Burn-Out "Der Mensch braucht unverplante Zeit"
Auch bei hoher Arbeitsbelastung muss man nicht ausbrennen, sagt die Gesundheitsexpertin Elke Engels. Im Interview gibt sie Tipps zur Entspannung im Büro.
© Mike Flokis/Getty Images

Menschen brauchen Zeit, zum Innehalten. Dieser Mann macht Yoga
ZEIT ONLINE: Frau Engels, Sie haben in Ihren Büchern untersucht, wie unterschiedlich Männer und Frauen erkranken und welche Rolle die Arbeit dabei spielt. Stimmt es, dass Burn-Out eine typische Männerkrankheit ist?
Elke Engels: Nein, keineswegs. Frauen sind sogar besonders gefährdet, weil häufig sie es sind, die einer Doppel- oder Dreifachbelastung ausgesetzt sind, und weil Burn-Out-Erkrankungen oft in klassischen Frauenberufen wie Erziehung oder Pflege vorkommen. Allerdings suchen sich Frauen schneller Hilfe und sprechen eher über psychische Erkrankungen als Männer. Frauen leben gesundheitsbewusster und haben ein besseres Körpergefühl. Männer suchen in der Regel erst den Arzt auf, wenn Beschwerden deutlich zur Belastung werden. Sie verdrängen Erkrankungssymptome eher, insbesondere bei Burn-Out, was von der Umwelt als Schwäche interpretiert werden könnte.
ZEIT ONLINE: Wie unterscheidet sich denn der Krankenstand je nach Geschlecht?
Engels: Der Krankenstand zwischen den Geschlechtern unterscheidet sich nur marginal. 2009 war der Krankenstand sehr niedrig und lag bei 3,3 Prozent der Sollarbeitszeit, das sind etwa 7,3 Krankentage im Jahr. Die Fehlquote von Frauen war mit 3,5 Prozent gering höher als bei Männern mit 3,2 Prozent. Eine Erklärung ist ganz sicher das höhere Gesundheitsbewusstsein der Frauen, die sich bei Krankheit auskurieren. Ein weiterer Punkt: Ist der Nachwuchs krank, kümmert sich meistens die Frau darum und bleibt zu Hause.
- Das Burnout-Syndrom
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Unter dem Begriff Burnout-Syndrom wird nach einer Phase des sehr engagierten Arbeitens ein Zustand schwerer psychischer Erschöpfung verstanden, der sich auf vielfältige Weise äußert: emotionale Erschöpfung und Kraftlosigkeit, Apathie, Depressionen und sogar Aggressionen können am Ende einer meist über längere Zeit andauernden Entwicklung stehen.
Abzugrenzen ist das Burnout-Syndrom von einer echten Depression: Im Gegensatz zu einer reinen Depression sind Menschen mit Burnout emotional ansprechbar. Darum ist ein an Burnout erkrankter Mensch auch gut behandelbar –– zumeist auch ohne den Einsatz von Medikamenten. Geht das Erschöpfungssyndrom jedoch in eine Depression über, muss häufig eine Medikamentengabe erfolgen.
- Phasen und Verlauf
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An Burnout kann jeder erkranken: Schüler, Studenten, Berufstätige, Führungskräfte, Arbeitslose. Charakteristisch für die Erkrankung ist zunächst eine Phase der Euphorie und besonders starken Engagements. Die Betroffenen verzichten nahezu ganz auf Erholungsphasen, sie rücken ihren Beruf völlig in den Mittelpunkt ihres Lebens und vergessen darüber ihre eigenen Bedürfnisse. Häufig isolieren sich die Betroffenen in dieser Zeit. Ein Großteil der sozialen Kontakte wird nur noch zu Kollegen, Kunden oder Mitarbeitern gepflegt, für alles andere hat man keine Zeit mehr.
Nach einigen Wochen, Monaten und manchmal auch erst Jahren setzt eine Phase der Erschöpfung ein: chronische Müdigkeit, Traurigkeit, Antriebslosigkeit und das Gefühl, dass alles einfach nur noch zu viel ist, kennzeichnen diese zweite Phase. Es kommen auch körperliche Symptome dazu: Schlafstörungen, Ausschlag, Schwindel, Angst- und Panikattacken, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen.
