Krankenstand nach Branchen Straßenkehrer sind am häufigsten krank
Krankenversicherung stellt die krankheitsbedingten Fehltage von Berufsgruppen gegenüber: Naturwissenschaftler fehlen fast nie
Überraschendes Ergebnis einer Studie: Straßenkehrer sind am häufigsten krank, Naturwissenschaftler fehlen am seltensten am Arbeitsplatz. Das hat eine Auswertung von Versichertendaten der KKH-Allianz ergeben, die am Freitag in Hannover vorgestellt wurde. Straßenreiniger fehlen demnach im Durchschnitt 35 Tage pro Jahr, Versicherungsangestellte und Krankenpfleger 30 Tage, Telefonisten und Gebäudereiniger 27 Tage. Naturwissenschaftler sind nur 5 Tage krank, Elektroingenieure und Juristen 6 Tage, Geisteswissenschaftler und Maschinenbauer 7 Tage. Wissen um die Gesundheit schützt der Statistik der Krankenkasse zufolge nicht vor Krankheit: Ärzte fehlen im Durchschnitt 10 Tage im Jahr.
Häufiger krank sind demnach auch Sozialarbeiter (26 Tage) und Gärtner (24 Tage). Weniger Ausfälle gibt es bei Hochschullehrern und Publizisten (8 Tage). Während Frauen 17 Tage im Jahr krankgeschrieben werden, fehlen Männer im Durchschnitt an 15 Tagen. Besonders gesund ist die Altersgruppe der 26- bis 35-Jährigen. Hier fehlten Frauen und Männer im Durchschnitt nur an 11 Tagen. Häufiger krank ist die Altersgruppe über 55 Jahre mit durchschnittlich 25 Fehltagen.
Hauptsächlich sind der Auswertung nach Muskel- und Knochenerkrankungen, Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfälle sowie Atemwegs- und Lungenerkrankungen für das Fehlen verantwortlich.
- Datum 29.01.2010 - 16:39 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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