MotivationIch habe Spaß an der Steuererklärung
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Belohnung vom Luxusfriseur

Das positive Ziel, mit dem man sich motivieren kann, muss dabei nicht unbedingt die Rückerstattung sein. Schließlich kann nicht jeder damit rechnen. Für einen Selbstständigen könnte es aber auch motivierend sein, schnell über die zu zahlenden Steuern Gewissheit zu haben. Das nimmt Druck und gibt Freiheit.
Eine andere Möglichkeit ist, sich selbst für die erledigte Steuererklärung zu belohnen. So wie jene Selbstständige, die sich dann einen Besuch bei einem Luxusfriseur gönnt. Das Geld dafür spart sie vorher an und gibt es auch aus, selbst wenn sie weiß, dass sie mit einer satten Steuernachzahlung zu rechnen hat. Anderen genügt schon die Aussicht auf die Zeit, die sie übrig haben werden, wenn die Steuererklärung einmal gemacht ist.

Welches Ziel passt, muss jeder selbst herausfinden. Am besten, man sucht sich eines, dessen Vorstellung möglichst viel Freude bereitet.

Wichtig ist auch, die richtigen Arbeitsbedingungen zu schaffen, damit die unangenehme Aufgabe nicht mehr als ganz so lästig empfunden wird. Techniken aus dem Neuro-Linguistischen Programmieren (NLP) können dabei helfen.

Eine dieser Techniken wird Circle of Excellence genannt. Mit ein wenig Übung kann sie Menschen in einen motivierten und kraftvollen Zustand bringen – und sie dazu befähigen, auch unangenehme Tätigkeiten mit Elan anzugehen.

In den richtigen Zustand kommen

Im Vorfeld ist es gut, das Ziel (Zeitsouveränität, Friseurbesuch oder satte Rückerstattung) vor Augen zu haben und es sich auszumalen. Wie fühlt es sich genau an, wenn das Ziel erreicht ist? Der Circle of Excellence funktioniert dabei wie eine Gedankenreise. Man stellt sich einen Kreis auf dem Boden vor und visualisiert diesen. Er hat vielleicht dicke, gelbe Ränder. Oder er leuchtet und ist elastisch. Je konkreter man ihn sich vorstellt, desto besser.

Im nächsten Schritt beantwortet man sich die Frage, welche Ressourcen man braucht, um die Steuererklärung zu machen: Zeit, Lust, Ruhe, Konzentration? Es geht darum, sich die konkrete Situation vorzustellen – und zwar mit allen Sinnen. Hat man eine genaue Vorstellung tritt man in den imaginären Kreis hinein und unternimmt eine Gedankenreise, in der es so einfach ist, die verhasste Aufgabe endlich zu erledigen. Man visualisiert die Situation und soll – so sagen es Motivationstrainer – damit die nötige Energie bekommen, das Projekt auch in der Realität zu schaffen.

Zugegeben, ein wenig esoterisch klingt diese Übung schon. Ob sie das richtige Mittel zu Motivation ist, muss der Selbstversuch zeigen. Und wenn das nächste Mahnschreiben vom Finanzamt oder Steuerberater kommt, könnte es zumindest einen Versuch wert sein.

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Leserkommentare
    • genius1
    • 04. Februar 2013 7:56 Uhr

    wenn ich Ordentlich Steuern zahlen darf.

    Dann gehöre ich nicht zu den Armen!

    3 Leserempfehlungen
  1. ...und Wellness-Wochenende, so wird es natürlich nichts mit der richtigen Einstellung zu Kindern, wie in Frankreich, ob Herr Steinbrück die Familienleistungen umschichtet oder nicht.
    Zur Sache, also viel Eile braucht man sich mit der Steuererklärung nicht machen, denn Rückerstattung für 2012 gibt es sowieso nicht vor April, steht nicht im Gesetz, sonder ist Konsequenz der Probleme mit den Programmen bei der Steuerverwaltung, vgl.

    http://www.haufe.de/steuern/kanzlei-co/steuererklaerung-2012-keine-ersta...

    • sane
    • 04. Februar 2013 9:19 Uhr

    Bei Ihrer kleinen Tirade faellt auf, dass Manager Angestellte sind und damit zu den "Kreditgebern" gehoeren. Was bleibt sind die Leute, die die Gehaelter bezahlen, mit denen sie dann "kreditfinanziert" werden.

    2 Leserempfehlungen

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  • Schlagworte Energie | Finanzamt | Geld | Steuer | Stress | Technik
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