Friedrich W. Niemann, der General Manager des Waldorf Astoria Zoo in Berlin (Archivbild) © Paul Zinken/dpa

Zuerst der wichtigste Nachteil dieses Berufes: Die Arbeitszeiten können im Zweifelsfall mies sein. Barbara Zisser arbeitet als Hotelmanagerin im familieneigenen Hotel Eberle im italienischen Bozen. Wochenenddienste und Arbeiten bis spät in die Nacht gehören ganz regulär zu ihrem Job dazu. Auch die Wochenarbeitszeit liegt in der Regel jenseits der 40 Stunden.

Hotelmanager, das ist der lautlose Job hinter den Kulissen. In der Regel arbeiten Hotelmanager in größeren Häusern. Hier konzentrieren sich Teams auf bestimmte Themengebiete, etwa Verwaltung, Rechnungskontrolle oder Marketing. Wer dagegen als Hotelkaufmann arbeitet – oft in kleineren Hotels, der übernimmt in der Regel ebenfalls Aufgaben im Service oder an der Rezeption. Eindeutige Abgrenzungen zwischen den beiden Berufen gibt es allerdings nicht.

Wenn Personal knapp ist, dann muss auch die Hotelmanagerin die Betten machen. "Als Hotelmanagerin bin ich Mädchen für alles. Ich arbeite an der Rezeption und wenn Not am Mann ist, auch im Restaurant oder als Zimmermädchen", sagt Zisser.

Zwei Wege führen zum Job hinter der Rezeption: ein Hochschulstudium im Fachbereich Hotelmanagement oder eine Ausbildung zum Hotelfachmann oder -kaufmann. Viele Hotels wünschen sich Auslandserfahrung ihrer Mitarbeiter und erwarten gute Sprachkenntnisse in Englisch sowie meistens einer weiteren Sprache wie Spanisch, Französisch, Russisch oder Italienisch.

Auszubildende lernen alle Seiten des Hotelbetriebs kennen. Sie machen Reservierungen und bearbeiten Anfragen von Gästen, nehmen Reklamationen. Schichten im Restaurant, an der Hotelbar oder als Zimmermädchen gehören dazu. Auch in die Bereiche Einkauf und Inventur erhalten Azubis einen Einblick, so lernen sie ebenfalls betriebswirtschaftliche Aspekte des Hotelbetriebs kennen. 

Vor allem soziale Kompetenz ist gefragt. Höfliche Umgangsformen, Stressresistenz und Aufgeschlossenheit gegenüber den Gästen gehören dazu. "Auch wenn es einem selbst einmal nicht so gut geht: Man muss immer höflich und freundlich sein. Der Gast steht immer im Mittelpunkt", sagt Zisser. Wer die Gelassenheit mitbringt und den Umgang mit Menschen mag, für den kann der Hotelmanager ein erfüllender Beruf sein.         

  • Gehalt: variiert
  • Ausbildung: Studium Hotelmanagement und/oder Ausbildung zum Hotelkaufmann/-frau oder Hotelfachmann/-frau (Dauer jeweils drei Jahre)
  • Arbeitszeit: variiert