Behinderte Merkel fordert mehr Jobs für Menschen mit Handicap
Noch immer erleben Behinderte Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt. Jetzt hat die Bundeskanzlerin die Wirtschaft aufgefordert, für eine bessere Integration zu sorgen.
Kanzlerin Angela Merkel hat die Wirtschaft aufgefordert, mehr Arbeitsplätze für Behinderte bereitzustellen. Die Wirtschaft solle Angebote machen, Arbeitsplätze anbieten und sichern, sagte die CDU-Politikerin nach einem Besuch der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Bielefeld. Integration sei auch das zentrale Anliegen der EU-Behindertenrechtskonvention. Diese sei zwar ratifiziert, müsse aber in vielen Bereichen noch mit Leben gefüllt werden.
Bethel-Vorstandschef Ulrich Pohl bat Merkel um eine rasche Lösung für die Zivildienstleistenden, die nach der geplanten Verkürzung von neun auf sechs Monate ihre Dienstzeit freiwillig verlängern wollen. Von den rund 120 Zivildienstleistenden in Bethel würden dies rund zwei Drittel tun. Man sei auf einem guten Weg, dafür eine Lösung zu finden, sagte Merkel.
Die Unterstützung für die Wohlfahrtsverbände sei in den vergangenen Jahren nicht zusammengekürzt worden, betonte die Kanzlerin. "Ich sage Ihnen zu, dass wir alles daran setzen werden, dass wir gerade diese Arbeit hier auf einer tragfähigen Grundlage lassen."
Bundesweit gibt es nach Angaben der Stiftungen rund 715 anerkannte Werkstätten für Menschen mit Behinderung mit insgesamt 275.000 Plätzen. In den Bielefelder Bethel-Werkstätten arbeiten rund 2100 behinderte Menschen. Mit insgesamt 15.000 Beschäftigten ist Bethel die größte diakonische Einrichtung Europas.
Der Vater der Kanzlerin, Pastor Horst Kasner, hat einen Teil seines Theologiestudiums in Bethel an der Kirchlichen Hochschule absolviert. Merkel übergab Pohl eine Privatspende in Höhe von 1500 Euro.
- Datum 27.04.2010 - 17:31 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Glaubt unsere Meckpommerin eigentlich an ihre Lügen? Labert sie nur den Stuss den ihr Redenschreiber empfiehlt? [...] Oder warum, so muß man fragen, erzählt sie seit Jahren dieselben Worthülsen, macht dieselben Versprechungen (oder Versprecher?) und versprcht das Blaue vom Himmel ohne jemals ihr Wort einzulösen?
Sie will alles daran setzen, daß gerade diese Arbeit auf eine tragfähigen Grundlage bleibt. Und natürlich will sie der Industrie Angebote machen, Arbeitsplätze anzubieten und zu sichern. Ja, klar, das hat sie auch schon beim fachmännerkränkeligen Ingenieursbereich versprochen - war nur heiße Luft. Das hat sie auch beim absolventenmissenden Lehrbetrieb versprochen - war nur heiße Luft. Das verspricht sie ständig dem etatgeplünderten Sozialbereich - war nur heiße Luft. Aber jetzt und heute sollen wir Tante Angie glauben? Nenene, es mag sein, daß die Dame [...] eine Fehlbesetzung ist. Aber das Volk ist es nicht, nicht einmal kollektiv.
Und noch was: 1500€ als Spende? Geizig ist sie also auch noch. Es gibt bereits private Spender die in dieser Größenordnung glänzen. Da muß sich die Angie wirklich schämen nicht eine Null mehr angehängt zu haben. Was gibt es beim nächsten Mal: Frau Bundeskanzler spendet eine Rolle Toilettenpapier für das Werksklo?
[Gekürzt, bitte sehen Sie von persönlichen Anwürfen ab und bemühen Sie sich, Ihre Kritik sachlich und konstruktiv zu formulieren. Danke. /Die Redaktion pt.]
Eigentlich sollte die Kanzlerin wissen, was der Bundestag ratifiziert hat, nämlich die UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen. Es geht nämlich nicht um bloße Integration, sondern Inklusion ist gefordert und das fängt bereits in der frühesten Kindheitan.
Inklusion ist der Schlüsselbegriff der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die 2009 auch in Deutschland in Kraft trat. Inklusion bezeichnet das selbstverständliche und gleichberechtigte Zusammenleben aller Menschen von Anfang an und löst den Begriff der Integration ab. Konkret bedeutet das: gleiche Chancen für alle im Bildungssystem, am Arbeitsmarkt, bei Wohnmöglichkeiten und der Zugänglichkeit von Arztpraxen, Internetangeboten oder Universitäten. Dasselbe gilt auch im Bereich der Freizeitgestaltung - zum Beispiel beim Mitwirken in einem Verein oder beim Besuch von Kultureinrichtungen.
Die Realität ist, dass viele CDU-geführte Landesregierungen
die Umsetzung verwässern wollen. Da ist nicht nur von der Kanzlerin sondern erst recht von der CDU-Vorsitzenden ein deutliches Wort gefordert, falls das C im Parteinamen noch einen Sinn haben soll.
Dr. Gerfried Stanzel, Bielefeld
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Beleidigungen und bemühen Sie sich um einen sachlichen Diskussionsbeitrag. Danke. Die Redaktion/ag
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