Krankenstand Deutsche trauen sich wieder, krank zu sein

Die Arbeitnehmer in Deutschland haben sich im ersten Quartal des Jahres deutlich häufiger krankgemeldet. Arbeitsmarktexperten werten das als Zeichen des Aufschwungs.

Die Arbeitnehmer in den deutschen Betrieben haben sich in den ersten drei Monaten dieses Jahres deutlich häufiger krankgemeldet als noch vor einem Jahr. Sie fehlten im ersten Quartal 2010 aus Krankheitsgründen an 2,1 Arbeitstagen. Das geht aus den auf neuesten Statistiken des Bundesgesundheitsministeriums hervor.

Damit konnten krankheitsbedingt in diesem Zeitraum 3,66 Prozent der Sollarbeitszeit nicht erfüllt werden. Das sind zwölf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Frauen fehlten laut der Statistik in den ersten drei Monaten 2010 mit 3,85 Prozent der Sollarbeitszeit deutlich häufiger als Männer mit 3,49 Prozent. Dies entspricht der Entwicklung der vergangenen Jahre.

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Die Statistik des Ministeriums erfasst die Krankenstände aller gesetzlich versicherten Arbeitnehmer. Arbeitsmarktexperten machen für den Anstieg der Krankenstände neben saisonalen Einflüssen auch eine leicht verbesserte konjunkturelle Situation verantwortlich. In Krisenzeiten nähmen die Fehlquoten nach Ansicht der Experten dagegen tendenziell ab, weil viele Arbeitnehmer fürchten, im Krankheitsfall den Job zu gefährden.

 
Leser-Kommentare
    • 2ndSky
    • 26.04.2010 um 15:22 Uhr

    Erinnern wir uns doch einmal an die ersten Monate des Jahres: im Dezember 2009 bis Januar / Februar 2010 erreichte die "Schweinegrippe"-Welle in Deutschland Ihren Höhepunkt. Jede kleine Schnupfennase wurde damals in fast allen Betrieben vorsorglich nach Hause geschickt, um ein Ausbreiten zu verhindern. Ein Vergleich zu 2009 ist von daher nur begrenzt machbar.

    Aber in 2 Wochen ist Wahl und wir brauchen einen Aufschwung....

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    wollte auch gerade einen solchen Kommentar verfassen. In Anbetracht der Schweinegrippe und der nur leicht gestiegenen Zahl von Krankmeldungen könnte man sogar von einer weiteren Krise sprechen.

    Das immer noch so viele zur Arbeit gehen, obwohl sie von einer Pandemie dahingerafft wurden spricht Bände ;-)

    wollte auch gerade einen solchen Kommentar verfassen. In Anbetracht der Schweinegrippe und der nur leicht gestiegenen Zahl von Krankmeldungen könnte man sogar von einer weiteren Krise sprechen.

    Das immer noch so viele zur Arbeit gehen, obwohl sie von einer Pandemie dahingerafft wurden spricht Bände ;-)

  1. wollte auch gerade einen solchen Kommentar verfassen. In Anbetracht der Schweinegrippe und der nur leicht gestiegenen Zahl von Krankmeldungen könnte man sogar von einer weiteren Krise sprechen.

    Das immer noch so viele zur Arbeit gehen, obwohl sie von einer Pandemie dahingerafft wurden spricht Bände ;-)

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