Personalentwicklung Karriere mit der Aldi-Akademie
Discounter sind als Arbeitgeber in Verruf geraten. Wal-Mart, Lidl und Aldi wollen nun mit Aus- und Weiterbildungsangeboten beliebte Arbeitgeber werden.
Als Arbeitgeber genießen Aldi, Lidl und Co. einen schlechten Ruf: billige Preise, geringer Stundenlohn, schlechte Arbeitsbedingungen. Bislang fielen die Discounter eher durch Skandale als durch positive Nachrichten auf. Das ist problematisch: Gutes, engagiertes Personal zu finden, wird schwierig. Denn zu den schwarzen Schafen will niemand . Nun feilen einige Discounter emsig an ihrem Image und bieten ihren Mitarbeitern eine Reihe von Aus- und Weiterbildungsprogrammen an.
Der amerikanische Konzern Wal-Mart beispielsweise kooperiert mit einer amerikanischen Online-Universität . Das Unternehmen zahlt einen Teil der Studiengebühren für seine Angestellten und fordert vor allem die Mitarbeiter auf den unteren Positionen auf, sich weiterzuqualifizieren. Rund 50 Millionen Dollar ist dem Unternehmen die Weiterbildung seiner Mitarbeiter wert. Der Konzern hofft auf diese Weise nicht nur seine Mitarbeiter kostengünstig weiterbilden zu können, sondern sie auch langfristig an sich binden zu können. Und natürlich spekuliert man auch auf positive Effekte in der Außenwirkung: Mitarbeitern, denen der Arbeitgeber Perspektiven aufzeigt, sind zufriedener und kommunizieren dies auch nach außen.
Auch in Deutschland hat man diesen Trend erkannt. Wal-Mart gibt es zwar seit 2006 nicht mehr auf dem deutschen Markt. Die Filialen hat die Metro AG übernommen.
Die Metro hat eine sogenannte Corporate University. Dies ist eine unternehmenseigene Einrichtung, in der die Mitarbeiter aus- und fortgebildet werden. Der Konzern arbeitet dabei mit der Universität St. Gallen und dem Institut Européen d’Administration des Affaires in der französischen Stadt Fontainebleau zusammen.
Das Angebot richtet sich allerdings anders als bei Wal-Mart vor allem an die Spitzenkräfte im Unternehmen: Manager und Nachwuchsführungskräfte haben die Möglichkeit an fünf verschieden Programmen teilzunehmen. Inhaltliche Schwerpunkte sind Veränderungsmanagement, Handelsmarketing, Logistik, E-Commerce und Unternehmenszusammenschlüsse.
- Datum 21.07.2010 - 14:58 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Wenn ich bei Lidl an der Kasse stehe, sehe ich hinter der Kasse das plakatierte Plastiklächeln zweier mäppchenhaltend-fröhlichen Jugendlichen, die suggerieren ihren Lebenstraum wahr zu machen und frage mich wo nur dieses Lächeln der schnaufenden Verkäuferin verlorengegangen ist.
Vielleicht beim dreibeinigen Spagat zwischen dem Regaleinräumen, dem Fußbodenwischen und der Kasse?
Also ich würde sagen, da hat sich jemand schlecht umgehört.. Für Lidl und Co mag das stimmen (zumal sie ja durch Bespitzelungsskandale negati in die Schlagzeilen gekommen sind) aber Aldi ist schon länger ein Arbeitgeber mit einem ausgezeichneten Ruf. Erstens zahlt Aldi überdurchschnittlich gut und schlechtes über das Arbeitsklima habe ich bis jetzt auch nicht gehört.. Die von Aldi zugesicherten Einstiegsgehälter sind allerdings fast doppelt so hoch wie woanders. Ich kann das nur von meiner Uni weitergeben wo Aldi von Anfang an sogar bei sehr vielen das Studienziel war (also frei nach dem Motto "Ich strenge mich an, vielleicht komme ich dann sogar zu Aldi"). Leider haben sie eben nicht wie im Artikel beschrieben ein Problem mit mangelnden Bewerbungen und können es sich so leisten nur Absolventen mit Bestnoten auszuwählen.
Als Aldi-Führungskraft sind Sie meiner Meinung nach u.a. dafür verantwortlich, dass
- das Personal in den Filialen mit einem bestimmten Arbeitszeit mehr leistet, als in dieser Zeit möglich ist. Zum einen müssen alle Mitarbeiter also schnell arbeiten, zum anderen sind Überstunden nötig, die nicht aufgeschrieben und vergolten werden. Solche Überstunden finden in den Arbeitsverträgen des Verkaufspersonals keine Erwähnung, es gibt also keine Rechtsgrundlage dafür.
- kein Betriebsrat neu gegründet wird. Bestehende Betriebsräte sind eine Ausnahme. Hier ist es hilfreich, im Vorfeld dafür zu sorgen, dass es unter dem Personal einer Filiale keine allzu starken Bindungen gibt. Und dafür, dass sich niemand traut.
- Krankmeldungen sehr selten eingereicht werden.
Ob jemand vielleicht doch noch arbeitsfähig ist, ist oft Auslegungssache. Wenn (z.B. während einer Rezession) die Menschen besonders viel Angst haben, dann ist auch die Krankenrate niedrig.
-Was ist, wenn durch Krankheit oder Alter geschwächte Mitarbeiter die geforderte Leistung nicht mehr erbringen können? Wer alt oder krank ist, kann in Deutschland in der Regel nicht den Job wechseln, Hartz 4 droht. Diese Mitarbeiter klammern sich also an ihren Job, machen aber einen höheren Personaleinsatz nötig.
Wie muss Ihr Führungsstil aussehen, wenn sie diese Anforderungen erfüllen müssen? Haben Sie Mitgefühl mit anderen Menschen?
Delena schreibt, Aldi hätte als Arbeitgeber einen ausgezeichneten Ruf. Ich habe öfters gelesen, dass Experten sagen, Aldi sei kaum besser als Lidl.
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