Verhaltensmuster durchbrechen
Frage: Angenommen, ein Mensch hat immer seine Ziele erreicht – was passiert mit dem?
Frey: Dem fehlen die Leitplanken. Er weiß nicht, wo seine Grenzen sind. Es kann sein, dass er ein Unternehmen in den Ruin führt, weil er Geschäfte anbahnt, die zu riskant sind. Dieser Mensch verliert das Gefühl fürs Risiko und er erlebt Scheitern als eine Extremerfahrung – so wie einen Blitzschlag.
Frage: Falls es doch schief geht, wie schlimm ist das überhaupt?
Frey: Es gibt Menschen, für die waren Misserfolge die wichtigsten Lernerfahrungen ihres Lebens. Sie leiden nicht darunter, weil sie etwas Positives daraus gemacht haben. Andere wiederum vermeiden persönliche Pleiten, weil sie damit nicht umgehen können. Die legen deswegen ihre Messlatte so niedrig, dass möglichst nichts schiefläuft. Dabei ist Scheitern eine Grundlage für erfolgreiches Handeln. Nachhaltig erfolgreich ist nur, wer auch mal Rückschläge einstecken musste. Denn nur wer scheitert, weiß, wie Erfolg tatsächlich funktioniert.
Frage: Wie wendet man Scheitern in Erfolg?
Frey: Manchen hilft ein Buch. Ein Klassiker ist "Die Anleitung zum Unglücklichsein" von Paul Watzlawick. Und Dietrich Dörner hat ein Buch geschrieben zur "Logik des Misslingens". Beide helfen, persönliche Handlungsmuster zu erkennen. Plötzlich kann man über seine leidvolle Erfahrung herzlich lachen, weil man erkennt, wie absurd manche Verhaltensmuster sind: Man strengt sich an, man strengt sich noch mehr an und glaubt, so werde etwas besser. Aber nein, das Rezept für ein gelungenes Comeback ist ein verändertes Verständnis für die eigene Situation und eine neue Strategie.
Thomas Frey ist Psychologe und arbeitet bei der Unternehmens- und Personalberatung O&P Consult, zudem ist er Coach an der Führungsakademie Baden-Württemberg sowie der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Die Fragen stellte Annina Reimann. Der Artikel ist in Junge Karriere erschienen.
- Datum 19.11.2009 - 17:21 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE, Junge Karriere
- Kommentare 19
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:









soll man dazu sagen? Jemand hat ein Buch geschrieben, in dem Großmutters Weisheiten stehen?
Eine Scheitererfahrung kann auch befreiend wirken – und eine Chance für etwas Neues sein"
Oh ja und wie! Ich würde sagen, nichts kann einen mehr befreien als das. Was Sie mit "Chance für Neues" meinen, kann ich nicht genau sagen. Meinen Sie, dass einer anderer seinen Job kriegt?
Vielleicht findet derjenige aber eine bessere Stelle gerade weil er diesen Job nicht bekommen hat und er weiter suchen musste..
"Chancen für Neues"; das kann dann jeder subjektiv für sich auslegen, was damit gemeint sein kann.
Vielleicht findet derjenige aber eine bessere Stelle gerade weil er diesen Job nicht bekommen hat und er weiter suchen musste..
"Chancen für Neues"; das kann dann jeder subjektiv für sich auslegen, was damit gemeint sein kann.
Vielleicht findet derjenige aber eine bessere Stelle gerade weil er diesen Job nicht bekommen hat und er weiter suchen musste..
"Chancen für Neues"; das kann dann jeder subjektiv für sich auslegen, was damit gemeint sein kann.
Ich glaube, dieses Interview ist ein reiner Marketing -Trick, um am Schluss auf das Portal "Junge Karriere" aufmerksam zu machen. Das ist - wie Sie ja auch schon bemerkt haben - kein substantieller Beitrag zum Thema, das ist Gewäsch.
Zitat Headline: "Wer nie scheitert, dem fehlen Leitplanken".
Es gibt auch Leute, die an Leitplanken gescheitert sind...
"Tolle Wurst"!
Hab mich hier in der BRD arm gearbeitet...
Aber... ... kein Witz... aktuelles Job-Angebot bekommen im Ausland:
Kabul!... ... mal sehen, wie das nächste "scheitern" aussieht!...
denn gescheitert ist man schnell, wenn man sich nicht unterwirft, nicht den Wie-auch-immer-Gesetzen der Wirtschaft, des Betriebes, der Direktion folgt. Dennoch klingt es wie aufgesetzte Beruhigung. Sind es die wichtigsten Spielregeln? ... http://viereggtext.blogsp...
Thomas Frey ist Psychologe und arbeitet bei der Unternehmens- und Personalberatung. O&P Consult.
Donnerwetter! Unternehmens- und Personalberatung in einem und dann auch noch 'ne Firma mit der hyperinflationärem Bezeichnung "Consult".
Die Beschreibung mit den Leitplanken fand ich nicht schlecht. Ich find' ja auch einen von Stromberg gut:
"Wenn Du schon auf der Titanic fährst, dann setzt Du am besten noch Hein Blöd ans Steuer."
"Wenn Du schon auf der Titanic fährst, dann setzt Du am besten noch Hein Blöd ans Steuer."
... Der war gut!
"Wenn Du schon auf der Titanic fährst, dann setzt Du am besten noch Hein Blöd ans Steuer."
... Der war gut!
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren