Hoffnung auf bessere Jobchancen
Lohnen sich die anstrengende Reise und die zusätzlichen Kosten denn? Eisert glaubt schon. "In Deutschland würde ich sicher das Dreifache oder mehr bezahlen. Aber man sollte besser vorher schon einmal in Indien gewesen sein, um das hier durchzuhalten", sagt der Entwickler, der Indien bereits mehrfach bereist hat.
"Diese indische Fortbildung ist wirklich kein Urlaub", sagt Andrew Opten aus London. Gemeinsam mit seinen beiden Kollegen Bocar Mbaie und Lucas Wuarunek ist er für einen fünfwöchigen Kurs nach Neu Delhi gekommen. Auch sie machen gleich drei Schulungen. Für ihren Arbeitgeber, ein großes IT-Unternehmen, ist dies eine günstige Möglichkeit, seine Mitarbeiter weiterzubilden. "Wir drei sind für sehr sensible Netzwerkbereiche in unserem Unternehmen zuständig und es gibt immer wieder Probleme, für deren Lösung wir uns tagelang im Selbstlernprozess neues Wissen aneignen müssen. Das ist nicht effektiv. Zudem stellen wir gerade auf eine andere Software um. Also haben wir unseren Arbeitgeber nach einer Weiterbildung gefragt", erzählt Andrew Opten.
In Großbritannien fanden sie zwar Angebote, doch allein für einen viertägigen Kurs hätten sie schon das Fünffache zahlen müssen. Also flogen sie nach Indien. Nun sind sie bereits seit drei Wochen in der indischen Hauptstadt und haben von Indien noch nicht viel gesehen. "Man sitzt ja den ganzen Tag im Computerlabor und hat Einzelunterricht. Es ist sehr intensiv", sagt Bocar Mbaie. Zu Dritt lasse sich das indische IT-Bootcamp allerdings aushalten, sagt Lucas Wuarunek. Der Arbeitgeber belohnt die Qualifizierung nicht nur mit der bezahlten Fortbildung, sondern auch mit einer Gehaltserhöhung für alle drei. "Das motiviert!", sagt Andre Opten.
Auch wenn die Software und die Technik auf dem neuesten Stand ist und die Trainer zu den fachlich gut qualifizierten IT-Experten des Landes gehören, westlichen Standard kann man von der indischen Weiterbildungsmaßnahme nicht erwarten. Das Hotel ähnelt eher einer Jugendherberge; die Zimmer sind nur mit dem Nötigsten ausgestattet. Ein Bett, ein Schrank, ein Tisch und immerhin eine Klimaanlage. Auch gibt es W-LAN im Hotel, doch die Verbindung ist langsam. Und manche Europäer leiden unter der Klimaumstellung oder haben Probleme mit dem indischen Essen. Das strengt zusätzlich an.
Peter Eisert lässt sich davon nicht abschrecken. Er hofft, am Ende der Fortbildung alle Prüfungen zu bestehen. Seine Jobchancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt schätzt er hinterher als deutlich besser ein. "Vielleicht mache ich mich aber wieder selbstständig. Mit der Technik und den Programmen, die ich hier lerne, stehe ich jedenfalls gut da."
- Datum 12.05.2010 - 12:28 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 8
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:











OK: Ich bewundere Herrn Eisert für seine Eigeninitiative. Und ich finde es armselig, dass das Arbeitsamt das nicht honorieren beziehungsweise in der Leistungszuweisung abbilden kann - zumal er ja nachweislich seine Qualifikation steigert. Er muss ja nicht den Flug bezahlt bekommen, aber eine Kürzung des Arbeitslosengeldes ...
Andererseits: Das ist eine (lobenswerte) Ausnahme, nicht wahr? Ich wüsste gerne, wie viele "Ja aber, ich habe doch Haus/ Auto/ Familie/ Flugangst"-Kandidaten lieber an der Scholle kleben bleiben, als sich andernorts zu qualifizieren (oder gleich auszuwandern, wenn der deutsche Arbeitsmarkt erkennbar nichts mehr hergibt).
Ist ja auch nicht ohne Ironie: Das ferne, arme Indien, in dem angeblich nur drittklassig programmiert wird, pflegt mittlerweile nicht nur für Firmen wie Adobe einen beträchtlichen Teil ihrer Code-Basis, sondern schult auch in komplexen Technologien wie SAP - die vor vielen, vielen Jahren in Deutschland das Licht der Welt erblickt haben.
Es gälte mal, zu untersuchen, ob/warum hier zu Lande nichts Vergleichbares möglich ist.
