Gründungszuschuss
Der Gründungszuschuss ist der Nachfolger der Ich-AG. Grundvoraussetzung für die Bewilligung der Förderung ist ein Restanspruch auf mindestens drei Monate Arbeitslosengeld – sowie die Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit, über die ein umfassender und von einer unabhängigen Beratungsstelle geprüfter Businessplan vorliegt. Gezahlt wird dann ein Betrag in Höhe des zuletzt bezogenen Arbeitslosengeldes I – und zwar für neun Monate. Außerdem erhält man in dieser Zeit einen Zuschlag von 300 Euro im Monat für die soziale Absicherung. Sollte die Arbeitsagentur nach neun Monaten den Antrag noch einmal verlängern, wird für weitere sechs Monate nur noch der Zuschlag von 300 Euro gezahlt.

Einstiegsgeld
Wer Arbeitslosengeld II (Hartz IV) bekommt, kann als Existenzgründer ebenfalls gefördert werden – und zwar mit dem Einstiegsgeld. Zweck des Einstiegsgeldes ist es allerdings nicht, Selbständigkeit an sich zu fördern. Es soll vielmehr Empfängern von ALG II helfen, den Schritt aus der Langzeitarbeitslosigkeit heraus in die Selbständigkeit zu wagen. Das Einstiegsgeld wird zusätzlich zum Arbeitslosengeld II gezahlt.

Ergänzendes Arbeitslosengeld II
Wer schon selbständig ist, aber nicht genug zum Leben verdient, kann ergänzendes Arbeitslosengeld II in Höhe des normalen ALG II-Satzes bekommen. Wie viel "nicht genug" ist, lässt sich jedoch nur grob sagen: Der genaue Wert richtet sich nach den tatsächlichen Miet- und Heizkosten und den persönlichen Freibeträgen. Als Richtwert gilt: Die Einkommensgrenze, unterhalb derer Selbstständige ergänzendes Alg II bekommen können, liegt für Alleinstehende in Westdeutschland bei rund 950 Euro, für ein Paar mit einem Kind in Ostdeutschland bei 1.600 Euro. Allerdings dürfen Antragsteller nur sehr wenig Vermögen auf der Bank haben. Alle Einkünfte werden außerdem auf das Arbeitslosengeld angerechnet. Wessen Lebenspartner zu viel verdient, bekommt in der Regel keinen Zuschuss. Und nur wer nachweisen kann, dass die zusätzliche Hilfe nur vorübergehend ist und mit der Selbständigkeit eigentlich ein existenzsicherndes Einkommen erwirtschaftet wird, ist weitgehend von den Verpflichtungen normaler ALG-II-Empfänger befreit.