StudieDeutlich mehr Frauen in Aufsichtsräten

Lobbydruck und Quoten-Debatte zeigen Wirkung: Der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der Dax-Konzerne ist gestiegen – von 13 auf knapp 22 Prozent, zeigt eine neue Studie.

Die langjährige Debatte um eine gesetzliche Frauenquote zeigt Wirkung: Anfang Juni waren 21,7 Prozent aller Aufsichtsräte in den 30 Dax-Konzernen weiblich, das stellt eine am Donnerstag in Frankfurt vorgestellte Auswertung der Beratungsgesellschaft PwC fest. Anfang 2011 hatte der Frauenanteil erst 13,4 Prozent betragen, seither haben viele Unternehmen bei der Neubesetzung der Gremien die Kontrollposten mit Frauen besetzt. Vor allem die Zahl der Frauen auf der Eigentümerseite habe zugenommen. Die Aktionäre stellten nun 44 weibliche Aufsichtsräte (17,6 Prozent) nach 20 zu Beginn 2011. Für die Arbeitnehmer sitzen inzwischen 62 Frauen (26,1 Prozent) in den DAX-Aufsichtsräten, zuvor waren es 47. 

28 der 30 Dax-Konzerne befolgen inzwischen die Empfehlung der Regierungskommission für gute Unternehmensführung, den sogenannten Corporate Governance Kodex, demzufolge eine Zielgröße für eine angemessene Beteiligung der Frauen vorgegeben sein soll.

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Die meisten Unternehmen haben vor, den Frauenanteil auf 20 bis 30 Prozent zu erhöhen. 18 Konzerne hätten die selbst gesteckten Ziele bereits erreicht. Die politischen Erwartungen lägen allerdings bei 30 bis 40 Prozent.

Die Kommission wurde 2001 von der Bundesregierung initiiert und gibt börsennotierten Unternehmen Empfehlungen für gute Unternehmensregeln und -aufsicht. Die Vorgaben der Kommission sind allerdings rechtlich nicht bindend.  

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Leserkommentare
    • FoTu3
    • 13. Juni 2013 19:53 Uhr

    "Erst hochgelobt, dann abgewatscht: Viele der Managerinnen, die im Zuge der Diskussion um die Frauenquote in Top-Positionen gehievt wurden, haben die Erwartungen nicht erfüllt. Weil ihre Leistung nicht reichte. Weil sie mit falschen Versprechen gelockt wurden, der Aufstieg zu früh kam, die männliche Konkurrenz sie auflaufen ließ. "
    http://www.wiwo.de/erfolg...

    "Mit radikalen Maßnahmen erhöhen Unternehmen den Frauenanteil in Führungspositionen. Kritik daran scheint tabu zu sein. Bei Daimler kam es nun zu einer Revolte erzürnter Männer. "
    http://www.wiwo.de/erfolg...

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  1. 2. [...]

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  2. 3. [...]

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    Antwort auf "Mal was zur Quote"
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    • FoTu3
    • 13. Juni 2013 20:25 Uhr

    ""Was Alphamädchen und Frauenförderer beglückt, bremst eine Generation junger Männer aus: die zwischen Anfang 30 und 45. Plötzlich muss alles blitzschnell gehen. Schneller als überhaupt möglich, wie Daimler-Chef Dieter Zetsche kritisiert. Sein Dilemma: ‚Wohin soll ich all die Männer aussortieren? Alle zwangsweise in Rente schicken, damit genug Stellen frei werden?'' "

    http://www.faz.net/aktuel...

  3. Ich bin ein Mann. Und ich möchte auch mal nur aufgrund irgendeiner Quote einen Job bekommen, der mir gar nicht zusteht, und den ich gar nicht verdient habe. Ist mir auch egal, ob andere sich dadurch benachteiligt fühlen. Den Frauen, die heute von diesen Quotendebatten profitieren, ist das ja scheinbar auch vollkommen gleichgültig.

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    • FoTu3
    • 13. Juni 2013 20:25 Uhr

    ""Was Alphamädchen und Frauenförderer beglückt, bremst eine Generation junger Männer aus: die zwischen Anfang 30 und 45. Plötzlich muss alles blitzschnell gehen. Schneller als überhaupt möglich, wie Daimler-Chef Dieter Zetsche kritisiert. Sein Dilemma: ‚Wohin soll ich all die Männer aussortieren? Alle zwangsweise in Rente schicken, damit genug Stellen frei werden?'' "

    http://www.faz.net/aktuel...

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    Antwort auf "[...]"
    • FoTu3
    • 13. Juni 2013 20:37 Uhr

    "Glaubt man den Befürwortern der Quote, haben die Norweger alles richtig gemacht.[...] In der deutschen Diskussion wird nämlich häufig vergessen, dass die Quotenregelung in Norwegen nur für allgemeine Aktiengesellschaften, kurz ASA gilt. Diese Gesellschaftsform entspricht der deutschen AG. Die Mehrheit der norwegischen Unternehmen ist allerdings wie eine deutsche GmbH organisiert – und daher von der Regelung gar nicht betroffen."

    http://www.wiwo.de/archiv...

    • FoTu3
    • 13. Juni 2013 23:30 Uhr

    "Bei vielen Unternehmen scheint es jedoch noch erheblichen
    Nachholbedarf zu geben, was die Väterfreundlichkeit von Arbeits-
    plätzen und Entwicklungsprogrammen angeht. So berichtete
    jüngst die Wirtschaftswoche darüber, dass in Großbritannien
    61 Prozent und in Schweden 55 Prozent der Unternehmen Väter
    zu mehr Familienengagement ermuntern. In Deutschland sei es
    dagegen jedoch nur jedes sechste Unternehmen
    31"

    "Gleichzeitig bezeichnen 68,2 Prozent der befragten Väter ihr
    Unternehmen als nicht oder nur teilweise väterfreundlich und
    85,5 Prozent
    von ihnen finden, dass Vereinbarkeitsmaßnahmen
    zu sehr oder zum Teil zu sehr auf Frauen ausgerichtet sind. Zu
    einem ähnlichen Ergebnis kommt auch die Unternehmensberatung
    A.T. Kearney: Im Rahmen einer Umfrage unter knapp 1.800 Personen
    aus mehr als 400 Unternehmen wurde herausgefunden, dass
    sich nur 13 Prozent der Männer mit Kindern von ihren
    Unternehmen aktiv dabei unterstützt fühlen, ausreichend Zeit
    für ihre Familien zu finden 32. So ist es auch kaum verwunderlich,
    dass noch immer über 90 Prozent der Väter in Deutschland in
    Vollzeit arbeiten
    33"

    http://vaeter-ggmbh.de/wp...

    Und die Frauenquote macht alles besser.

    .
    .

  4. 8. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf undifferenzierte Polemik. Die Redaktion/mak

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, tgr
  • Schlagworte Studie | Arbeitnehmer | Debatte
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