Frauenrechte : Sexismus-Meldungen auf neuem Höchststand

Mit Aufflammen der Sexismus-Debatte melden sich immer mehr Frauen bei der Antidiskriminierungsstelle und suchen nach Hilfe. Experten rechnen mit hohen Dunkelziffern.

Angesichts der Sexismus-Debatte um FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle verzeichnet die Antidiskriminierungsstelle des Bundes nach eigenen Angaben eine starke Zunahme bei den Meldungen derartiger Vorfälle. Die Zahl betroffener Frauen, die sich an die Stelle wenden, sei in den letzten Tagen spürbar gestiegen, sagte ein Sprecher der Einrichtung am Montag in Berlin.

"Offensichtlich fühlen sich mehr Frauen ermutigt, über Erfahrungen mit sexueller Belästigung zu sprechen", sagte die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, Christine Lüders, der Berliner Tageszeitung Welt in ihrer Dienstagsausgabe mit Blick auf die aktuelle Entwicklung. "Das zeigt, dass es sehr wichtig ist, Themen wie Diskriminierungen am Arbeitsplatz breit zu diskutieren."

Lüders sprach von einer sehr hohen "Dunkelziffer". Im Job trauten sich viele Frauen nicht, gegen ihre eigenen Kollegen oder Kunden vorzugehen. "Dafür spricht auch, dass kaum Fälle vor Gericht landen."

Lüders empfahl Betroffenen, Gedächtnisprotokoll zu führen und sich mit Kolleginnen zusammenzuschließen. Außerdem sollten sie sich Hilfe holen. Die Frauen könnten sich an den Arbeitgeber wenden, "der die Pflicht hat, die betroffenen Beschäftigten vor sexueller Belästigung zu schützen". Wenn das nicht helfe, könnten sich die Frauen an eine Einrichtung wie die Antidiskriminierungsstelle des Bundes wenden.

Eine Journalistin des Magazins Stern hatte in der vergangenen Woche in einem Artikel berichtet, dass der FDP-Politiker Brüderle ihr am Rande des Dreikönigstreffens vor einem Jahr mit anzüglichen Bemerkungen zu nahe gekommen sei. Sie erwähnte darin auch andere Gelegenheiten, bei denen Brüderle durch sexistische Bemerkungen aufgefallen sei.

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Kommentare

277 Kommentare Seite 1 von 13 Kommentieren

Sehen Sie Dame von Welt

Das ist das Problem. Niemand weiß was stimmt und was nicht. Aber sobald ein Thema gerade medial aufgekocht wird, werden den Menschen (die nicht in der Lage sind differenziert zu denken) Trichter vors Gesicht gepackt, durch die sie nur einen kleinen Teil der Wirklichkeit sehen. Auf der einen Seite wird natürlich vielen Frauen ihr Recht verwehrt. Auf der anderen Seite wird aber auch das männliche Geschlecht öffentlich diffamiert und per se in Ungnade gestellt. Dazu tragen meiner Meinung solche Menschen wie sie, die denken, sie kennen die ultimative Wahrheit, nun wahrlich nichts Gutes bei. Denn genau diesen Eindruck bekomme ich als Mann der wirklich für Gleichberechtigung ist. Und das ist traurig.

Da ich davon ausgehe

das Sie relativ versessen darauf sind, mich "irgendwie" dastehen zu lassen --> http://www.zeit.de/gesell...

lesen Sie die Kommentare 2,3,4, und 6 auf der oben benannten Seite. Daran sieht man allein schon wie vielfältig dieses Thema ist.

Zur allgemeinen Lektüre zum Thema Mann und Frau --> http://www.spiegel.de/wis...

Und was diffamierung von Männern angeht muss man nur mal Google bemühen.

Das gibt dann genug Lesestoff für den Abend. Natürlich ist Sexismus (wie in meinem Initialbeitrag dargstellt) zu verachten und bekämpfen aber doch bitte im Rahmen und mit Objektivität. Lustig ist nur, dass bestimmt 95% in 2 Wochen nicht mehr an diesem Thema interessiert sein werden. Ich auch nicht, denn es gibt halt auch andere wichtige Themen nicht wahr?!

Umgekehrt funktioniert

"Scheint also schlicht und ergreifend umgekehrt nicht zu funktionieren"
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Umgekehrt funktioniert es auch - wie das bei Journalisten ist, weiß ich es nicht - aber das Phänomen lässt sich ganz gut bei Fernsehstars und Künstlern beobachten, dass ältere Frauen sich für junge Männer schwärmen.

Grundsätzlich ist das auch nicht verwerflich. Nur muss die Grenze zu Belästigung oder gar mehr bewahrt werden.

Es ist gut, dass sie sicherlich sich auch immer so

verhalten haben, dass mann sie nicht sehen konnte.

Bei normalem Verhalten dürften sich die gesehen/registriert werden "Augenblicke" gegen Null bewegen.

Will sagen, es ist im gesellschaftlichen Leben üblich mit Rollen zu spielen. Dem Mann Sexismus zu unterstellen, während die Frau weiter mit den Attributen spielt halte ich allgemein gesagt für ziemlich unfair.

In Dienstverhältnissen sollte dies ausgeschlossen sein, was eine Kleiderordnung im übrigen insbesondere für Frauen einschliesst!

In wie fern bringen Sie...

...Stutenbissigkeit mit mir in Verbindung?

Ansonsten kann ich in meinen Kommentaren 201 und 202 nichts finden, was die Reaktionen von BlackPower und Lotte Meise rechtfertigten. Die schlimmste Anschuldigng die ich dort finden kann ist, dass die "Beschwerdepartei gerne mal übers Ziel hinausschießt" - und diesen Kritikpunkt habe ich meines Erachtens sehr detailiert begründet.

Die Antwort war, was ich den Frauen vorschreibe, was sie zu tun haben. Nein, ich habe nur geschrieben, was einer gesellschaftl. Debatte dienlich ist. Ich will niemandem das Eindreschen verbieten... aber man sollte schon wissen, wohin das führt.

Die Antwort war, dass ich das Opfer "Niederbügeln" will...
Dass ich dem Opfer generell den Opferstatus abspreche...

Und jetzt frage ich mich schon, wo ich das geschrieben habe.

BlackPower war aber höflich und hat sich schon Mühe gegeben, seinen Standpunkt deutlich zu machen - wenngleich ich finde, dass wir aneinander vorbeireden.

Lotte Meise hat nur gemotzt - und da kann ich dann auch zurückmotzen...

Und was Sie angeht finde ich es auch nicht so doll erstmal zu kritisieren und wenn man dann nach dem Grund fragt kommt: Keine Zeit...

Nehmen Sie sich doch einfach die eine Minute und helfen Sie mir, die Antwort von BlackPower und Lotte Meise mit meinen Kommentaren zu verknüpfen.

Bedenken Sie bitte: Ich habe mir für den Kommentar etwa 30 min. Zeit genommen. Da steht kein Wort zufällig drinnen und da soll auch niemand was reindichten...