Was das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz sagt
Eine so genannte Arbeitnehmerüberlassung liegt vor, wenn ein Arbeitgeber als Verleiher einem anderen Arbeitgeber – dem Entleiher – vorübergehend seine Arbeitskräfte als Leiharbeitnehmer zur Verfügung stellt. Das Ob und Wie dieser gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung regelt ein eigenes Gesetz, das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG).
Der Leiharbeitnehmer schließt zur Aufnahme seiner Leiharbeit keinen neuen Arbeitsvertrag mit dem entleihenden Arbeitgeber. Sein bisheriger Vertrag mit dem verleihenden Arbeitgeber gilt fort. Von ihm bezieht er auch den Lohn. Nach dem AÜG sollte jedoch der Leiharbeiter dasselbe verdienen wie der Mitarbeiter im Entleiher-Unternehmen. Eine Intention, die in der Praxis jedoch meist umschifft wird.
Denn es gibt auch Ausnahmen, die den Lohnunterschied zwischen Stammbelegschaft und Leiharbeitern rechtfertigen. Abgewichen werden darf zum einen bei neu eingestellten Arbeitslosen, aber nur innerhalb der ersten sechs Wochen des Leiharbeitsverhältnisses. Zum anderen kann ein Tarifvertrag eine abweichende Regelung zulassen, wenn auf einen für den Verleiher geltenden Tarifvertrag verwiesen wird. Und hiervon wird oft Gebrauch gemacht.
Verstoßen Arbeitgeber gegen diese Regeln, handelt es sich um eine "illegale Arbeitnehmerüberlassung". Ab diesem Zeitpunkt sind ausgeliehene Arbeitnehmer Kraft Gesetz Angestellte des ausleihenden Unternehmens. Sie dürfen mindestens das Entgelt einfordern, das sie von ihrem bisherigen verleihenden Arbeitgeber erhielten. Ihre Arbeitsverhältnisse sind unbefristet. Nur von vornherein mit dem verleihenden Arbeitgeber vereinbarte Befristungen bestehen fort.
Ihr Ulf Weigelt
Was ist erlaubt, was nicht? Der Berliner Arbeitsrechtler Ulf Weigelt gibt Antworten auf Nutzerfragen. Jede Woche, immer mittwochs.
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- Datum 01.02.2010 - 15:06 Uhr
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Warum nicht gleich Praktika einrichten, dann würden die Leute ganz umsonst arbeiten?
Seit Jahren ist eine enorme Abwärtsspirale in den Löhnen zu beobachten-Lohnverzicht-Billigstlöhne. Hartz-4 war dafür ein Erpressungsszenario.Ist es immer noch.
Ein ich möchte bereits sagen..pintereskes Szenario in Deutschland. Wobei mir auffällt: In der ganzen Welt mimen deutsche Politiker die Gutmenschen, es gehört zum schicken, guten Ton , ökologisch bewegt, aufgeklärt, bewusst zu leben. Am Frühstückstisch bevorzugen wir Eier von glücklichen Hühnern, mindestens Freilauf und mit Bio gefüttert.Bloss nicht von gequälten Hühnern, die nicht artgerecht Eier legten.
Menschen im eigenen land gegenüber sind wir verhaltensstarr-verhaltensauffälligerweise-als habe sich das gemütskalte Deutschland an auch eine hohe Sockelarbeitslosigkeit gewöhnt. Millionen schikaniert-ausgegrenzt--in Hartz 4. Gedemütigt mit 1-Euro-Jobs, mit Scheinweiterbildungen aus der Arbeitslosenstatistik gemogelt-wir gewöhnten uns auch-Eier glücklicher Hühner am Frühstückstisch schmausend-an Billigstlöhne.
Hühnern hierzulande geht´s besser, wirklich-Hühnern gegenüber sind wir human.Tiere haben mehr Rechte mittlerweile...was ist in Deutschland los?
Gut ausgebildete Mütter haben kaum eine Chance, nach Babypause in Teilzeit, Vollzeit zurückzukehren...es ist Zeit für ein anderes denken im Land der immerhin glücklichen Hühner."Der Markt wird´s schon richten"-posaunten einige...schwupps, da kollabierten die Banken.Menschen sind kostenfaktoren.
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