Der Winter ist da. Und es herrscht mancherorts Chaos: zu spät geräumte Straßen, Busse und Bahnen kommen später, Auffahrunfälle durch Glätte. Kein Wunder, wenn man zu spät zur Arbeit kommt.

Wie aber ist die Rechtslage? Ab wann darf der Arbeitgeber abmahnen oder gar eine Kündigung aussprechen? Klar ist: Das sogenannte Wegerisiko trägt in der Regel der Arbeitnehmer. Seine Pflicht ist es, auch bei Eis und Schnee pünktlich zur Arbeit zu erscheinen. Wer vom Wetter überrascht wird und einmalig zu spät kommt, dem darf aber nicht sofort gekündigt werden. Ein mehrfaches Verspäten wegen schlechter Witterung rechtfertigt eine Abmahnung.

Bei Minustemperaturen sind gerade Außenarbeiten besonders hart. Der Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, ausreichende Schutzkleidung zu stellen. Es gibt aber klare Pausenregelungen: Bei Temperaturen von minus fünf Grad Celsius darf maximal 90 Minuten im Freien gearbeitet werden. Danach müssen sich Arbeitnehmer mindestens 15 Minuten in geheizten Innenräumen aufwärmen dürfen. Hätten Sie das gewusst? Testen Sie Ihr Wissen im Quiz.