutsche Solidargemeinschaft solle sich auch nicht um die minderjährigen Kinder kümmern. Der Hinweis darauf sei aber "dümmliche Polemik"?
Zum meinen Vorwürfen fällt mir nach Ihrer Antwort nur ein Satz von Mark Twain ein:
"It is better to keep your mouth closed and let people think you are a fool than to open it and remove all doubt."
Hätten Sie meinen Beitrag Nr. 6 aufmerksam gelesen, wäre Ihnen vielleicht aufgefallen, dass ich nicht in der Sache mit Ihnen nicht übereinstimme. Man hätte jedoch in Anbetracht des im Artikel geschilderten persönlichen Schicksals sich zurückhaltender, allgemeiner ausdrücken können. Die Antipathie, die hier gezeigt wurde, einem Menschen gegenüber, der mit eines der furchtbarsten Schicksale erlitten hat, die die Neurologie zu bieten hat, fand ich unangemessen.
Ich zitiere Sie selbst: "warum sollte die deutsche Solidargemeinschaft sich nun um sie kümmern". Mit "sie" waren "die Michalskis" gemeint. Sie selbst haben also die Meinung vertreten, die deutsche Solidargemeinschaft solle sich auch nicht um die minderjährigen Kinder kümmern. Der Hinweis darauf sei aber "dümmliche Polemik"?
Zum meinen Vorwürfen fällt mir nach Ihrer Antwort nur ein Satz von Mark Twain ein:
"It is better to keep your mouth closed and let people think you are a fool than to open it and remove all doubt."
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