Ursachen der Differenz Gleicher Job – 1000 Euro weniger

Wenn die Frau weniger verdient als der Mann: Neue Studien zeigen die Ursachen der Lohndifferenz und in welchen Branchen die größten Unterschiede klaffen. Von Tina Groll

In Deutschland verdienen Frauen durchschnittlich 23 Prozent weniger als Männer. Diese Lücke wird als Gender Pay Gap (GPG) bezeichnet. Der GPG wird vom Statistischen Bundesamt berechnet. Der Wert stellt den prozentualen Unterschied zwischen dem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von allen sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Deutschland dar. Darum handelt es sich zunächst um die unbereinigte, also einfache Lohnlücke.

Die unbereinigte Lohnlücke beträgt in Deutschland 23 Prozent. Im europäischen Vergleich ist die Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen hierzulande also sehr hoch

Die unbereinigte Lohnlücke beträgt in Deutschland 23 Prozent. Im europäischen Vergleich ist die Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen hierzulande also sehr hoch

Die bereinigte Lohnlücke ergibt sich, wenn die Löhne von Frauen und Männern mit denselben, individuellen Merkmalen verglichen werden – also nur Frauen und Männer mit dem gleichen formalen Bildungsniveau, dem gleichen Beruf und der gleichen Position miteinander verglichen werden.

Anzeige

Hier unterscheiden sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer jedoch häufig – denn Frauen arbeiten häufig weniger, öfter in Teilzeit und auf den unteren Positionen. In die Berechnung fließen jedoch nur Stundenlöhne ein, so dass Teilzeitbeschäftigung hier keine Verzerrung darstellen kann.

Auffällig ist, dass im europäischen Vergleich, der von Eurostat erhoben wird, überall in der EU Frauen weniger als Männer verdienen. Berechnet auf alle 27 Mitgliedsstaaten beträgt der Unterschied einen Prozentabstand von 17,4. In den einzelnen Ländern variieren die Werte jedoch erhebenlich. Deutschland rangiert mit einem Unterschied von 23 Prozent auf den hinteren Plätzen.

Zwischen Ost- und Westdeutschland herrschen noch einmal heftige Unterschiede: Während in den alten Bundesländern die Arbeitnehmerinnen durchschnittlich 24 Prozent weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen erhalten, sind es in Ostdeutschland nur sechs Prozent.

Die Lohnunterschiede nach Berufen sind teilweise eklatant

Die Lohnunterschiede nach Berufen sind teilweise eklatant

Das WSI führt eine Internetbefragung durch, die Frauenlohnspiegel heißt. Die Daten aus dieser Ergebung zeigen, dass deutliche Unterschiede je nach Beruf bestehen. Beispielsweise verdient eine Versicherungskauffrau 81 Prozent vom Einkommen ihrer männlichen Kollegen, eine Köchin sogar nur 73 Prozent, eine Elektroingenieurin bekommt immerhin 93,9 Prozent.

Generell zeigt sich, dass formal sehr hoch gebildete Frauen auch näher an das Einkommen ihrer männlichen Kollegen herankommen.

Erklärbar ist jedoch nur ein Teil des Unterschiedes mit harten Fakten: Der Großteil der Frauen arbeitet in Berufen, in denen das Verdienstniveau niedriger ist. Typische Frauenberufe wie Floristin, Friseurin oder Verkäuferin weisen zudem wenig Aufstiegschancen auf. Sozialwissenschaftler sprechen hier von sogenannten "Sackgassenberufen".

Männer arbeiten häufiger in Berufen, in denen Schichtarbeit vorkommt. Dafür gibt es zumeist Zulagen, welche das Einkommen aufbessern und damit den Lohn erhöhen.  Auch sind Frauen nicht so häufig wie Männer in Führungspositionen vertreten. Gerade einmal 22 Prozent aller Leitungs- und Führungsjobs sind mit einer Frau besetzt. Außerdem arbeiten Frauen überdurchschnittlich oft in kleineren Betrieben. In Großbetrieben sind die Aufstiegschancen jedoch besser und oft auch das Verdienstniveau höher.

Außerdem wechseln Frauen nicht so oft ihre Arbeitsstelle wegen des Einkommens. Noch immer kommt die Rolle des Ernährers eher den Männern zu.

Es gibt Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen in sehr gut und eher schlecht bezahlten Berufen.

Es gibt Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen in sehr gut und eher schlecht bezahlten Berufen.