Es gälte mal, zu untersuchen, ob/warum hier zu Lande nichts Vergleichbares möglich ist.
Ist es, aber es wird hier nicht akzeptiert!!
zu...
- die vor vielen, vielen Jahren in Deutschland das Licht der Welt erblickt haben.
Eine sich widerholende Geschichte vergl. Unterhaltungselektronik usw.
Erstmal bedanke ich mich mal bei Herrn Eisert, weil er diese Problematik auf den Tisch gebracht hat.
Ich habe auch die gleiche Erfahrung wie er gemacht, nämlich war ich als Softwareberater bei einer Firma in Karlsruhe tätig gewesen und wurde aus betriebsbedingten Gründen (Wirtschafskrise) entlassen worden. Nach Erfolgslosen Versuchen nach einer neuen Stelle, kam denn das Thema Weiterbildung in Frage. Da das Arbeitsamt sich geweigert hat sie zu finanzieren, hatte ich weltweit gesucht, Nach Orten, wo die Bildung preiswerter sein könnte.
Ich bin dann auf 'Koenig Solutions' in New Delhi gestossen und habe sofort drei Schulungen gebucht. Die Schulungen liefen genauso, wie den Herrn Eisert geschildert hat. Ich hatte einen Lehrer nur für mich, der nicht nur sehr kompetent war, aber auch die Geduld hatte ,mir alle Sache zu wiederholen, die nicht richtig verstanden wurde.
Alles mitgerechnet also Pension, Schulungsunterlagen, Transportkosten, hätte ich in Deutschland mind. das Dreifache bezahlt, won was ich bei Koenig Solutions ausgezahlt hatte. Daher war ich sehr zufrieden.
Was mich wirklich gestört hat, ist dass, ich gar keine Zuschuss vom Arbetsamt bekommen habe, obwohl viele Europäer sie erhalten. Dieses Problem sollte endlich mal hier in Deutschland gekärt werden. Warum werden Weiterbildungen im Ausland immer noch nicht vom Arbeitsamt unterstützt, obwohl sie auch hochqualitativ sind ?
In Indien gibt es sehr viele Weiterbildungsinstitute gerade im IT-Bereich.
Die Qualität ist natürlich unterschiedlich.
Deshalb einige Hinweise für Interessenten die an eine Weiterbildung/Zertifizierung in Indien denken.
Das Institut sollte auf internationales Publikum eingestellt sein. Es sollte von den
entsprechenden Softwareunternehmen zertifiziert sein die Lehrer sollten ebenfalls zertifiziert sein.
Interessenten mit geringeren Englischkenntnissen sollten auf die Klassengröße achten.
Indian-English ist für Europäer durchaus gewöhnungsbedürftig.
Die Organisation des Aufenthaltes ist sehr wichtig. Die "students" sollten sich ganz auf das Training konzentrieren können und nicht mit Orgafragen wie Unterkunft, Verpflegung, Flughafentransfer, Transfer zum Trainingszentrum usw. belastet werden.
Internetzugang mit dem eigenen Laptop über das Netz des Anbieters sollte selbstverständlich sein.
Ein rechtzeitiger Blick in auf die Klimatabelle des Trainingsortes könnte sich als kluge Voraussicht
herausstellen.
Bei Koenig Solutions waren meist nur 3-4 Teilnehmer in den Kursen. Mit Organsiationsfragen musste man sich nicht
aufhalten. Das ermöglichte ein konzentriertes Arbeiten. Zudem besteht die Möglichkeit sich mit Fragen
auch noch bis zu drei Monate nach dem Kurs an den Lehrer zu wenden. Besonders beim Einstieg in eine neue
Technologie ist das hilfreich. Die Gelegenheit nach einem Kurs noch 2 Tage hands-on zu buchen hat sich als
sehr nützlich erwiesen.
Bei LisAndi Co., Ltd., einer vom BOI zertifizierten Firma unter 100% deutscher Leitung, im Software Park Phuket gibt es Schulungen sogar in deutsch und anderen europäischen und asiatischen Sprachen.
Die Trainees werden hier rundum nach dem Motto "der Kunde ist Koenige" betreut. Bereits in Deutschland stehen lokale Ansprechpartner zur Verfügung. Mehrere Hotels stehen auf Phuket zur zur Auswahl. Auch nach dem alltäglichen Training ist man mit den Minibussen für die Teilnehmer noch mobil.
