Fachkräftemangel Schnelle Anerkennung für den Auslandsabschluss

Qualifizierte Migranten sollen schneller als Fachkräfte in Deutschland arbeiten dürfen. Noch in diesem Jahr soll ein Gesetz in Kraft treten.

Die Bundesregierung will die Anerkennung ausländischer Bildungs- und Berufsabschlüsse erleichtern. "Wir brauchen qualifizierte Zuwanderer dringend in ihren erlernten Berufen", sagte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, in Oldenburg bei der Bundeskonferenz der Integrations- und Ausländerbeauftragten. Das Bundeskabinett habe bereits Eckpunkte für eine gesetzliche Regelung verabschiedet. Nun müssten vor allem die Länder schnelle Schritte einleiten. "Die Gesetzesvorhaben sollten in diesem Jahr unter Dach und Fach sein."

Schon jetzt sei der Fachkräftemangel in vielen Branchen wie im Handwerk oder im Pflegebereich spürbar, sagte die CDU-Politikerin. Auch im öffentlichen Dienst würden mehr Menschen mit ausländischen Wurzeln gebraucht. Es dürfe nicht sein, dass qualifizierte Migranten Hartz IV beziehen müssten, nur weil ihre Ausbildung nicht anerkannt werde.

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Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) erklärte, je qualifizierter die Migranten seien, desto schwieriger sei es für sie, einen Job zu bekommen. "Wir müssen das mit den Unternehmen thematisieren", sagte er. "Die Verschiedenheit der Beschäftigten ist eine Chance."

In Deutschland leben etwa 15 Millionen Menschen mit ausländischen Wurzeln. Um deren Potenziale besser zu nutzen, forderte Böhmer auf der zweitägigen Konferenz mit 300 Integrationsexperten eine nationale Bildungsoffensive. Zahlen belegten die Notwendigkeit: So hätten 2008 insgesamt 15 Prozent der ausländischen Jugendlichen die Schule ohne Abschluss verlassen. Entscheidend sei die Sprachförderung von Anfang an, betonte Böhmer. "Wer nicht gut Deutsch spricht, ist nur Zaungast in unserem Land."

 
Leser-Kommentare
  1. Bitte verzichten Sie auf Beleidigungen. Danke, die Redaktion/fk.

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    Man hat bemerkt das deutsche Lehrer es nicht bringen, da kann man doch ganz schnell und billig die alten Soviet Lehrer reaktivieren.

    PISA wir kommen, endlich! ;-)

    Man hat bemerkt das deutsche Lehrer es nicht bringen, da kann man doch ganz schnell und billig die alten Soviet Lehrer reaktivieren.

    PISA wir kommen, endlich! ;-)

  2. Man hat bemerkt das deutsche Lehrer es nicht bringen, da kann man doch ganz schnell und billig die alten Soviet Lehrer reaktivieren.

    PISA wir kommen, endlich! ;-)

    Antwort auf "Was ist passiert???"
    • lepkeb
    • 26.04.2010 um 19:53 Uhr

    nachdem die Schwemme an ostdt. Fachkräfte abgeebt ist und damit kein Druck mehr auf den dt. Arbeitsmarkt ausgübt werden kann, müssen jetzt verstärkt Migranten dafür herhalten, um die Lohndrückerei aufrechtzuerhalten.
    Denk ich an D-land in der Nacht (hier in Canada sehr oft) bin ich um den Schlaf gebracht. Vielleicht sollte sich Frau Böhmer mal mit ihren Kollegen hier über den Wert von s.g. Fachkräften unterhalten, denn den Fehler hat man hier schon erkannt und korrigiert.
    Gut ist auch die Zahl (15 Millionen Menschen mit ausländischen Wurzeln), dass sind fast 1/5 der Gesamtbevölkerung, da weis man wo die Reise hingeht.

  3. "Die Bundesregierung will die Anerkennung ausländischer Bildungs- und Berufsabschlüsse erleichtern. [...] Das Bundeskabinett habe bereits Eckpunkte für eine gesetzliche Regelung verabschiedet. Nun müssten vor allem die Länder schnelle Schritte einleiten."

    Eine neue gesetzliche Regelung? Handelt es sich hier um den Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR), der im Rahmen des European Qualifikation Framework (EQF), erarbeitet wird?

    • exi2
    • 28.04.2010 um 3:05 Uhr

    und die Migranten können nicht mehr mit Hungerlöhnen abgespeist werden. Statt 8 Millionen Arbeitslosen Fachkräfte haben wir dann 8.5 Millionen Arbeitslose Fachkräfte. Und statt zighunderttausend neuer Arbeitsplätze haben wir ein millionenfaches Gejaule der Industriellen, weil angeblich keine Fachkräfte da wären.
    Frau Böhmer und Hr. Wulff p*ss*n sich und ihren Sponsoren selbst ans Bein. Sie haben restlos vergessen, daß ein in Deutschland anerkannter Abschluß nichts wert ist und auf direktem Weg in den Hartzmurks führt.

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