Silvana Koch-Mehrin "Eine Verteidigungsministerin mit Kleinkindern müsste sich kritischen Fragen stellen"
Ohne Zeitmanagement und Ehemann könne sie nicht erfolgreich sein, sagt die Europa-Liberale Silvana Koch-Mehrin im Interview. In Brüssel sei zudem vieles leichter.
© Andreas Rentz/Getty Images

FPD-Politikerin Silvana Koch-Mehrin
Lassen sich Führungsaufgaben in einem Unternehmen und Familie miteinander vereinbaren? ZEIT ONLINE stellt Menschen in Entscheidungspositionen vor, die neue Wege für eine Vereinbarkeit von Kind und Karriere probieren. Wer Vorschläge dazu hat, darf sich gerne an die Redaktion wenden. Diesmal spricht die FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin, wie sie den Spagat zwischen Europapolitik und Familie schafft.
ZEIT ONLINE: Frau Koch-Mehrin, wenn man an Frauen in der Politik mit kleinen Kindern denkt, kommt man an Ihnen eigentlich nicht vorbei. Halten Sie sich für eine Vorzeigefrau?
Silvana Koch-Mehrin: Das politische Amt bringt es mit sich, dass man auch eine öffentliche Person ist und einen gewissen Preis zu zahlen hat. Und ich äußere mich zu Fragen und sage, warum ich etwas tue und warum ich es für richtig halte. Jedoch möchte ich nicht die Vorzeigefrau sein. Wie mir geht es Tausenden Frauen. Nur stehe ich als Politikerin in der Öffentlichkeit.
ZEIT ONLINE: Dennoch haben Sie eine Vorbildfunktion. Ihr öffentliches Bild ist perfekt. Man hat den Eindruck, Silvana Koch-Mehrin schafft es spielend, Politikkarriere und Kinder zu vereinbaren.
Koch-Mehrin: Ich schaffe es auch nur mit sehr viel Organisation und der vollen Unterstützung meines Mannes, Beruf und Familie unter einen Hut zu kriegen. Das ist eben nicht nur meine Verantwortung, sondern auch die meines Mannes und der ist voll miteinbezogen. Wir teilen uns die Familienarbeit gleichberechtigt, anders könnte keiner von uns seinem Beruf nachgehen. Außerdem haben wir seit der Geburt unserer ersten Tochter eine Kinderfrau, die halbtags bei uns arbeitet. Das hat sich bewährt. Und wenn für uns beide Abendtermine anfallen, nehmen wir einen Babysitter. Außerdem werden auch die Großeltern mit eingespannt. Aber natürlich sind mein Mann und ich privilegiert, weil wir uns diese Kinderbetreuung leisten können.
ZEIT ONLINE: Sie leben in Brüssel und nutzen dort ein völlig anders strukturiertes Betreuungssystem. Fällt Ihnen es in Belgien leichter, Beruf und Familie zu vereinbaren?
Koch-Mehrin: Definitiv ja. Es gibt hier fast keine Halbtagskindergärten oder Habtagsgrundschulen. Die Kinder sind bis 15:30 Uhr in der Schule. Das Ganztagsangebot erleichtert es berufstätigen Eltern. Außerdem haben die Menschen hier eine andere Perspektive. Berufstätige Mütter sind normal. Man muss sich nicht fragen lassen, ob man eine gute Mutter ist, nur weil man berufliche Ambitionen hat. Das ist eine spezifisch deutsche Diskussion, die zudem eine rückwärtsgewandte Luxusdiskussion ist. Anzunehmen, dass die einzig gute Betreuung bei der Mutter stattfinden kann, geht an der Lebensrealität der meisten Menschen vorbei. Die meisten Familien können sich gar nicht leisten, auf das Einkommen eines Partners zu verzichten.
- Datum 15.04.2010 - 06:53 Uhr
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....wie viele deutsche Politiker ein Volk vertreten, das die Familie als Grundwert definiert, aber die Familie merkwürdig praktizieren. Ist das Toleranz, Unwissenheit oder Unbedachtheit der Wähler?
ist eine attraktive Vorzeige-Blondine in einer sonst durch Westerwelle einseitig geprägten Partei.
In Brüssel im Parlament, gilt sie bekanntlich als faulste Politikerin EUROPAS, weil bis auf zum Kassieren nicht vorhanden.
Sie ist eine reine Repräsentationsperson, die der Partei die Weibliche Note der Yuppies geben muss und ansonsten nur dem Geld und der Macht verpflichtet ist.
Da die Dame einen Doktortitel hat, und auch ansonsten hochgebildet und Politikerfahren, das heißt vollkommen qualifiziert ist, kann ich diese Vereinfachung nicht teilen.
Es ist immer ein Vorteil, wenn man auch gutaussehend ist, aber dafür werden bevorzugt erfolgreiche Frauen angegriffen.
Da die Dame einen Doktortitel hat, und auch ansonsten hochgebildet und Politikerfahren, das heißt vollkommen qualifiziert ist, kann ich diese Vereinfachung nicht teilen.
