Migranten auf dem Arbeitsmarkt Ausländische Abschlüsse sollen anerkannt werden
Maßnahme gegen Fachkräftemangel: Deutschland will ausländische Berufsabschlüsse einfacher anerkennen. Damit werden Migranten auf dem Arbeitsmarkt bessere Chancen haben.
Gute Nachrichten für Migranten: Deutschland will künftig im Ausland erworbene Berufsabschlüsse einfacher anerkennen. Das Kabinett beschloss dazu am Mittwoch in Berlin Eckpunkte des Bildungsministeriums. Die Regierung reagiert damit auch auf den Fachkräftemangel in Deutschland. Das Verfahren werde flexibel von der Teilanerkennung bis zur vollen Anerkennung reichen, erklärte das Ministerium.
Ressortchefin Annette Schavan (CDU) sagte: "Wir werden damit einen gesetzlichen Anspruch auf ein Anerkennungsverfahren für alle im Ausland erworbenen Berufsabschlüsse und Qualifikationen schaffen. Damit wird ermöglicht, dass versierte Fachkräfte auch auf ihrem Leistungsniveau arbeiten können."
Deutschland werde in den nächsten Jahren aufgrund der Bevölkerungsentwicklung dringend auch auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen sein. Es könne daher nicht sein, "dass hier viele Fachkräfte leben, die in ihrem Beruf nicht arbeiten können, nur weil sie ihren Abschluss im Ausland gemacht haben".
Es werde jedoch sichergestellt, dass es durch die Anerkennungsverfahren nicht zu einer Entwertung deutscher Berufsabschlüsse komme, argumentierte Schavan und verwies dabei auf das hohe Niveau des deutschen Dualen Systems.
Die Integrationsbeauftragte Maria Böhmer (CDU) sagte, die Anerkennung ausländischer Abschlüsse sei für alle ein Gewinn. "Die zugewanderten Akademiker und Fachkräfte müssen nicht länger unterhalb ihrer Qualifikation arbeiten. Und unser Land profitiert von den Kenntnissen und Fähigkeiten der Migranten."
Böhmer forderte Bund und Länder auf, an einem Strang zu ziehen und im nächsten Jahr zügig eine gesetzliche Regelung auf den Weg zu bringen. "Wir können es uns nicht länger leisten, Ressourcen zu verschwenden", sagte sie.
- Datum 09.12.2009 - 15:09 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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die Anerkennung der in Auslaender erworbenen Beruefabscluesse hat insofern nur Sinn, wenn die Migrant sich um eine Stelle des oeffentlichen Dienstes bewerben.
Solche Stelle sind aber nicht viel.
Was wichtiger ist ob die Wirtschaft solche Abschluesse azkeptieren will.
Fachkräftemangel konnte ich bisher in Deutschland konkret ganz selten oder nie feststellen. Allerdings wird in den Zeitungen regelmäßig über hohe Arbeitlosigkeit berichtet. Sollte man nicht versuchen, zunächst die Arbeitslosen zu qualifizieren?
"Fachkräftemangel konnte ich bisher in Deutschland konkret ganz selten oder nie feststellen."
Ich als Mitarbeiter einer Hochschule ständig. Es ist oft sehr schwierig, ausgebildete Leute im Inland zu finden. Was dazu führte, daß mein Lehrstuhl derzeit unter den wissenschaftlichen Mitarbeitern einen Ausländeranteil von 75% hat.
"Sollte man nicht versuchen, zunächst die Arbeitslosen zu qualifizieren?"
Da müßte man bei unseren Schulen anfangen, die beim Übergang auf das Gymnasium immer noch zu sehr nach sozialer Herkunft aussieben. Und bei unseren Hochschulen, die ständig unterfinanziert werden und bei denen ein Fokus auf die Lehre für die Karriere von Professoren keinen Vorteil hat.
Und einen Arbeitslosen kann man im Allgemeinen nicht innerhalb von ein bis zwei Jahren zu einer wissenschaftlichen Fachkraft umtrainieren...
seinen Grund in der Einstellungspolitik der Hochschulen und den Arbeitsbedingungen dort. WIMAS sind bessere Sklaven werden mit halben Stellen abgespeist und dürfen dafür 1 1/2 Stellen bearbeiten teilweise auch für die privaten Büros der Profs und haben keine Perspektiven. Außerdem ist der WIMA die sicherste Fahrkarte in die Arbeitslosigkeit in D-land, da dies in der Wirtschaft als Zeichen des nicht Lebensfähigseins angesehen wird. Ich weiß das hören die Hochschulen und Professoren nicht gern, aber sie stellen sich ja auch nicht dem Wettbewerb einer jährlichen Bewertung mit der Möglichkeit der Entlassung bei Letzteren.
Darf man fragen, um welchen Lehrstuhl es sich handelt?
seinen Grund in der Einstellungspolitik der Hochschulen und den Arbeitsbedingungen dort. WIMAS sind bessere Sklaven werden mit halben Stellen abgespeist und dürfen dafür 1 1/2 Stellen bearbeiten teilweise auch für die privaten Büros der Profs und haben keine Perspektiven. Außerdem ist der WIMA die sicherste Fahrkarte in die Arbeitslosigkeit in D-land, da dies in der Wirtschaft als Zeichen des nicht Lebensfähigseins angesehen wird. Ich weiß das hören die Hochschulen und Professoren nicht gern, aber sie stellen sich ja auch nicht dem Wettbewerb einer jährlichen Bewertung mit der Möglichkeit der Entlassung bei Letzteren.
Darf man fragen, um welchen Lehrstuhl es sich handelt?
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf zynische Äußerungen, wenn diese als diffamierend empfunden werden könnten. Danke. Die Redaktion/km
Leider hat Frau Ministerin Schavan an der falschen Stelle mit dem Abbau von Hindernissen für einen Job in Deutschland begonnen. Beispiel: Bist du Lehrer in Baden-Württemberg und willst mit deiner in Deutschland erworbenen Qualifikation in ein anderes Bundesland wechseln, stößt du auf unüberwindbare schulbürokratische Hürden.
Es wäre also angebracht zuerst diese Hausaufgabe zu erledigen - inländische Migration zu ermöglichen - und sich dann dem Projekt ausländische Migration zuzuwenden.
Mein Mann ist Migrant und hat seinerzeit ein Informatikstudium in Lagos/Nigeria abgeschlossen. Seit drei Jahren hat er ca. 300 Bewerbungen geschrieben; parallel dazu hat er hier in Deutschland sein MCSA, CCNA,CompTIA A , Linux, Unix, Webdesign usw.-Zertifikate erworben.
Abgesehen von ein paar kleinen Projekten und Rollouts bisher nichts Konkretes.
Gestern habe ich im Deutschlandfunk gehört, wieviel IT-Leute hier gebraucht werden.
Irgendwie geht das offensichtlich an uns vorbei.
Ok. dann eben weiterlernen und weiterbewerben. Und wenn sie nicht gestorben sind ....
ich kann nur aus meiner persönlich erfahrung als projektleiterin im informatiksektor hier in frankreich berichten. aus historischen gründen gemäss gibt es hier wesentlich mehr personen aus afrika und viele davon sind auch gut qualifiziert.
allerdings habe ich schon des öfteren die erfahrung gemacht, dass schwarzafrikaner die ihre ausbildung nicht in frankreich gemacht haben, sehr schlecht qualifiziert sind. zudem gibt es bei diesen personen oft auch sprachliche schwierigkeiten, und es fehlt die kenntnis der hiesigen arbeitskultur.
aufgrund dieser erfahrungen ist mir das risiko zu gross jemanden einzustellen, der die sprache nicht sehr gut beherrscht, und nicht schon mindestens 2 jahre fachspezifische arbeitserfahrung in europa gemacht hat.
ich weiss nicht wie das in deutschland ist, aber in frankreich gibt es die beschäftigungsform der qualifizierten zeitarbeit, wo die arbeitskräfte als 'consultants' im dienste von spezialisierten servicefirmen projektbezogen beschäftigt werden. für die firmen bedeutet das, dass man kaum ein risiko eingeht (zumindest für stellen ohne verantwortung) und ggf. die arbeitskraft austauschen kann. wer sich aber auszeichnet, hat sehr gute aufstiegsmöglichkeiten (interessantere projekte) und die aussicht darauf, von einer zufriedenen firma übernommen zu werden.
meine tipps sind, erstens die sprache so gut wie möglich zu lernen (möglichst akzentfrei), und wenn es das in deutschland gibt, es über projektorientierte servicefirmen zu versuchen.
ich kann nur aus meiner persönlich erfahrung als projektleiterin im informatiksektor hier in frankreich berichten. aus historischen gründen gemäss gibt es hier wesentlich mehr personen aus afrika und viele davon sind auch gut qualifiziert.
allerdings habe ich schon des öfteren die erfahrung gemacht, dass schwarzafrikaner die ihre ausbildung nicht in frankreich gemacht haben, sehr schlecht qualifiziert sind. zudem gibt es bei diesen personen oft auch sprachliche schwierigkeiten, und es fehlt die kenntnis der hiesigen arbeitskultur.
aufgrund dieser erfahrungen ist mir das risiko zu gross jemanden einzustellen, der die sprache nicht sehr gut beherrscht, und nicht schon mindestens 2 jahre fachspezifische arbeitserfahrung in europa gemacht hat.
ich weiss nicht wie das in deutschland ist, aber in frankreich gibt es die beschäftigungsform der qualifizierten zeitarbeit, wo die arbeitskräfte als 'consultants' im dienste von spezialisierten servicefirmen projektbezogen beschäftigt werden. für die firmen bedeutet das, dass man kaum ein risiko eingeht (zumindest für stellen ohne verantwortung) und ggf. die arbeitskraft austauschen kann. wer sich aber auszeichnet, hat sehr gute aufstiegsmöglichkeiten (interessantere projekte) und die aussicht darauf, von einer zufriedenen firma übernommen zu werden.
meine tipps sind, erstens die sprache so gut wie möglich zu lernen (möglichst akzentfrei), und wenn es das in deutschland gibt, es über projektorientierte servicefirmen zu versuchen.
ausländische abschüsse, steht da auf der karriere-startseite...
seinen Grund in der Einstellungspolitik der Hochschulen und den Arbeitsbedingungen dort. WIMAS sind bessere Sklaven werden mit halben Stellen abgespeist und dürfen dafür 1 1/2 Stellen bearbeiten teilweise auch für die privaten Büros der Profs und haben keine Perspektiven. Außerdem ist der WIMA die sicherste Fahrkarte in die Arbeitslosigkeit in D-land, da dies in der Wirtschaft als Zeichen des nicht Lebensfähigseins angesehen wird. Ich weiß das hören die Hochschulen und Professoren nicht gern, aber sie stellen sich ja auch nicht dem Wettbewerb einer jährlichen Bewertung mit der Möglichkeit der Entlassung bei Letzteren.
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