Die Lohndifferenzen beruhen auch darauf, weil Frauen und Männer unterschiedliche Berufe ausüben. Man spricht hierbei von der vertikalen und horizontalen Segmentation des Arbeitsmarkts. Männer und Frauen verteilen sich auf verschiedene Wirtschaftszweige. In den gut bezahlten Top-Jobs sind überwiegend Männer tätig.

Trotz Förderung von Mädchen schon in der Schule – beispielsweise durch den bundesweiten Girl's Day, bei dem Mädchen einen Tag lang Männerberufe kennenlernen sollen – wählen junge Frauen tendenziell noch immer vor allem typische Frauendomänen an. Auch junge Männer sind in Frauenberufen deutlich unterrepräsentiert.

In eher schlecht bezahlten Berufen stellen Frauen die Mehrheit.

In eher schlecht bezahlten Berufen stellen Frauen die Mehrheit.

Der Anteil der Männer in der Branche der sonstigen Dienstleistungen ist extrem gering, der Anteil der Frauen dagegen ziemlich hoch.

Dagegen sind Frauen in den Bereichen Naturwissenschaften und Technik deutlich unterrepräsentiert. Auch im Verarbeitenden Gewerbe, welches sich laut Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) durch hohe Durchschnittslöhne auszeichnet, stellen Frauen eine Minderheit.

Die Geschlechter verteilen sich auf unterschiedliche Branchen

Die Geschlechter verteilen sich auf unterschiedliche Branchen

Auch hier ist noch einmal zu sehen: Die Geschlechter haben ihre Nischen auf dem Arbeitsmarkt. Die Soziologin Elisabeth Beck-Gernsheim geht davon aus, dass dies an der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung liegt: Die Erwerbsarbeit generell war lange Zeit Sache der Männer, den Frauen wurde der Privatbereich mit den sogenannten Reproduktionstätigkeiten – Haushalt, Einkaufen, Waschen, Kochen, Putzen. Kindererziehung und Pflege der Angehörigen – zugeschrieben. Der Mann ernährte die Familie, die Frau hielt ihm dafür den Rücken frei.

Noch immer ist die Erwerbsarbeit an diesem traditionellen Modell ausgerichtet. Auch sind die sozialen Sicherungssysteme und die Steuersystem darauf ausgerichtet.

Die Frauen unterbrechen die Erwerbsarbeit für Kinder häufiger als Männer. So klafft die Lohnlücke weiter auseinander

Die Frauen unterbrechen die Erwerbsarbeit für Kinder häufiger als Männer. So klafft die Lohnlücke weiter auseinander

Die Erwerbsunterbrechungen wirken sich jedoch fatal auf die Einkommenssituation aus: Zumeist unterbrechen auch heute noch die Frauen ihre Erwerbsarbeit. Oftmals treffen Paare diese Entscheidung aus ganz logischen Gründen: Weil er mehr verdient, bleibt sie Zuhause. Doch einmal für längere Zeit raus aus dem Beruf, gelingt Frauen der Wiedereinstieg nicht so leicht – auch verpassen sie entscheidende Schritte auf der Karriere- und Einkommensleiter. Die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern wird ab dem Alter von 30 Jahren, das mit der Familiengründungsphase der meisten Paare zusammenfällt, plötzlich größer.

Mit den Berufsjahren wächst der Lohnunterschied

Mit den Berufsjahren wächst der Lohnunterschied

Der GPG wächst mit den Berufsjahren. Steigen die Männer schon mit einem deutlich höheren Einkommen in den Beruf ein, vergrößert sich der Abstand zu den Frauen von Jahr zu Jahr. Dies ist auch der Fall, wenn man sich ausschließlich vergleichbare Daten von gleich gut ausgebildeten Männern und Frauen in einem Beruf, mit der gleichen Position und der gleichen Tätigkeit ansieht. Soziologen des WSI haben ausgemacht, dass dieser mysteriöse Unterschied schlicht auf einer Einkommensbenachteiligung beruhen muss.

Erschreckend dabei ist, dass der Lohnunterschied schon beim Berufseinstieg eklatant auseinanderklafft.

Bereits beim Berufseinstieg verdienen Frauen weniger als Männer

Bereits beim Berufseinstieg verdienen Frauen weniger als Männer

Die Forderung nach gleichen Löhnen für gleichwertige Arbeit wird auf Grund dieser Daten immer lauter. Die Befürworter argumentieren, dass dies die Konjunktur beleben würde. Zudem würde höhere Löhne für Frauen auch das Risiko von Kinderarmut eindämmen. Ein Großteil der Kinder, die unter Armutsbedingungen leben, wohnen bei allein erziehenden Müttern, die nicht genug zum Überleben erwirtschaften. Gegner von gleichen Löhnen für Männer und Frauen befürchten negative Auswirkungen für die Unternehmen. Arbeitsplätze könnten so gefährdet werden – zudem könnten Männer schlechter bezahlt werden, was wiederum ein Risiko birgt, dass Familien ärmer würden.

 
Leser-Kommentare
  1. "Soziologen des WSI haben ausgemacht, dass dieser mysteriöse Unterschied schlicht auf einer Einkommensbenachteiligung beruhen muss."

    Wäre denkbar, aber wie kann man ausschließen, dass Frauen nicht einfach mehr Wert auf Dinge wie betriebliche Kinderbetreuung auf Kosten des Lohnes legen? Oder einfach nicht so hart bei Gehaltsverhandlungen sind?

    Am Aussagekräftigsten wären wohl noch die Daten über Berufsanfänger im gleichen Unternehmen bei gleicher Qualifikation - natürlich im gleichen Beruf. Gibt's darüber keine Daten?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Vielleicht, wenn ich es richtig gesehen habe: Unter 30 (sehr weites Feld, wenn ja die Lücke mit der Zeit immer weiter auseinander geht) ist der Unterschied 9,90 EUR (Frauen) und 10,48 EUR (Männer).

    Ich denke dieser recht kleine Unterschied (ca. 6%) ist noch auf die Unterschiedliche Präferenz der Geschlechter zurückzuführen, dass Frauen die heimelichen Familienbetriebe bevorzugen und Männer die großen und Weltkonzerne. Dann geht die Lücke stark auseinander: Männer wechseln für höhere Löhne (oder drohen diesen bei Lohnverhandlungen an), Frauen scheuen das Risiko und bevorzugen ihre Arbeitsplatz-Gemeinschaft (also weder Jobwechsel mit Lohnerhöhung noch Drohszenario). Als nächstes kommen Aus- und Teilzeiten für die Familie hinzu, in der Zeit, wo die Männer Befördert werden. Die Firma zahlt vielleicht befördert aber natürlich nicht in der Fehlzeit). Es fehlt beim Wiedereinstig an Erfahrung und Dienstjahren, die höheren Lohn und Beförderung nachsichziehen.

    Hinzu kommt noch ein durchschnittlich höherer Ehrgeiz bei Männern, der sich auch schon bei den anderen Faktoren bemerkbar macht. Ich habe einmal in einer Druckerei gejobt. Die Frauen lehnten die kaum höher dotierte Stellung des Teamleiters ab, da sie sich sorgen um ihre Arbeitsbeziehung zu den Kollegen machten, wenn sie diesen ihre Arbeitszeiten usw. diktierten und Abmahnungen übermitteln sollten. Entweder sie lehnten es im Vorhinein ab oder kehrten bald zurück. Jeder Mann machte weiter und stieg weiter auf.

    Jedenfalls in der Verarbeitung der vielen Fakten. Es wird viel genannt und referiert, aber nichts durchdacht, da wird einfach auf alte Erklärungsmuster zurückgegriffen, zB der Mann ist der Ernährer (liebloser Abschluss, im Anschluss unpassend und alt)

    Außerdem sind die Daten unlogisch strukturiert und am Ende werden einzelne Daten gar nicht berücksichtigt. Daten die eine Erleuchtung hätten sein können wie (Karrierestreben der Männer, und mehr Dienstjahre)

    Irgendwie ging es hier hauptsächlich um Masse und das korrekte Ende.

    EIn kleines Lob: der mitdenkende Leser kann sich aus den Daten ein eigenes Bild machen.

    Ansonsten Bachelor-Niveau. Alles unstrukturiert referieren (mehr als früher) aber keine eigene Transferleistung und Gedankentiefe. Kann man ja auch nicht bei 3 Jahren verfschultem Studium verlangen. Oder kann man es von der "Zeit" doch?

    Wir vergleichen Männer und Frauen aus einem Betrieb. Die vergleichbare Arbeitsauszeiten hatten. Diese sind nicht nur ungefähr sondern auch ganz genau auf einer Positio. Teamleiter aus einer Abteilung, der neben der organisatorischen Leistung noch zu 90% die gleich Arbeit macht ist schon etwas anderes.
    Also wirklich Äpfeln mit Äpfeln und nicht mit Birnen.
    Und darüber hinaus. Braeburn-Äpfel mit Braeburn-Äpfeln.