Die Kurse von Mai bis November sind besonders günstig rechnet man den Gesamtpreis (Flug, Hotel, Schulung, täglicher Transport, Social Activities, Trainings Materialien, 3 monatige Nachbetreuung via Internet und lokalem Ansprechpartner in Deutschland). Die Organisatoren geben Preisvorteile der Nebensaison weiter. Die klimatischen Verhältnisse in dieser Zeit entsprechen mit ca. 26 - 30 Grad Celsius denen eines europäischen Sommers.
Die Anbindung ans Internet in den Schulungsräumen erfolgt via FiberOptic mit 15Mb/s. Um auch abends noch auf der Insel mobil zu sein erhält man bei den Organisatoren 3G Modems, deren Nutzung via Flatrate bereits im Preis enthalten ist.
Die Preise für die Trainings liegen weit unter vergleichbaren Angeboten in Deutschland. Bereits Kleingruppen ab 3 Personen, die sich gemeinsam anmelden erhalten zudem gute Rabatte. Dies ist besonders für Unternehmen, aber auch für Teilnehmer die sich organisieren sehr interessant.
Kann man sich auf einer Urlauberinsel weiterbilden? Diese Frage kann ich nach meinem Fortbildungsprogramm beim ThaiPo3 Team in Phuket, Thailand, nur bejahen. Für IT Weiterbildung herrschen dort paradiesische Bedingungen. Ein modernes Trainings-Center mit Glasfaserleitung zum Highspeed Internet, Wireless Broadband Internet per USB Modem für unterwegs und individuelle Betreuung durch hochqualifizierte Ausbilder, sogar deutsche Ingenieure vermitteln IT Expertenwissen aus erster Hand.
Mit den oben geschilderten Hindernissen sah ich mich auf Phuket nicht konfrontiert. Das Weiterbildungsprogramm war hervorragend organisiert. Für das von mir gesetzte Budget bekam ich ein sehr gutes Hotel mit erstklassiger Verpflegung von ThaiPo3 gebucht. Flugverbindung, Transferservice und Mobilität lassen dank Tourismus auf Phuket ebenfalls keinen Grund zur Besorgnis. Gleiches gilt für das Klima auf Phuket, an das ich mich problemlos gewöhnen konnte.
Ein vielfältiges Angebot an IT Kurse ist dort zu erstaunlich günstigen Preisen erhältlich. Für ein vergleichbares Training in Deutschland hätte ich mindestens das Dreifache von dem gezahlt, was mich ein komplettes Weiterbildungsprogramm auf Phuket inklusive Unterkunft und Flug gekostet haben. Um so mehr erstaunt es mich, dass diese sehr gute Möglichkeit seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen, nicht gefördert wird.
Hier kann ich Herrn Eisert nur beipflichten selbst die Initiative zu ergreifen, denn eine professionelle Weiterbildung lohnt sich.
Ich habe das letztes Jahr auf der Insel Phuket in Thailand“ gemacht. Habe mich für die Firma LisAndi-Business Development und Trainingcenter Phuket entschieden, die sich mit Ihrem neuen ThaiPo3-Team darauf spezialisiert hat. Open Source Fortbildungen (Typo3, Ubuntu etc.)dort anzubieten,wo andere Urlaub machen, ist in Phuket eine weitere Möglichkeit, dem boomenden Software Business dort eine weitere Facette zu verleihen. Phuket hat sich in den letzten Jahren immer mehr zum Zentrum der thailändischen Software Industrie entwickelt, woraus sich für die Firma LisAndi die Möglichkeit ergab, in dem neuen Softwarepark Phuket ein wachsendes Unternehmen für Internet Solutions und Open Source Training zu gründen. Inzwischen sind Kurse in mehreren Sprachen möglich.
Phuket ist eine Urlaubsinsel, die alles bietet, was das Herz eines jeden Urlaubers begehrt. Darin ist es Indien weit überlegen. Phuket hat als Insel ein angenehmes Klima, Hotels und Unterkünfte aller Sternekategorien, wunderschöne Strände und angenehme Wassertemperaturen.
Trotz idealer Lage für ein Trainingszentrum hat LisAndi weitere Zweigstellen in Chumphon, Hat Yai und in Nong Han. Dies hat u.a. damit zu tun, dass LisAndi nicht nur kommerziell tätig ist sondern einen weiteren, nicht weniger wichtigen Schwerpunkt hat: Man arbeitet zusammen mit staatlichen und nicht-staatlichen Institutionen als auch eigenständig in und an vielen Projekten zur Aus- und Weiterbildung von Einheimischen. An Dorfschulen wie an Universitäten.
sieht man die Experten gleich am Werk. Bravo, "Olaf S." und "Klaus Kr."!
Alles Beste,
Dieter P.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren