Nutzerin "Elektra King" dachte immer, guten Mitarbeitern würde nicht gekündigt – bis ihr Arbeitgeber ihr eines Tages ein Einschreiben schickte, das sie sprachlos machte.
Ich erinnere mich noch, wie mir eine Freundin einst erzählte, ihrem Bruder sei gekündigt worden. Er sei am Boden zerstört, fünf erfolgreiche Jahre habe er in seinem Unternehmen verbracht. Seitdem stehe er erst um die Mittagszeit auf, gehe kaum aus dem Haus, außer am Abend, um auszugehen und sich zu betrinken. So habe er sich noch nie verhalten, erzählte meine Freundin. Über die Kündigung würde er nicht sprechen wollen. Arbeiten interessiere ihn nicht mehr und er habe auch keine Lust, sich nach einem neuen Job umzusehen.
Wie kann man zulassen, dass durch eine Kündigung das ganze Leben auf den Kopf gestellt wird? Sicher, seinen Job zu verlieren ist fürchterlich. Ich würde mich aber niemals so gehen lassen. Vermutlich würde ich eh nie in dieser Lage sein. Ich arbeite immer fleißig und gewissenhaft. Ich sage stets ehrlich meine Meinung, auch wenn das einigen nicht passt. Aber Offenheit und Ehrlichkeit können wohl kaum Anlass für eine Kündigung sein. Vielleicht wurde dem Bruder meiner Freundin ja nicht ganz unbegründet gekündigt. Jemandem, der gut arbeitet, wird nicht gekündigt.
Ich habe Urlaub, es läutet an der Tür. Draußen steht ein Postbote mit einem Einschreiben. Während ich unterschreibe, sehe ich das Kuvert und das Logo des Unternehmens, in dem ich arbeite. Ich verabschiede den Postboten, reiße das Kuvert auf und ziehe das Schreiben hervor. Im Betreff lese ich "Auflösung des Dienstverhältnisses".
Mein Herz fängt an zu rasen. Meine Finger zittern, ich bekomme keine Luft mehr. Ich rufe meinen Freund an. Er ist ebenfalls geschockt und sagt, er komme gleich zu mir. Mein Blick fliegt immer wieder über das Schreiben. Es wird nichts begründet, mir wird einfach gekündigt. Das Büro darf ich auch nicht mehr betreten – freigestellt. Am 28. dieses Monats darf ich unter Aufsicht meine Sachen abholen.
Ich rufe in der Personalabteilung an. Der Personalchef ist ungehalten und ermahnt mich, ich solle nicht in diesem Ton mit ihm reden. Dann legt er auf, ohne meine Antwort abzuwarten. Ich rufe beim Betriebsrat an. Er hebt ab, ich beginne zu erzählen, doch er legt auf, ohne etwas zu sagen. Danach ist er nicht mehr erreichbar.
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Später lässt das Herzrasen nach. Ich fühle mich wie in einer Parallelwelt. Ich darf nicht mehr an einen Ort, der vier Jahre ein Teil meines Lebens gewesen ist. Ich kann nicht begreifen, was mit mir gerade passiert ist. Meine Gedanken irren orientierungslos umher. Bei einem Wort bleiben sie stehen: Geld. Was ist, wenn ich keine Arbeit finde? Wer zahlt dann meine Miete? Von was soll ich leben?
Mein Freund kommt vorbei. Doch ich möchte schon gar nicht mehr über die Kündigung reden. In den nächsten Tagen wird das Gefühl bleierner Gleichgültigkeit in mir immer stärker. Ich möchte mit niemandem darüber sprechen. Überhaupt interessiert mich nichts, was mit Arbeit – irgendeiner Arbeit – zu tun hat. Heute Abend gehe ich in der Stadt etwas trinken. Morgen werde ich nicht vor Mittag aufstehen.
Der Artikel erscheint unter einem Pseudonym.








Mich würde interessieren, on diese Frau vielleicht eine höhere Stelle im MGMT gehabt hat. Da kann das schon so zugehen. Bei normalem „Staff“ habe ich so etwas noch nie erlebt, nicht einmal von Hörensagen. Es gab immer ein Vorspiel und Hintergrund bei Kollegen die einzeln gekündigt wurden…
... sie haben ein Stück echtes, wahres Leben zurückerhalten. Machen Sie Urlaub wenn die Finanzen es zulassen, tun Sie etwas das Sie schon lange mal machen wollten.
Ein Job ist nichts dem man lange nachtrauern sollte, ob es nun ein guter oder ein schlechter ist.
Der Mensch wird in der ISO 9000ff unter Ressourcen aufgelistet, das sagt wohl alles oder?
Der Artikel hat für mich zwei Seiten.
Auf der einen Seite beschreibt er sehr gut die emotionale Situation der Betroffenen. Gekündigt zu werden ist nun einmal ein Schicksalsschlag der härteren Art.
Auf der anderen Seite ist der Artikel doch sehr einseitig.
Was immer man Unternehmen und Ihren Chefs auch unterstellen will. Sie handeln selten zum eignen Schaden.
Bei guter Wirtschaftslage und vollen Auftragsbüchern entstehen für Neubesetzungen teilweise extreme Kosten.
Gute, fleißige Mitarbeiter in so einer Situation grundlos zu feuern ist ein Schnitt ins eigene Fleisch.
Es gibt also eigentlich immer (aus Unternehmenssicht) gute Gründe für eine Kündigung:
Kündigungen aus wirtschaftlichen Gründen sind für jeden Unternehmer immer besonders bitter, da man ja damit auch den fehlenden eigenen Erfolg zugibt. Hier gibt es sicher den einen oder anderen, der sich schwertut diese Gründe offen zu nennen. Ist das Unternehmen nicht zu groß, sollte man als halbwegs aufgeweckter Mitarbeiter aber merken, wenn es im eigenen Unternehmen nicht so gut läuft.
Der zweite Punkt betrifft dann leider oft Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung. Nur weil ich mich selber als produktiven und fleißigen Mitarbeiter sehe (das tun die meisten Menschen), heißt das noch nicht dass mich meine Kollegen und Chef auch so sehen.
Aus Sicht der betroffenen Mitarbeiter ist es dann völlig irrelevant, ob sie wirkliche Top-Mitarbeiter sind, oder sich nur so sehen.
Obwohl man es kaum glauben kann, ist weder Minderleistung noch Faulheit ein Kündigungsgrund. Ohne vorherige Abmahnung liefe da sowieso nichts. Und eine betriebsbedingte Kündigung muss genauso begründet werden wie eine personenbedingte.
http://arbeits-abc.de/50-...
Nein, Sie haben völlig Recht: Selbst wenn ein Unternehmer einem guten Arbeitnehmer kündigen dürfte, würde er sich ins eigene Fleisch schneiden. Wenn der Betriebsrat sogar informiert ist, kann das eigentlich gar nicht sein. Genauso wenig kann es eigentlich sein, dass man ohne Benennung der Gründe gefeuert wird und auch auf Nachfrage keine Auskunft bekommt. Hier würden Arbeitgeber und Betriebsrat grob falsch handeln.
Bliebe Ihre genauso richtige Bemerkung zur Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung. Diese scheint durch die Schlussbemerkungen dieser Seelenschau noch unterstrichen zu werden.
Obwohl man es kaum glauben kann, ist weder Minderleistung noch Faulheit ein Kündigungsgrund. Ohne vorherige Abmahnung liefe da sowieso nichts. Und eine betriebsbedingte Kündigung muss genauso begründet werden wie eine personenbedingte.
http://arbeits-abc.de/50-...
Nein, Sie haben völlig Recht: Selbst wenn ein Unternehmer einem guten Arbeitnehmer kündigen dürfte, würde er sich ins eigene Fleisch schneiden. Wenn der Betriebsrat sogar informiert ist, kann das eigentlich gar nicht sein. Genauso wenig kann es eigentlich sein, dass man ohne Benennung der Gründe gefeuert wird und auch auf Nachfrage keine Auskunft bekommt. Hier würden Arbeitgeber und Betriebsrat grob falsch handeln.
Bliebe Ihre genauso richtige Bemerkung zur Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung. Diese scheint durch die Schlussbemerkungen dieser Seelenschau noch unterstrichen zu werden.
Am ersten Tag seines ersten Arbeitsverhältnisses sollte man der Gewerkschaft beitreten. Das muß man niemand erzählen. Man erhält Rechtsschutz und wenn genug Leute da sind, kann die Gewerkschaft für die Gründung eines Betriebsrats sorgen.
Die Belegschaft kann einen Betriebsrat wählen, der ihre Interessen vertritt, sie muß nicht jemand wählen, der sich vor unbequemen Fragen drückt. Ein guter Betriebsrat hat normalerweise auch einen Draht zum Chef und kann ggf. bei der Firma darauf drängen, daß ein Mitarbeiter auf der Abschußliste steht, auf seine Fehler aus Sicht der Firma aufmerksam gemacht wird und nochmal eine Chance bekommt.
Evtl. käme auch eine Umsetzung in einen anderen Bereich infrage. Ein Anruf bei der Gewerkschaft würde auch dafür sorgen, daß innerhalb der Frist Kündigungsschutzklage erhoben wird. Die Gewerkschaft kann auch das Arbeitszeugnis anschauen, ob darin versteckte Diffamierungen stecken. Und mit den Kolleginnen würde ich mich gerade zum Trotz, wenn es sein muß, heimlich treffen..-
Ich halte Ihnen den Daumen, daß Sie und Ihre Mutter wieder etwas finden, wo es menschlich zugeht.
