Noch steht Weihnachten bevor – und wahrscheinlich sind vor allem die Arbeitgeber diejenigen, die sich über die Lage der Feiertage freuen. Der Heiligabend fällt auf einen Samstag, der erste und zweite Weihnachtstag auf den Sonn- und Montag. Silvester und Neujahr finden gänzlich am Wochenende statt.

2017 sind die Aussichten für Arbeitnehmer dagegen deutlich besser. Im kommenden Jahr fallen die Feiertage weitgehend auf Wochentagen. Zumindest, wer eine Fünf-Tage-Woche an Werktagen und am Wochenende regelmäßig frei hat, kann seinen Urlaub verlängern, wenn die Brückentage genommen werden.

Außer den Feiertagen, die regelmäßig auf einen Freitag, Montag oder Donnerstag fallen wie Karfreitag, Ostermontag, Himmelfahrt und Pfingstmontag, ist diesmal auch der 1. Mai ein Montag und beschert vielen Arbeitnehmern ein verlängertes Wochenende.

Der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober fällt 2017 auf einen Dienstag, hier bietet sich der Montag als Brückentag an. Und ausnahmsweise ist im kommenden Jahr der Reformationstag am 31. Oktober wieder bundesweit ein Feiertag. Grund ist das 500-jährige Jubiläum der Reformation. Dieser Tag fällt auf einen Dienstag. Wer montags frei nimmt, kann sich über ein sehr langes Wochenende freuen.

Zum Jahresende liegen Weihnachten und Silvester auch günstig: Der Heiligabend ist ein Sonntag, erster und zweiter Weihnachtsfeiertag fallen auf einen Montag und Dienstag. Silvester findet an einem Sonntag statt – mit Neujahr 2018 an einem Montag.

Je nach Bundesland kommen noch weitere Feiertage dazu: Am 6. Januar, einem Freitag, haben Arbeitnehmer in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt frei und können ein langes Wochenende genießen. Am Donnerstag, 15. Juni, haben Beschäftigte abermals in Bayern und Baden-Württemberg einen Feiertag, aber auch in Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen und im Saarland ist frei – hier wird Fronleichnam begangen und kann mit dem Freitag darauf als Brückentag zum langen Wochenende ausgebaut werden. Außerdem können sich die Bayern und Saarländer am Dienstag, 15. August über einen freien Tag an Maria Himmelfahrt freuen und den Montag als Brückentag nehmen.

Arbeitnehmer in Bayern sind mal wieder klar im Vorteil

Erneut profitieren die Beschäftigten in Bayern, Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und im Saarland am Mittwoch, 1. November – Allerheiligen ist in den katholischen Bundesländern frei und verkürzt die Arbeitswoche. Und nur drei Wochen später, am Mittwoch, 22. November, genießen die Sachsen einen weiteren Feiertag: Hier wird der Buß- und Bettag begangen.

So weit, so planbar – aber wie ist das eigentlich, wenn sich gewiefte Kollegen schon jetzt alle Brückentage in der Urlaubsplanung fürs neue Jahr sichern?

In vielen Betrieben wird nach dem Motto "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" verfahren. Das können Arbeitgeber auch so machen, denn nach dem Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) dürfen Arbeitnehmer den Zeitpunkt ihres Urlaubs frei wählen (§ 7 Abs. 1 BUrlG). Auch die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgericht sichert einen Anspruch auf die freie Wahl des Urlaubs: Mitarbeiter müssen demnach mindestens über zwei Fünftel ihres Jahresurlaubs frei verfügen können.