    DANN, und erst DANN macht das ganze einen Sinn. Außer nur immer die Menschen gegeneinander anzustacheln.

    Vielleicht, wenn ich es richtig gesehen habe: Unter 30 (sehr weites Feld, wenn ja die Lücke mit der Zeit immer weiter auseinander geht) ist der Unterschied 9,90 EUR (Frauen) und 10,48 EUR (Männer).

    Ich denke dieser recht kleine Unterschied (ca. 6%) ist noch auf die Unterschiedliche Präferenz der Geschlechter zurückzuführen, dass Frauen die heimelichen Familienbetriebe bevorzugen und Männer die großen und Weltkonzerne. Dann geht die Lücke stark auseinander: Männer wechseln für höhere Löhne (oder drohen diesen bei Lohnverhandlungen an), Frauen scheuen das Risiko und bevorzugen ihre Arbeitsplatz-Gemeinschaft (also weder Jobwechsel mit Lohnerhöhung noch Drohszenario). Als nächstes kommen Aus- und Teilzeiten für die Familie hinzu, in der Zeit, wo die Männer Befördert werden. Die Firma zahlt vielleicht befördert aber natürlich nicht in der Fehlzeit). Es fehlt beim Wiedereinstig an Erfahrung und Dienstjahren, die höheren Lohn und Beförderung nachsichziehen.

    Hinzu kommt noch ein durchschnittlich höherer Ehrgeiz bei Männern, der sich auch schon bei den anderen Faktoren bemerkbar macht. Ich habe einmal in einer Druckerei gejobt. Die Frauen lehnten die kaum höher dotierte Stellung des Teamleiters ab, da sie sich sorgen um ihre Arbeitsbeziehung zu den Kollegen machten, wenn sie diesen ihre Arbeitszeiten usw. diktierten und Abmahnungen übermitteln sollten. Entweder sie lehnten es im Vorhinein ab oder kehrten bald zurück. Jeder Mann machte weiter und stieg weiter auf.

    Jedenfalls in der Verarbeitung der vielen Fakten. Es wird viel genannt und referiert, aber nichts durchdacht, da wird einfach auf alte Erklärungsmuster zurückgegriffen, zB der Mann ist der Ernährer (liebloser Abschluss, im Anschluss unpassend und alt)

    Außerdem sind die Daten unlogisch strukturiert und am Ende werden einzelne Daten gar nicht berücksichtigt. Daten die eine Erleuchtung hätten sein können wie (Karrierestreben der Männer, und mehr Dienstjahre)

    Irgendwie ging es hier hauptsächlich um Masse und das korrekte Ende.

    EIn kleines Lob: der mitdenkende Leser kann sich aus den Daten ein eigenes Bild machen.

    Ansonsten Bachelor-Niveau. Alles unstrukturiert referieren (mehr als früher) aber keine eigene Transferleistung und Gedankentiefe. Kann man ja auch nicht bei 3 Jahren verfschultem Studium verlangen. Oder kann man es von der "Zeit" doch?

    Wir vergleichen Männer und Frauen aus einem Betrieb. Die vergleichbare Arbeitsauszeiten hatten. Diese sind nicht nur ungefähr sondern auch ganz genau auf einer Positio. Teamleiter aus einer Abteilung, der neben der organisatorischen Leistung noch zu 90% die gleich Arbeit macht ist schon etwas anderes.
    Also wirklich Äpfeln mit Äpfeln und nicht mit Birnen.
    Und darüber hinaus. Braeburn-Äpfel mit Braeburn-Äpfeln.

    DANN, und erst DANN macht das ganze einen Sinn. Außer nur immer die Menschen gegeneinander anzustacheln.

  2. ... immer der selbe Käse.

    Eigentlich dürfte es schon lange keine berufstätigen Männer mehr geben, wenn Frauen durch die Bank deutlich weniger Gehalt bekämen.

    Jeder Personalchef - Verzeihung - jede Personalchefin wäre doch doof, wenn Sie auch nur einen Mann einstellen würde. Der kostet ja mehr als eine Frau...

  3. Ok. Ich sehe schon. Die ZEIT hat den Takt an der Feminismus-Front noch einmal deutlich erhöht. Jetzt erscheinen die immer gleichen Artikel schon täglich. Frau Groll wird sich über ihr Zeilen-Honorar freuen. Es sei ihr gegönnt.

    Es bleibt für die LeserInn zu hoffen, dass in Zukunft zumindest auch ein Männerbenachteiligungs-Artikel pro Feminismus-Artikel erscheint. Der Bedarf ist gewaltig und das ist wohl dass Wenigste, was man sich an Gleichberechtigung - auch als Mann - erwarten darf!

    Ansonsten wird immer der fade Beigeschmack bleiben, dass es den Frauen nur um ihren persönlichen Vorteil geht und nicht um eine tatsächliche moderne Gesellschaft mit gleichberechtigten Mitgliedern.

    Wie schrieb es ihre Kollegin so schön über erfolgreiche Frauen, die mehr verdienen als ihr Mann: "Solange er mehr verdient hatte, war seins unser. Seit ich mehr verdiene, ist meins meins und wir haben getrennte Konten"

  4. 4.

    Frau Groll, wann bringen sie einmal einen Artikel über die Ungleichbehandlung von Jungen und Mädchen in Schulen? Oder über die Ungleichbehandlung von Frauen und Männern im Unterhalt- und Sorgerecht?

    Ist das etwa kein Artikel wert?

    • joG
    • 09.10.2009 um 16:48 Uhr

    ...aber auch immer wieder richtig. Wer das akzeptiert, nichts dagegen tut, der kann kaum seriös in anderen Dingen Gerechtigkeit fordern. Eine Gesellschaft, in der ein Viertel die anderen Dreiviertel systemisch ausbeutet, sei es weil sie arm geboren wurden, Ausländer sind oder Frauen, das kann auch kaum als "sozial" gelten. Auch nicht als "Soziale Marktwirtschaft".
    Andererseits sollten diese "Ausgebeuteten" sich nicht beklagen. Sie hätten ja auch können in Afrika geboren worden sein oder Chiang Mai. Dann hätten sie Grossteils nur einen Dollar am Tag oder wären Prostituierte.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Sie hätten ja auch können in Afrika geboren worden sein oder Chiang Mai. Dann hätten sie Grossteils nur einen Dollar am Tag oder wären Prostituierte."

    Ja, oder auf dem Mond. Dann wären sie gleich nach der Geburt erstickt.

    1. Benutzen Sie in Zukunft bitte die Möglichkeit mittels des Links "Antwortschreiben" sich direkt auf meinen Kommentar zu beziehen. Das erhöht die Übersichtlichkeit in der eher lausigen Kommentar-Funktion hier ungemein. Danke.

    2. Zu Ihrem Kommentar:

    Durch beständiges Wiederholen falscher Interpretatioenn werden die Behauptungen nicht wahrer.

    Und die sind, das Frauen deshalb oft wengier verdienen weil sie:

    a) Öfter als Männer in Berufen mit geringen Verdienst arbeiten
    b) Öfter Teilzeit arbeiten
    c) Oft nicht so aggressiv wie Männer sich um Gehälter oder Aufstiegschancen bemühen

    Darüber hinaus ist die nahezu sozialistische Vorstellung "Gleiches Gehalt für gleiche Arbeit!" ohnehin eine Illusion.

    Aber aufgrund Ihrer Ausführungen glaube ich eh, dass Sie diversen irrealen linken Tagträumen anhängen und daher für Argumente vollkommen unzugänglich sind.

    "Sie hätten ja auch können in Afrika geboren worden sein oder Chiang Mai. Dann hätten sie Grossteils nur einen Dollar am Tag oder wären Prostituierte."

    Ja, oder auf dem Mond. Dann wären sie gleich nach der Geburt erstickt.

    1. Benutzen Sie in Zukunft bitte die Möglichkeit mittels des Links "Antwortschreiben" sich direkt auf meinen Kommentar zu beziehen. Das erhöht die Übersichtlichkeit in der eher lausigen Kommentar-Funktion hier ungemein. Danke.

    2. Zu Ihrem Kommentar:

    Durch beständiges Wiederholen falscher Interpretatioenn werden die Behauptungen nicht wahrer.

    Und die sind, das Frauen deshalb oft wengier verdienen weil sie:

    a) Öfter als Männer in Berufen mit geringen Verdienst arbeiten
    b) Öfter Teilzeit arbeiten
    c) Oft nicht so aggressiv wie Männer sich um Gehälter oder Aufstiegschancen bemühen

    Darüber hinaus ist die nahezu sozialistische Vorstellung "Gleiches Gehalt für gleiche Arbeit!" ohnehin eine Illusion.

    Aber aufgrund Ihrer Ausführungen glaube ich eh, dass Sie diversen irrealen linken Tagträumen anhängen und daher für Argumente vollkommen unzugänglich sind.

  5. "Sie hätten ja auch können in Afrika geboren worden sein oder Chiang Mai. Dann hätten sie Grossteils nur einen Dollar am Tag oder wären Prostituierte."

    Ja, oder auf dem Mond. Dann wären sie gleich nach der Geburt erstickt.

    Eine Leser-Empfehlung
  6. Jetzt war ich schon fast dankbar, dass mal fundiertere Informationen kommen, aber dann werden sie unter ferner liefen gebracht, es wird gar nicht darauf eingegangen und am Ende kommt doch wieder nur die alte pauschale Anklage raus.

    "Die Forderung nach gleichen Löhnen für gleichwertige Arbeit wird auf Grund dieser Daten immer lauter. Die Befürworter argumentieren, dass dies die Konjunktur beleben würde. Zudem würde höhere Löhne für Frauen auch das Risiko von Kinderarmut eindämmen."
    - Erst erklären Sie lang und breit den Unterschied von bereinigt und nicht bereinigten Daten, dann bringen Sie sachliche Argumente, die den Gap erklären, um dann am Ende wieder alles in einen Topf zu werfen.
    - Dann mischen Sie auch noch die soziale Aspekte, d.h. Kinderarmut mit in den großen Kochtopf. Kinderarmut in Deutschland ist zweifellos ein Skandal, aber ein Thema für die Sozial- und Steuerpolitik, vielleicht noch für Mindestlöhne, aber doch nicht für den Gender-Gap.
    - Auch die Alleinerziehende durfte natürlich nicht nicht fehlen. Frei nach Kennedy: "Auch bin eine Alleinerziehende (Berlinerin)" oder nach Bluna: "Sind wir nicht alle ein bisschen alleinerziehend?". Soll man jetzt tatsächlich auf private Familienverhältnisse mit staatlichen? Eingriffen in den Trariflohn Einfluss nehmen? Oder sollte nur etwas auf die Tränendrüse gedrückt werden? Sicherlich sollte man dies Situation für Alleinerziehende verbessern, aber auch das ist nichts für den Gender-Gap.

    PS
    Hurra, alles hat rein gepasst.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • joG
    • 09.10.2009 um 18:37 Uhr

    ...den Gender Gap zu verringern, wenn man wollte. Einfach eine statistische Einklagbarkeit einführen, die nur durch robuste Argumente ausgeräumt werden kann und hohe Entschädigungen.

    • joG
    • 09.10.2009 um 18:37 Uhr

    ...den Gender Gap zu verringern, wenn man wollte. Einfach eine statistische Einklagbarkeit einführen, die nur durch robuste Argumente ausgeräumt werden kann und hohe Entschädigungen.

  7. Das obere Bild auf der 3. Seite ist wirklich göttlich. Es trägt die Unterschrift: "Es gibt Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen in sehr gut und eher schlecht bezahlten Berufen." und zeigt die Verteilung der Geschlechter auf die Berufe. Das Bild darunter hat zumindest den richtigen Titel, weist aber auch keine Daten zum Lohnunterschied auf. Aber egal, am Ende wird ja doch nicht auf die Fakten eingegangen.

    Mal ganz davon abgesehen, dass man sich fragen kann, wo denn hier die Benachteilung der Frauen liegen soll. Werden Frauen gezwungen dort zu arbeiten? Ich versuche selbst seit Jahren Jungen und Mädchen für Technik zu begeistern und ich kenne nicht einen Lehrer, der Mädchen nicht zu zukunftsträchtigeren Berufen raten würde.

    Wenn man es für eine Benachteiligung hält in diesen Berufen zu arbeiten, dann ist es schon konsequent, dass man dann Mädchen für andere Berufe begeistern will und sie so fördern will. Dass man auf dieser Argumentationsbasis dann aber Jungen für diese Berufe begeistern will, wo diese Berufe doch so schlecht sind, finde ich sehr seltsam. Sollen Jungen nicht gefördert werden oder sind die Berufe doch nicht so übel?

    Sorry, aber das erinnert mich immer mehr an kommunistische Umerziehung. So wie in der DDR Intelligenzlerkinder nicht studieren sollten, damit endlich die Benachteiligung der Arbeiterklasse beendet wird.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service