Typisch ist auch, dass jetzt das Engagement abnimmt. Die Betroffenen ziehen sich zurück und verändern sich. Manche werden zynisch, andere depressiv. Wer vormals sehr gut organisiert war, ist plötzlich völlig desorganisiert. Viele verrichten jetzt nur noch Dienst nach Vorschrift. Ein Gefühl von innerer Leere, Desinteresse und Einsamkeit tritt an die Stelle, wo einmal Leidenschaft für den Job war.
- Ursachen und Vorsorge
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Die Ursachen sind sehr unterschiedlich. Menschen, die besonders engagiert sind und ihren Selbstwert über die Arbeit definieren, sind eher gefährdet. Auch die Mitarbeiter von Unternehmen, in denen ein hoher Personal-, Zeit- und Kostendruck herrscht, können eher erkranken. Wer einen unsicheren Job hat und schlecht bezahlt wird, ist außerdem gefährdet. Zudem liegt die Zahl der Erkrankungen in sozialen und Pflegeberufen höher, weil hier die emotionale Belastung deutlich größer ist als in anderen Berufen. Auch Freiberufler scheinen gefährdeter zu sein. Zudem ist der Handlungsspielraum entscheidend: Wenn Menschen das Gefühl haben, an ihren Arbeitsbedingungen nicht mitwirken zu können, fühlen sie sich ausgeliefert. Wer in einem Unternehmen arbeitet, in dem nicht offen kommuniziert und selten oder nie gelobt wird, scheint auch gefährdeter zu sein.
Gemeinhin kann ein Burnout-Syndrom mit einer Therapie gut behandelt werden. Häufig ist dabei ein stationärer Aufenthalt von einigen Wochen in einer speziellen Klinik vonnöten. Die Rückkehr in den Job erfolgt nach der Therapie über Teilzeitmodelle. Die Chance, wieder ganz zu genesen, ist hoch.
ZEIT ONLINE: Die Anzahl der durch psychische Erkrankungen verursachten Fehlzeiten ist in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen.
Engels: Ja, das stimmt. Bereits elf Prozent aller Fehltage gingen 2009 auf das Konto psychischer Erkrankungen, das ergab eine Studie der Bundespsychotherapeutenkammer. Vor zehn Jahren war es gerade einmal die Hälfte. Die Behandlungskosten für depressive Störungen liegen inzwischen bei mehr als vier Milliarden Euro im Jahr. Besonders Burn-out-Erkrankungen nehmen zu .
ZEIT ONLINE: Woran liegt das?
Engels: Zum einen liegt das an Umstrukturierungen in der Arbeitswelt: Immer weniger Menschen müssen immer mehr Arbeit in immer knapperer Zeit verrichten. Wirtschaftskrisen verschärfen diese Prozesse. Zum anderen liegt es aber auch an der Einstellung der Mitarbeiter selbst. Viele Menschen neigen dazu, problemorientiert statt zielorientiert zu arbeiten. Arbeit nimmt in ihrem Leben den zentralen Raum ein, ein Privatleben findet kaum noch statt. Freizeit, Entspannung und soziale Kontakte sind aber für die Gesundheit sehr wichtig. Menschen brauchen Spiel und Spaß in ihrem Leben, sonst werden sie krank.
ZEIT ONLINE: Was meinen Sie mit problemorientiertem statt zielorientiertem Arbeiten?
Engels: Stellen Sie sich einen stellvertretenden Abteilungsleiter vor, der das Ziel hat, befördert zu werden. Wenn er problemorientiert arbeitet, grübelt er darüber nach, warum er nicht befördert wurde. Er entwickelt Wut, Ärger und krankhaften Ehrgeiz. Er wird nun alles tun, um befördert zu werden. Sein Blick ist nur darauf fokussiert. Er wird Überstunden machen bis zum Umfallen und sein Privatleben vernachlässigen. Seine Leistung lässt langfristig nach, seine sozialen Kontakte verkümmern. Er ist Burn-Out-gefährdet. Arbeitet er hingegen zielorientiert, wird er auch konzentriert auf die Beförderung hinarbeiten. Es ist jedoch ein Ziel, das ihn motiviert. Er wird deswegen nicht seine inneren Werte vergessen, und auch nicht den Spaß am Leben.
- Datum 08.06.2010 - 08:19 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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wenn ich sehe, dass hier eine solche selbstverständlichkeit wie "der mensch braucht unverplante zeit...und spiel und spass, um nicht krank zu werden usw" hier lang und breit erklärt werden muss. aber es ist wahr, ich habe in meinem eigenen umfeld auch menschen, die angst vor einer leeren seite in ihrem terminkalender haben oder sich fürchten, mal ein paar stunden allein in einem raum ohne lärm verbringen zu 'müssen' (dürfen). blinde welt. ooooommmmm !
Tja - es ist schwer, sich "unverplante Zeit" zu nehmen, wenn nach 8-9 Stunden Arbeit und anderthalb Stunden Wegzeiten auch noch der private Alltag irgendwie organisiert werden muss.
Meine Erholung - nicht das Auto nehmen, sondern tagtraeumen in Bus und Bahn (geht aber auch nur, wenn man in der Rush hour einen Sitzplatz ergattert). Ausserdem: alles, was ein Gegenprogramm zum Beruf darstellt zu "Erholung" umdeuten - wenn man den ganzen Tag sitzt, denkt,schreibt und redet - dann ist die Monotonie des Buegelns, Unkrautzupfens und Geschirrspuelens entspannend.
Tja - es ist schwer, sich "unverplante Zeit" zu nehmen, wenn nach 8-9 Stunden Arbeit und anderthalb Stunden Wegzeiten auch noch der private Alltag irgendwie organisiert werden muss.
Meine Erholung - nicht das Auto nehmen, sondern tagtraeumen in Bus und Bahn (geht aber auch nur, wenn man in der Rush hour einen Sitzplatz ergattert). Ausserdem: alles, was ein Gegenprogramm zum Beruf darstellt zu "Erholung" umdeuten - wenn man den ganzen Tag sitzt, denkt,schreibt und redet - dann ist die Monotonie des Buegelns, Unkrautzupfens und Geschirrspuelens entspannend.
Liebe Leser und Leserinnen,
welche realistischen Entspannungstipps haben Sie? Wie kommen Sie abends runter? Vor welchen Herausforderungen stehen Sie persönlich im Job? Beobachten Sie auch, dass die Arbeitsbedingungen zunehmend schlechter werden und die psychischen und physischen Kapazitäten stark beanspruchen? Ich bin gespannt auf Ihre Meinungen und Anregungen!
herzlichst,
Tina Groll, Redakteurin, Zeit Online
yoga für alle schon in der schule zum pflichtfach machen.
für den sog. burn-out. Davor werden die inneren Stressfaktoren nach außen projeziert bzw. darin die äußeren subjektiv überhöht.
Hilfreich sind i.d. Tat bewusste Entspannungsübungen flankiert von ziel - nicht problemorientierten Gesprächen bzw. eine partnerschaftliche strategische Denke zwecks Abbremsung/Aufhebung des verengten Selbstbezugs.
Die eigentlichen Job-Herausforderungen bestehen darin die berufl. & persönl. Interessen sozial auszubalancieren - wer diese ineins setzt verliert letztlich die Kontrolle oder muss alles kontrollieren, damit ja nix schiefgeht. Ja, die Arbeitsbedingungen sind insgesamt verschlechtert weil oft der innerbetriebl. Verdrängungswettbewerb die Kollegialität in den Hintergrund gedrängt hat - d.h. die soziale Identifikation löst sich zugunsten von individ. Joberhalt Statusdenken auf, das öffnet Mobbing und dem Jede/r ist sich selbst der / die Nächste Tür&Tor.
Das eigentliche Problem liegt darin, dass potent. Outburner als Workjunkies in ihrem Umfeld zusehends Stress erzeugen - weil sie die Meßlatte derart anheben, dass Leute die sich Zeit für Freizeit, Familie und genußvolle Auszeiten nehmen im Vergleich "alt" aussehen, weil sie z.B. weniger "für die Firma" da sind / weniger Überstunden raffen usw. Das kann einer Mutter die sich "für die Familie" abrackert ebenso ergehen, die fdF-Motive sind einander verwandt und ähneln sich in den plakativen Aufopferungsgesten. Das soll von der Überidentifikation auf Kosten anderer ablenken, tja - Eigentor.
...einfach mal nix tun !!!
