Debatte Wie hart muss der Chef sein?

Mitarbeiter brauchen Kontrolle, behauptet der Unternehmensberater Roland Jäger und fordert einen strengen Führungsstil. In einer Debatte stellte er sich den Leserfragen.

Ein Manager lehnt sich bei einem Gespräch in seinem Stuhl zurück

Ein Manager lehnt sich bei einem Gespräch in seinem Stuhl zurück

Seine Thesen klingen polemisch, kontrovers, fast unverschämt. Und dann erst der Titel Ausgekuschelt – Unbequeme Wahrheiten für den Chef. Das Buch des Unternehmensberaters und Coachs Roland Jäger wirkt plakativ. Der erste Eindruck: Was für ein Schund! Aber man will es ja doch lesen. Um sich mal richtig aufzuregen über einen, der Führungskräfte darin schult, unbarmherzig und eiskalt zu sein, und ihnen beibringt, nach einem strikten Top-down-Prinzip zu führen. Hauptaussage: Führungskräfte sollen nicht mehr verständnisvoll zuhören und nicht so tun, als seien alle Mitarbeiter gleich. Wer nicht spurt, der fliegt. Was erlaubt sich dieser Jäger eigentlich?

Und dann erst diese Aufmachung: In großen, knallroten Lettern prangt der Titel auf blauem Untergrund, ein rotes Kissen ist schwarz durchgestrichen. Kuschelkurs ade. Auf 198 Seiten und in zehn Kapiteln gibt der Berater Führungskräften Tipps, wie sie "besser" mit ihren Mitarbeitern umgehen. Die zehn Kapitel sind zehn Aufreger-Thesen zugeordnet.

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Das fängt schon mit der ersten an: "Führungsbedürftige Mitarbeiter verdienen kein Lob, sondern Kontrolle", schreibt Jäger da. Das klingt nach Spaß an der Macht. Aber dann beschreibt der Autor ein Beispiel, das zeigt, was genau er mit seiner harten These eigentlich meint. Zugegeben, seine Sprache ist locker, fast umgangssprachlich, Jäger schreibt gewissermaßen "Tacheles" – und trotzdem verliert das Buch den Touch des Unseriösen, als er sich an den Prototypen eines Schreckenschefs direkt wendet: "Etwas können Sie gleich einmotten: den Druck, die Angst und den Schrecken, die Sie hier permanent verbreiten und mit einem Führungsinstrument verwechseln." Wie bitte? Steht der Autor etwa doch auf der Arbeitnehmerseite?

Keineswegs, macht Jäger sofort deutlich. Aber wenn er von einem "besseren" Umgang mit den Mitarbeitern schreibt, meint er nicht, dass sich Führungspersonen wie kleine Diktatoren in einer Bananenrepublik verhalten sollen, die nach purer Willkür über Wohl und Verderb entscheiden. Besser, das heißt für Jäger: konsequenter, klarer, zielorientiert , und zwar sehr wohl mit dem Gedanken an das Wohl aller, zuallererst aber an das des Unternehmens und der Führungskräfte selbst. Echte Führungspersönlichkeiten, so der Coach, haben eine innere Stärke entwickelt, sie lassen Nähe zu ihren Mitarbeitern zu – aber diese ist geprägt von Souveränität. Denn am Ende entscheidet der Ranghöchste, der auch die Verantwortung trägt. Der sich hinter und nicht vor seine Mitarbeiter stellt, aber sie eben nicht schikaniert.

Ausgekuschelt – die Thesen

1. Führungsbedürftige Mitarbeiter verdienen kein Lob, sondern Kontrolle
Warum es ungerecht ist, wenn alle Mitarbeiter gleich behandelt werden

2. Die harten Hunde haben die stärksten Rudel
Warum die Mitarbeiter froh sind, wenn ihr Chef weiß, was er will

3. Inkonsequente Chefs verdienen kein Vertrauen, sondern Entmachtung
Warum der Kuschelkurs Krieg statt Frieden bringt

4. Von hochqualifizierten Mitarbeitern ohne Eigenantrieb muss man sich trennen

Warum unmotivierte High Potentials die schlechtesten Mitarbeiter sind

5. Wessen beste Mitarbeiter nach drei Jahren nicht kündigen, der ist ein schlechter Chef
Warum Mitarbeiterloyalität ein Mythos ist

6. Die besten Chefs stellen sich nicht vor ihre Mitarbeiter, sondern hinter sie
Warum es nichts nützt, Mitarbeiter vor den Folgen ihres Handelns zu schützen

7. Nachsichtige Chefs beweisen nicht Größe, sondern verschwenden Geld
Warum undisziplinierte Mitarbeiter ein Recht auf harte Sanktionen haben

8. Chefs von schwachen Mitarbeitern sind selbst schwach
Warum inkonsequente Chefs von ihren Teams abhängig sind

9. Nicht geniale Ideen, sondern konsequentes Handeln bringt Erfolg

Warum für Führungskräfte Beharrlichkeit wichtiger ist als Kreativität

10. Mit dem richtigen Team ist jede Strategie die richtige
Warum dem Führer ein Kompass nichts nützt, wenn er allein unterwegs ist
 

Die Beispiele, die Jäger liefert, klingen realistisch. Von einem jungen Vorstand ist die Rede, der zwei Assistentinnen hat. Die eine ist jung und gerade aus der Elternzeit wieder zurückgekehrt. Sie arbeitet halbtags, der Vertrag ist befristet, sie wird unter Tarif bezahlt. Trotzdem ist sie fleißig, meist gut gelaunt, zuverlässig und engagiert. Sie macht viele Überstunden, trotz des kleinen Kindes zu Hause. Die andere ist älter, seit vielen Jahrzehnten im Unternehmen. Sie arbeitet Vollzeit, hat noch Tarifbedingungen und in all den Jahrzehnten die Vorstände kommen und gehen sehen. Sie agiert nach dem Motto: "Chefs kochen auch nur mit Wasser, und das Wasser bringe ich für sie." Sie hat in ihrem Berufsleben viel geleistet, hat dem Vorgänger treu 20 Jahre lang gedient und sich einen entsprechenden Stand im Unternehmen erarbeitet. Nicht umsonst wird sie "der Drachen" genannt. Den jungen Vorstand betrachtet sie eher skeptisch. Der soll sich erst einmal beweisen. Und die junge Kollegin auch, die soll erst einmal ihre Kinderbetreuung geregelt bekommen.

Dem Vorstand fällt der Umgang mit der Alten nicht so leicht, darum kommuniziert er lieber direkt mit der jungen, freundlichen Assistentin und beauftragt sie damit, Arbeiten an die Alte zu delegieren. Doch diese lässt sich nur wenig von der Jüngeren sagen. Es kommt, wie es kommen muss: Bei der jungen Assistentin türmt sich die Arbeit, eines Tages – das Kind ist krank, die Junge sehr im Stress – unterläuft ein folgenschwerer Fehler. Eine Überweisung wird ohne die Gegenunterzeichnung des Geschäftsführers angewiesen. Die Alte, an die die Junge diese Aufgabe delegierte, hatte es schlicht vergessen, weil sie selten die Aufgaben erledigt, welche die Jüngere an sie abgibt.

Das wäre zu vermeiden gewesen, sagt Roland Jäger, wenn der junge Vorstand nur Führung übernommen hätte. Er kann seine Verantwortung nicht einfach an die Jüngere delegieren. Er hätte erkennen müssen, dass manche Mitarbeiter – so wie die junge Assistentin – keine Kontrolle, sondern Vertrauen, andere – so wie die Ältere – eben genaue Anweisungen und auch ein Nachprüfen brauchen. Alle Mitarbeiter gleich zu behandeln funktioniere nicht. Es gebe vor allem zwei dominierende Verhaltensmuster bei Mitarbeitern: Die einen arbeiten eigenverantwortlich; die anderen brauchen genaue Anweisungen.

So weit, so verständlich. Doch was ist mit Jägers anderen Thesen? Auch sie klingen krass. Kapitel zwei ist zum Beispiel überschrieben mit "Die harten Hunde haben die stärksten Rudel". Demnach seien Mitarbeiter froh, wenn der Chef klare Anweisungen gebe und wisse, was er wolle. Eine Führungsperson, die einen unklaren Kurs habe oder, noch schlimmer, wie ein Fähnlein im Wind ständig die Richtung ändere, verunsichere die Mitarbeiter. Entsprechend schließt sich die dritte These Jägers daran an: Inkonsequente Chef verdienen die Entmachtung. Denn der Wischiwaschi-Kuschelkurs führe nicht zu einem angenehmen Betriebsklima, sondern zu internen Konkurrenz- und Machtkämpfen.

Leser-Kommentare
    • M.M.
    • 25.06.2010 um 12:22 Uhr

    Das ist es, was der mitdenkende, verantwortliche und engagierte Arbeitnehmer/Mitarbeiter schlussendlich braucht: Druck, Angst und unkritischen Kadavergehorsam.
    Macht endlich Schluss mit dem Kuschelkurs, die Zeiten sind hart und wer nicht geschunden wird, wird nicht erzogen. Alternativ: was gerade wachsen soll, krümmt sich beizeiten.(Ironie aus)

    Ich habe Zweifel, ob das alles umzusetzen ist, aber, Hauptsache, das Machwerk verkauft sich.

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    Das ist der entscheidende Unterschied: Wer mitdenkt, verantwortlich ist und handelt und sich engagiert verdient Vertrauen, Lob, Wertschätzung, Anerkennung und eine lange Leine vom Chef. Ich nenne solche mit Mitarbeiter die Eigenverantwortlichen.
    Wer das nicht tut, wird an der kurzen Leine geführt und darf sich darüber nicht wundern, denn er hat sich genauso dafür entscheiden, wie der zuvor beschriebene Mitarbeiter.
    Dies zu differenzieren und die Mitarbeiter entsprechend unterschiedlich zu führen ist die zweifelsohne schwierige Aufgabe des Chefs.
    Mir ist unklar, warum Sie diese Differenzierung nicht erkannt haben? Schade.

    Das ist der entscheidende Unterschied: Wer mitdenkt, verantwortlich ist und handelt und sich engagiert verdient Vertrauen, Lob, Wertschätzung, Anerkennung und eine lange Leine vom Chef. Ich nenne solche mit Mitarbeiter die Eigenverantwortlichen.
    Wer das nicht tut, wird an der kurzen Leine geführt und darf sich darüber nicht wundern, denn er hat sich genauso dafür entscheiden, wie der zuvor beschriebene Mitarbeiter.
    Dies zu differenzieren und die Mitarbeiter entsprechend unterschiedlich zu führen ist die zweifelsohne schwierige Aufgabe des Chefs.
    Mir ist unklar, warum Sie diese Differenzierung nicht erkannt haben? Schade.

  1. beide Seiten auch aufeinander hören.

    Das was ich hier gelesen habe, zeigt doch nur, dass der Mensch schon lange seinen Wert verloren hat. Kein Wunder, dass die Welt so ist, wie sie im Moment ist, mit "Kostenstellen" lässt sich zwar wunderbar Gewinn erwritschaften, dieser kommt aber komischerweise immer nur an einer Stelle an. Oben!

    Ich wünsche Herrn Jäger ( der sicherlich noch nie "nur" Mitarbeiter war ) einmal einen solchen Chef vor die Nase gesetzt und DANN reden wir mal über dieses Buch. Schon komisch, dass solche "Menschen" immer meinen, andere beraten zu müssen.

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    Ja, wer unter kuscheligen Chefs gelitten hat, mag Ihrer Aussage folgen. Der wird auch für den kleinsten Unsinn, den er leistet gelobt. Und wenn es dem Chef dann zu bunt wird, bekommt der Mitarbeiter die Quittung präsentiert: persönliche Vorhaltungen, Beleidigungen und überzogene Kritik sind die Folge. Ein unkuscheliger Chef würde es erst gar nicht soweit kommen lassen und den Mitarbeiter in ruhigem, sachlichen Ton feed back geben. Ganz nach dem Motto: ‚Währet den Anfängen‘.
    Richtig ist also: Jeder Mensch hat einen Wert. Und der Wert eines Mitarbeiters richtet sich nach dem Beitrag, den er für den Erfolg des Unternehmens leistet. Man nennt dies auch ‚Tauschhandel‘, denn nichts anderes ist ein Arbeitsvertrag: Geld gegen Leistung!
    Oder würden Sie sich von einem Handwerker einen Schrank bauen lassen, und ihn dann – sofern die Türangeln schräg sind, Einlegeböden fehlen und womöglich Griffe defekt sind – den vollen Preis / Lohn zahlen?!

    Ja, wer unter kuscheligen Chefs gelitten hat, mag Ihrer Aussage folgen. Der wird auch für den kleinsten Unsinn, den er leistet gelobt. Und wenn es dem Chef dann zu bunt wird, bekommt der Mitarbeiter die Quittung präsentiert: persönliche Vorhaltungen, Beleidigungen und überzogene Kritik sind die Folge. Ein unkuscheliger Chef würde es erst gar nicht soweit kommen lassen und den Mitarbeiter in ruhigem, sachlichen Ton feed back geben. Ganz nach dem Motto: ‚Währet den Anfängen‘.
    Richtig ist also: Jeder Mensch hat einen Wert. Und der Wert eines Mitarbeiters richtet sich nach dem Beitrag, den er für den Erfolg des Unternehmens leistet. Man nennt dies auch ‚Tauschhandel‘, denn nichts anderes ist ein Arbeitsvertrag: Geld gegen Leistung!
    Oder würden Sie sich von einem Handwerker einen Schrank bauen lassen, und ihn dann – sofern die Türangeln schräg sind, Einlegeböden fehlen und womöglich Griffe defekt sind – den vollen Preis / Lohn zahlen?!

