Ob Coaching oder Seminar: Die Angebote schlagen mit ein paar hundert Euro zu Buche, und nicht jeder Arbeitgeber ist bereit, dieses Geld für die Weiterbildung seiner Mitarbeiter zu investieren. Günstiger sind Bücher und das Ausprobieren der verschiedenen Zeitmanagement-Methoden im Selbstversuch. Wir zeigen die drei bekanntesten im Überblick.

Getting Things Done – GTD
Der Ansatz von David Allen besagt, dass alle Aufgaben erfasst und nach ihrer Dringlichkeit sortiert werden. Sehr wichtige Aufgaben, die in sehr kurzer Zeit abgearbeitet werden können – wie die Beantwortung einer kurzen Mail – sollten sofort erledigt werden. Dann ist mehr Zeit für die auch wichtigen Dinge, die viel Zeit in Anspruch nehmen, ohne dass am Ende der wichtige Kleinkram vergessen wird.

Not-To-Do-Liste
Verblüffend simpel, aber äußerst hilfreich kann die Liste der Dinge sein, mit denen man heute auf keinen Fall seine Zeit verplempern sollte. Beispiele sind das ständige Checken seiner sozialen Netzwerke oder seiner privaten Mails. Wenn man sich das notiert, sind wesentliche Zeitdiebe schon mal ausgeschaltet.

Eisenhower-Matrix
Das Grundprinzip ist einfach. Die Matrix besteht aus vier Feldern, in welche die jeweiligen Aufgaben eingeteilt werden: dringend und wichtig, dringend, aber nicht wichtig, wichtig, aber nicht dringend. Die angenehmste der vier Gruppen ist wohl die letzte: weder wichtig noch dringend. Denn alles, was dort hineingehört, kann weg. Die Aufgaben aus dem ersten Bereich sollten sofort erledigt werden. Die dringenden, aber nicht wichtigen Aufgaben können delegiert werden, die wichtigen, aber nicht dringenden Aufgaben sollten exakt terminiert und dann selbst erledigt werden.

Hier besteht die Schwierigkeit, die Aufgaben einzuteilen. Das erfordert Disziplin und Übung, sagt Schroff. "Ich zum Beispiel habe die Matrix um eine Dimension vereinfacht – ich bin selbstständig und kann deswegen nichts delegieren." Es gehe darum, sich bewusst zu machen was ansteht und was vielleicht jemand anderes übernehmen oder was warten kann. Und: Zeitmanagement soll auch nicht mehr Arbeit machen als die Arbeit selbst. Die genannten Methoden sollten je nach Typ und Tagesform individuell angewendet werden.

Übrigens: Wer feststellen will, welche Tätigkeiten die größten Zeitfresser bei der Arbeit sind, kann auch eine kostenlose Online-Messung verwenden . Das macht Spaß und gibt einen ersten Überblick.