Ich komme mal mit einem paradoxen Vorschlag: Etwas tun! Und zwar etwas, zu dem man absolut keinen Draht und keine Erfahrung hat, und sich da ganz locker, dilettantisch, spielerisch einarbeiten. Oder einfach eine herkömmliche Tätigkeit, die man sonst nie macht, erledigen.
Ich habe letztens einen Tisch abgeschliffen und neu lackiert. So eine handwerkliche Tätigkeit habe ich noch nie gemacht, aber der "Erfolg" in einem Gebiet, in dem ich null Erfolge habe, baut mich heute noch auf, wenn ich mir diesen Tisch ansehe.
Liebe Tina Groll. Wann hören wir endlich auf, die Sucht nach Tipps und Tricks zu befriedigen? Das ist doch die entscheidende Frage. Dabei ist vollkommen unwichtig, was Sie oder mich entspannt, sondern wir müssen den Betroffenen Mut machen, Ihren eigenen Weg zu gehen. Und das ist bei dem riesigen Angebot an Entspannungsübungen schon schwierig genug. Und oft geht es doch gar nicht in erster Linie um die beste Entspannungsübung, sondern darum, wie der betroffene überhaupt die Zeit findet, die Entspannungsübung auch zu praktizieren. Das ist der eigentliche Lernschritt. Wir sind doch alle viel zu beschäftigt, um Entspannung zu finden. Im neuen Buch von Tim Parks: "Die Kunst Stillzusitzen - Ein Skeptiker auf der Suche nach Gesundheit und Heilung" ist dieser langwierige Prozess wunderbar beschrieben. Nehmen Sie doch den Autor Tim Parks einmal als Interview-Partner zu diesem Thema. Oder muss es immer so banal sein?
yoga für alle schon in der schule zum pflichtfach machen.
für den sog. burn-out. Davor werden die inneren Stressfaktoren nach außen projeziert bzw. darin die äußeren subjektiv überhöht.
Hilfreich sind i.d. Tat bewusste Entspannungsübungen flankiert von ziel - nicht problemorientierten Gesprächen bzw. eine partnerschaftliche strategische Denke zwecks Abbremsung/Aufhebung des verengten Selbstbezugs.
Die eigentlichen Job-Herausforderungen bestehen darin die berufl. & persönl. Interessen sozial auszubalancieren - wer diese ineins setzt verliert letztlich die Kontrolle oder muss alles kontrollieren, damit ja nix schiefgeht. Ja, die Arbeitsbedingungen sind insgesamt verschlechtert weil oft der innerbetriebl. Verdrängungswettbewerb die Kollegialität in den Hintergrund gedrängt hat - d.h. die soziale Identifikation löst sich zugunsten von individ. Joberhalt Statusdenken auf, das öffnet Mobbing und dem Jede/r ist sich selbst der / die Nächste Tür&Tor.
Das eigentliche Problem liegt darin, dass potent. Outburner als Workjunkies in ihrem Umfeld zusehends Stress erzeugen - weil sie die Meßlatte derart anheben, dass Leute die sich Zeit für Freizeit, Familie und genußvolle Auszeiten nehmen im Vergleich "alt" aussehen, weil sie z.B. weniger "für die Firma" da sind / weniger Überstunden raffen usw. Das kann einer Mutter die sich "für die Familie" abrackert ebenso ergehen, die fdF-Motive sind einander verwandt und ähneln sich in den plakativen Aufopferungsgesten. Das soll von der Überidentifikation auf Kosten anderer ablenken, tja - Eigentor.
...einfach mal nix tun !!!
Ich komme mal mit einem paradoxen Vorschlag: Etwas tun! Und zwar etwas, zu dem man absolut keinen Draht und keine Erfahrung hat, und sich da ganz locker, dilettantisch, spielerisch einarbeiten. Oder einfach eine herkömmliche Tätigkeit, die man sonst nie macht, erledigen.
Ich habe letztens einen Tisch abgeschliffen und neu lackiert. So eine handwerkliche Tätigkeit habe ich noch nie gemacht, aber der "Erfolg" in einem Gebiet, in dem ich null Erfolge habe, baut mich heute noch auf, wenn ich mir diesen Tisch ansehe.
Liebe Tina Groll. Wann hören wir endlich auf, die Sucht nach Tipps und Tricks zu befriedigen? Das ist doch die entscheidende Frage. Dabei ist vollkommen unwichtig, was Sie oder mich entspannt, sondern wir müssen den Betroffenen Mut machen, Ihren eigenen Weg zu gehen. Und das ist bei dem riesigen Angebot an Entspannungsübungen schon schwierig genug. Und oft geht es doch gar nicht in erster Linie um die beste Entspannungsübung, sondern darum, wie der betroffene überhaupt die Zeit findet, die Entspannungsübung auch zu praktizieren. Das ist der eigentliche Lernschritt. Wir sind doch alle viel zu beschäftigt, um Entspannung zu finden. Im neuen Buch von Tim Parks: "Die Kunst Stillzusitzen - Ein Skeptiker auf der Suche nach Gesundheit und Heilung" ist dieser langwierige Prozess wunderbar beschrieben. Nehmen Sie doch den Autor Tim Parks einmal als Interview-Partner zu diesem Thema. Oder muss es immer so banal sein?
"ZEIT ONLINE: Das klingt aber ein bisschen zu einfach: Man müsse nur die Einstellung ändern, dann klappe es auch mit der Beförderung und man bekomme keinen Burn-out.
Engels:Es ist gut untersucht, dass die innere Einstellung eines Mitarbeiters ein entscheidender Faktor dafür ist, ob er an Burn-Out erkrankt oder nicht."
Hier weicht Frau Engels der eigentlichen Frage aus. Das die "innere Einstellung" mit ausschlaggebend ist, steht ausser Frage. Nur ist der Einwand von Frau Groll durchaus berechtigt. Denn einfach die Einstellung ändern ist nicht möglich. Genauer geht es auch nicht um Einstellungen sondern um "maladaptive cognitions" also dysfunktionale Gedankenmuster. Eben zum Beispiel dei Tendenz überall nur Probleme zu sehen. Nur kann man diese Denkmuster nicht einfach durchbrechen. Es ist allenfalls möglich in schweren Fällen durch therapeutische Unterstützung langsam und schmerzhaft zu lernen, "gesünder" über sich selbst zu denken.
Es ist festzuhalten, dass die Betroffenen nicht verantwortlich sind, da sie nicht anders können, sich aber selbst die Schuld geben. Frau Engels Tipps klingen in diesem Zusammenhang zynisch. Einfach ein paar kleine Übungen (kaufen sie einfach meine Bücher bzw. besuchen sie meine Seminare) und dann klappt alles. Sprich: wer sich nicht einfach selbst hilft ist selbst schuld. Eine weitere schädliche Denkstruktur zu Marketingzwecken erweckt.
Das nächste mal, Frau Groll, bitte eine Professorin der klinischen Psychologie und keine Apothekerin.
...kann ich nur die Psychosomatische Klinik in Bad Grönenbach empfehlen - europaweit führend auf dem Gebiet...
Dort werden Sie sicher ein paar Experten finden die Ihnen Antworten auf Ihre Fragen geben...
dazu würd ich gerne sagen, dass es wohl vielen Menschen schon helfen würden, wenn sie sich einfach mehr mit ihrer Überspannung (körperlich und seelisch) einfach mal etwas mehr auseinander setzen würden.
Wer sich bewusst ist, dass es ihm bis zum Hals steht, der hat es einfacher sich freizumachen. Wer wartet, bis er innerlich platzt, hat die Gelegenheit versäumt.
Kurz: Wir brauchen nicht für alles Psychologen, entspannte Musik und ein gutes Buch könnten vielen Menschen schon helfen!
Ich stimme Ihnen da völlig zu, unsere "dysfunktionale Gedankenmuster" machen uns das Leben schwer, da ist alleine mit "think positiv" an der "Holzkiste nüscht zu löten"!
Die Gedanken sund es: "Die Menschen werden nicht durch die Dinge, die passieren, beunruhigt, sondern durch die Gedanken darüber. (Epiktet, griech. Philosoph 50 - 125)
Die Gedanken sind es, die das Leben des Menschen glücklich oder unglücklich machen. (Mark Aurel, röm. Kaiser und Philosoph 121 - 180)
Es gibt zu viele Gesundbeter, die meinen, mit etwas "Tschaka, Du schaffst es" und Selfmanagement kriegt man Burnout in den Griff! Es ist ja bekannt, das Burnout-Syndrom tritt vor allem bei Menschen auf, die oft übermäßig motiviert und zu engagiert sind. Vielfach können sie sich von ihrer Arbeitsaufgabe schlecht lösen oder sie versuchen ihre Arbeit mit erhöhtem Einsatz zu bewältigen. Das Burnout-Syndrom scheint oft eine Folge von großem Idealismus, überhöhten Erwartungen an den Beruf und der tagtäglichen Wirklichkeit zu sein. Besonders Betroffene, die mit sehr großem persönlichen Einsatz für andere Menschen da sind, deren Leistungen aber kaum durch Vorgesetzte anerkannt werden, haben ein erhöhtes Risiko, sich innerlich psychisch zu sehr zu belasten. Weitere Risikofaktoren sind unter anderem:
- übermäßiges starkes Verantwortungsbewusstsein
- sehr starker Ehrgeiz
- überausgeprägter Perfektionsdrang
- Drang, alles allein bewerkstelligen zu wollen
- besondere Kritikempfindlichkeit
Auch ich wäre an einer etwas eingehenderen Analyse, im Unterschied zu solchen Allgemeinplätzen wie sie Frau Engels von sich gibt, interessiert. Warum interviewt die ZEIT nicht auch meine Nachbarin zum Thema?
– Anders gesagt: Welche Tipps haben Sie zur Krebsvorsorge? Oder welche Tipps haben Sie zur Datenbankprogrammierung? Dass ein Mensch krank wird, wenn die Umwelt und sein Denken nicht stimmt, versteht sich von selbst. – Was aber stimmt mit dem Denken nicht? Oder der Umwelt? Hierzu muss es Forschungsergebnisse geben und an diesen wäre ich interessiert.
...kann ich nur die Psychosomatische Klinik in Bad Grönenbach empfehlen - europaweit führend auf dem Gebiet...
Dort werden Sie sicher ein paar Experten finden die Ihnen Antworten auf Ihre Fragen geben...
dazu würd ich gerne sagen, dass es wohl vielen Menschen schon helfen würden, wenn sie sich einfach mehr mit ihrer Überspannung (körperlich und seelisch) einfach mal etwas mehr auseinander setzen würden.
Wer sich bewusst ist, dass es ihm bis zum Hals steht, der hat es einfacher sich freizumachen. Wer wartet, bis er innerlich platzt, hat die Gelegenheit versäumt.
Kurz: Wir brauchen nicht für alles Psychologen, entspannte Musik und ein gutes Buch könnten vielen Menschen schon helfen!
Ich stimme Ihnen da völlig zu, unsere "dysfunktionale Gedankenmuster" machen uns das Leben schwer, da ist alleine mit "think positiv" an der "Holzkiste nüscht zu löten"!
Die Gedanken sund es: "Die Menschen werden nicht durch die Dinge, die passieren, beunruhigt, sondern durch die Gedanken darüber. (Epiktet, griech. Philosoph 50 - 125)
Die Gedanken sind es, die das Leben des Menschen glücklich oder unglücklich machen. (Mark Aurel, röm. Kaiser und Philosoph 121 - 180)
Es gibt zu viele Gesundbeter, die meinen, mit etwas "Tschaka, Du schaffst es" und Selfmanagement kriegt man Burnout in den Griff! Es ist ja bekannt, das Burnout-Syndrom tritt vor allem bei Menschen auf, die oft übermäßig motiviert und zu engagiert sind. Vielfach können sie sich von ihrer Arbeitsaufgabe schlecht lösen oder sie versuchen ihre Arbeit mit erhöhtem Einsatz zu bewältigen. Das Burnout-Syndrom scheint oft eine Folge von großem Idealismus, überhöhten Erwartungen an den Beruf und der tagtäglichen Wirklichkeit zu sein. Besonders Betroffene, die mit sehr großem persönlichen Einsatz für andere Menschen da sind, deren Leistungen aber kaum durch Vorgesetzte anerkannt werden, haben ein erhöhtes Risiko, sich innerlich psychisch zu sehr zu belasten. Weitere Risikofaktoren sind unter anderem:
- übermäßiges starkes Verantwortungsbewusstsein
- sehr starker Ehrgeiz
- überausgeprägter Perfektionsdrang
- Drang, alles allein bewerkstelligen zu wollen
- besondere Kritikempfindlichkeit
Auch ich wäre an einer etwas eingehenderen Analyse, im Unterschied zu solchen Allgemeinplätzen wie sie Frau Engels von sich gibt, interessiert. Warum interviewt die ZEIT nicht auch meine Nachbarin zum Thema?