Sie waren als selbstständige (vermutlich Handelsvertreter) über Jahre für eine Marke tätig und wo hätten sie sich dann einreihen sollen? Eine Selbstständigengewerkschaft? Gibt es die denn?
Und geklagt wurde schließlich, dürfte aber auch hier keine Frage sein, die gewerkschaftliche Belange betrifft, denn die Frauen z.B. bei Tupper sind nun nicht gerade in Verhältnissen tätig, die gewerkschaften in ihrem Repertoire haben.
Ich denke nicht, dass das ein guter Rat war.
Sie waren als selbstständige (vermutlich Handelsvertreter) über Jahre für eine Marke tätig und wo hätten sie sich dann einreihen sollen? Eine Selbstständigengewerkschaft? Gibt es die denn?
Und geklagt wurde schließlich, dürfte aber auch hier keine Frage sein, die gewerkschaftliche Belange betrifft, denn die Frauen z.B. bei Tupper sind nun nicht gerade in Verhältnissen tätig, die gewerkschaften in ihrem Repertoire haben.
Ich denke nicht, dass das ein guter Rat war.
Sie waren als selbstständige (vermutlich Handelsvertreter) über Jahre für eine Marke tätig und wo hätten sie sich dann einreihen sollen? Eine Selbstständigengewerkschaft? Gibt es die denn?
Und geklagt wurde schließlich, dürfte aber auch hier keine Frage sein, die gewerkschaftliche Belange betrifft, denn die Frauen z.B. bei Tupper sind nun nicht gerade in Verhältnissen tätig, die gewerkschaften in ihrem Repertoire haben.
Ich denke nicht, dass das ein guter Rat war.
Sie haben insoweit recht, als ich das "selbständig" überlesen habe. Alles andere klang aber sehr nach abhängiger Beschäftigung - vielleicht in der Grauzone zur Scheinselbständigkeit.
Hätten die betroffenen Damen sich bei Aufnahme der Tätigkeit bei der Gewerkschaft um Mitgliedaschaft bemüht, wären sie sicher auf die Fallstricke ihrer Beschäftigung aufmerksam gemacht worden, auch wenn sie nicht Mitglied hätten werden können.
Sie haben insoweit recht, als ich das "selbständig" überlesen habe. Alles andere klang aber sehr nach abhängiger Beschäftigung - vielleicht in der Grauzone zur Scheinselbständigkeit.
Hätten die betroffenen Damen sich bei Aufnahme der Tätigkeit bei der Gewerkschaft um Mitgliedaschaft bemüht, wären sie sicher auf die Fallstricke ihrer Beschäftigung aufmerksam gemacht worden, auch wenn sie nicht Mitglied hätten werden können.
Sie haben insoweit recht, als ich das "selbständig" überlesen habe. Alles andere klang aber sehr nach abhängiger Beschäftigung - vielleicht in der Grauzone zur Scheinselbständigkeit.
Hätten die betroffenen Damen sich bei Aufnahme der Tätigkeit bei der Gewerkschaft um Mitgliedaschaft bemüht, wären sie sicher auf die Fallstricke ihrer Beschäftigung aufmerksam gemacht worden, auch wenn sie nicht Mitglied hätten werden können.
1. Eine fristlose Kündigung ist ohne Anhörung des Betroffenen und des Betriebsrats nicht zulässig. Ersterer scheint informiert, die Betroffene nicht?
2. hat ein Arbeitnehmer bei einer ordentlichen Kündigung Anrecht auf Beschäftigung an seinem ihm vertraglich zugesicherten Arbeitsplatz bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Es sei denn, es liegt ein sehr triftiger Grund vor.
3. ist weder eine ordentliche noch eine außerordentliche Kündigung einfach so nicht erlaubt und wäre somit wirkungslos. Das heißt: wenn der Arbeitgeber nicht haushoch vor dem Arbeitsgericht unterliegen will (was eine Abfindung oder die Wiedereinstellung zur Folge hätte), muss er einen Grund aus einer sehr klar umrissenen Palette benennen und nachweisen können.
Für mich klingt das nach einem ernsthaften Vorfall, der entweder einen ernsthaften Hintergrund (schwerwiegender Vertrauensbruch, z.B. bei deutlichen Indizien von Diebstahl oder Verletzung von Betriebsgeheimnissen) hat oder einen klaren Rechtsbruch vom Arbeitgeber und dem Betriebsrat, der obendrein pflichtvergessen wäre, darstellt.
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