Es ist immer ein Vorteil, wenn man auch gutaussehend ist, aber dafür werden bevorzugt erfolgreiche Frauen angegriffen.
ist die Frau verantwortlich für die Familie, der Mann...
Auch Frau Koch-Mehrin sieht ihren Mann an "voll einbezogen".
Zufällig ist die Wortwahl wohl nicht, zeigt sie doch den in der deutschen Rechtsprechung manifestierten Besitzanspruch insbes. auch von auch der "modernen" Frau auf die Familie und insbes. die Kinder.
Dieser kann höchsten in Einzelfällen durch einen EU Menschenrechtsgerichtshof etwas gerade gerückt werden. In der Praxis ist dies innerhalb der deutschen Rechtsprechung kaum noch möglich.
In einem Punkt hat Frau Koch-Mehrin sicher Recht. In Deutschland wird noch so gut verdient, dass Frauen es sich leisten können, bei einem hinreichend hohen Lebensstandard der Familie aus dem Beruf auszuscheiden, um ihren Besitzanspruch an den Kindern auszubauen. Auch Frau Koch-Mehrins Mann wird "dann mal eingebunden"
In den meisten Fällen hat Mann es sich nicht ausgesucht, zuerst mehr oder weniger aus der Familie ausgeschlossen zu werden und dann als Alleinverdiener bis über 60 zu arbeiten, während Frau sich, sobald die Kinder groß genug sind, gerne einen bequemen Tag macht. Frau gibt einfach die Stelle auf. So ist es mir und anderen schon vor über 20 Jahren ergangen.
Denn es ist nicht "Schuld" von Männern, dass Frau sich trotz überbordernden Frauen-Förderung und einseitig diskiminierender Interessenvertretung in Landes- und Bundesgesetzen für die Kindererziehung entscheidet. (männliche Gleichstellung ist in Bundesgesetzen und Gremien nicht vorgesehen)
Ja LoL, da schaut man auf die Zeit und dann steht da die unwichtigste Frau Europas, wenns nach dem Einsatz geht.
Und zu was wird die gefragt? "Lassen sich Führungsaufgaben in einem Unternehmen und Familie miteinander vereinbaren?"
Ja noch mal LoL. Das ist ja so, wie wenn ich einen Schulschwänzer frag, inwiefern die Schule mit seinem Privatleben vereinbar ist.
Sogar die Brüsseler Komiker ("Europapolitiker") haben sie für ihr verhalten mehrfach abgestraft und bei ihrer Wahl wurde sie erst im 3. Wahlgang zur Vizepräsidentin (eine von 14!!) gewählt, mit den wenigsten Stimmen von allen.
Wenn sogar die was gegen sie haben...
Bitte lasst die Frau doch in ihrem von Steuergeldern bezahlten Schönheitsschlaf. Denn die ist weder n Vorbild für Frauen noch für Männer noch für Politiker. Einfach vergessen und ignorieren.
Wie ist die weibliche Form von: "einen Bock zum Gärtner machen"?
Nicht nur, dass Frau Koch-Mehrin keine Zeit (und Lust?) zur täglichen niederen Arbeit hat, für die sie von naiven Wählern gewählt wurde (wenigstens im Parlament zu erscheinen), besteht doch bei ihr nicht die Gefahr, dass sie für Lobyisten arbeitet. Nein, sie ist selber eine und entspricht somit dem o.g. Sprichwort.
Man kann sich für Frau SKM nur schämen. Ein Musterbeispiel dafür, dass man es sich auf Kosten von Millionen, die jeden Tag um ihre Existenz kämpfen müssen, ein angenehmes Leben machen kann - einfach nur erbärmlich, aber ein Zeichen der Zeit (ich sage nur Spätrömische Dekadenz, wie der Parteifreund Guido sagt).
Man kann sich für Frau SKM nur schämen. Ein Musterbeispiel dafür, dass man es sich auf Kosten von Millionen, die jeden Tag um ihre Existenz kämpfen müssen, ein angenehmes Leben machen kann - einfach nur erbärmlich, aber ein Zeichen der Zeit (ich sage nur Spätrömische Dekadenz, wie der Parteifreund Guido sagt).
Vorzeigefrau?
Die Kollegen und Kolleginnen von Frau Koch-Mehrin im EU-Parlament wollten sie partout nicht zur Vizepräsidentin wählen. Erst im allerletzten Wahlgang als es nur noch die Alternative zu einem Rechtspopulisten gab, haben die Grünen Frau Koch-Mehrin gewählt um diesen zu verhindern.
Frauen sollten auf solche "Vorzeigefrauen" besser verzichten.
Man kann sich für Frau SKM nur schämen. Ein Musterbeispiel dafür, dass man es sich auf Kosten von Millionen, die jeden Tag um ihre Existenz kämpfen müssen, ein angenehmes Leben machen kann - einfach nur erbärmlich, aber ein Zeichen der Zeit (ich sage nur Spätrömische Dekadenz, wie der Parteifreund Guido sagt).
... überlegt ob das nun Satire sein soll. So ganz sicher bin ich immer noch nicht - aber ich habe so die Befürchtung "NEIN".
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