– Anders gesagt: Welche Tipps haben Sie zur Krebsvorsorge? Oder welche Tipps haben Sie zur Datenbankprogrammierung? Dass ein Mensch krank wird, wenn die Umwelt und sein Denken nicht stimmt, versteht sich von selbst. – Was aber stimmt mit dem Denken nicht? Oder der Umwelt? Hierzu muss es Forschungsergebnisse geben und an diesen wäre ich interessiert.
yoga für alle schon in der schule zum pflichtfach machen.
...jeder hat seine eigene Form der Entspannung. Was bei dem einen funktioniert, kann bei dem anderen ohne Wirkung bleiben. Yoga würde mir z.B. gar nichts bringen. das gilt es herrauszufinden: Welche Entspannung jemand braucht...
...jeder hat seine eigene Form der Entspannung. Was bei dem einen funktioniert, kann bei dem anderen ohne Wirkung bleiben. Yoga würde mir z.B. gar nichts bringen. das gilt es herrauszufinden: Welche Entspannung jemand braucht...
...kann ich nur die Psychosomatische Klinik in Bad Grönenbach empfehlen - europaweit führend auf dem Gebiet...
Dort werden Sie sicher ein paar Experten finden die Ihnen Antworten auf Ihre Fragen geben...
...jeder hat seine eigene Form der Entspannung. Was bei dem einen funktioniert, kann bei dem anderen ohne Wirkung bleiben. Yoga würde mir z.B. gar nichts bringen. das gilt es herrauszufinden: Welche Entspannung jemand braucht...
dazu würd ich gerne sagen, dass es wohl vielen Menschen schon helfen würden, wenn sie sich einfach mehr mit ihrer Überspannung (körperlich und seelisch) einfach mal etwas mehr auseinander setzen würden.
Wer sich bewusst ist, dass es ihm bis zum Hals steht, der hat es einfacher sich freizumachen. Wer wartet, bis er innerlich platzt, hat die Gelegenheit versäumt.
Kurz: Wir brauchen nicht für alles Psychologen, entspannte Musik und ein gutes Buch könnten vielen Menschen schon helfen!
für den sog. burn-out. Davor werden die inneren Stressfaktoren nach außen projeziert bzw. darin die äußeren subjektiv überhöht.
Hilfreich sind i.d. Tat bewusste Entspannungsübungen flankiert von ziel - nicht problemorientierten Gesprächen bzw. eine partnerschaftliche strategische Denke zwecks Abbremsung/Aufhebung des verengten Selbstbezugs.
Die eigentlichen Job-Herausforderungen bestehen darin die berufl. & persönl. Interessen sozial auszubalancieren - wer diese ineins setzt verliert letztlich die Kontrolle oder muss alles kontrollieren, damit ja nix schiefgeht. Ja, die Arbeitsbedingungen sind insgesamt verschlechtert weil oft der innerbetriebl. Verdrängungswettbewerb die Kollegialität in den Hintergrund gedrängt hat - d.h. die soziale Identifikation löst sich zugunsten von individ. Joberhalt Statusdenken auf, das öffnet Mobbing und dem Jede/r ist sich selbst der / die Nächste Tür&Tor.
Das eigentliche Problem liegt darin, dass potent. Outburner als Workjunkies in ihrem Umfeld zusehends Stress erzeugen - weil sie die Meßlatte derart anheben, dass Leute die sich Zeit für Freizeit, Familie und genußvolle Auszeiten nehmen im Vergleich "alt" aussehen, weil sie z.B. weniger "für die Firma" da sind / weniger Überstunden raffen usw. Das kann einer Mutter die sich "für die Familie" abrackert ebenso ergehen, die fdF-Motive sind einander verwandt und ähneln sich in den plakativen Aufopferungsgesten. Das soll von der Überidentifikation auf Kosten anderer ablenken, tja - Eigentor.
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