  2. "Sind Führungskräfte, die auf kreative statt auf konservative Weise versuchen, Mitarbeiter durch Mitsprache und Beteiligung zu motivieren, möglicherweise nicht auch sehr erfolgreich?"

    Ich fürchte hier liegt ein Missverständnis vor. Denn was Berger einfordert ist tatsächliche Führung und das mit Konsequenz.
    Das schließt Mitsprache und Beteiligung eben nicht aus, macht sie jedoch abhängig vom Funktionieren.
    Weder Mitsprache noch Beteiligung beschränken die Verantwortung und die Entscheidungsgewalt des Vorgesetzten.
    Mitsprache und Beteiligung sollten im Gegenteil eine Selbstverständlichkeit sein.
    Aufgabe der Führungskraft ist es Ziele vorzugeben, Hindernisse zu beseitigen, ein Umfeld zur größtmöglichen Entfaltung der Mitarbeiter zu schaffen, begrenzt durch den Unternehmenszweck. Die Führungskraft ist damit auch Dienstleister für die Mitarbeiter. Führung ist eben keine Einbahnstrasse, weder als Dienstleistung für Mitarbeiter, noch als konsequenter Einforderer notwendiger Leistung und Zielerreichung.
    In meiner beruflichen Erfahrung habe ich viele Führungskräfte erlebt, die sich entweder nur als Dienstleister für Mitarbeiter verstanden haben (man will sich nicht unbeliebt machen) oder aber nur rücksichtslose Einforderer notwendiger Leistungen sind.
    Besonders hoch ist das Risiko der Einseitigkeit in Konzernen, wo die unmittelbaren Folgen selten auf die "Führungskraft" zurückfallen, weil der Konkurrenzkampf politisch und nicht unternehmerisch ausgetragen wird.

    H.

  3. 5. Erfolg

    Was mag Herr Jäger sich vorstellen, was aus jenen (sicherlich vor allem älteren) Mitarbeitern wird, die so lange "gebrannt" haben, daß sie ausgebrannt sind? Oder die zu anständig sind, um Herrn Jägers Vorstellungen von "Erfolg" zu teilen, zum Beispiel weil sie Loyalität für eine Tugend halten und nicht für verabscheuungswürdige Blödheit?

    Man soll sie also entlassen -- und dann?
    Wer kümmert sich um die, die in Herrn Jägers Welt der auf Erfolg getrimmten Menschenhasser nicht passen und dafür bestraft werden sollen? Zur Erinnerung: Es geht hier um Mehrheiten, nicht um einzelne Unglückliche.

    Das widerwärtige an Befürwortern des Sozialdarwinismus ist, daß ihnen die Opfer ihrer Handlungs- und Wirtschaftsweise völlig schnurz sind. Für den Götzen "Erfolg" gehen sie über Leichen. Und grinsen noch frech dabei.

    Das Bild zum Artikel illustriert diesen Menschenschlag sehr schön.. (mehr sag ich dazu lieber nicht, um dem Zensoren Arbeit zu ersparen).

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    Und was denken Sie wohl über die Loyalität der Arbeitgeber?
    Nach meiner Erfahrung haben Arbeitgeber diese bereits vor Jahren aufgekündigt. Da wäre es nur konsequent, wenn der Mitarbeiter das auch mit seinem Arbeitgeber tut. Dann würde die Arbeitsbeziehung nicht weiter emotionalisiert, sondern professionalisiert. Das würde allen Beteiligten gut zu Gesicht stehen. Und wir kämen weg von einer Sozialromantik, die ich zwar nachvollziehen, aber in der heutigen Zeit leider für völlig weltfremd halte.

    Und was denken Sie wohl über die Loyalität der Arbeitgeber?
    Nach meiner Erfahrung haben Arbeitgeber diese bereits vor Jahren aufgekündigt. Da wäre es nur konsequent, wenn der Mitarbeiter das auch mit seinem Arbeitgeber tut. Dann würde die Arbeitsbeziehung nicht weiter emotionalisiert, sondern professionalisiert. Das würde allen Beteiligten gut zu Gesicht stehen. Und wir kämen weg von einer Sozialromantik, die ich zwar nachvollziehen, aber in der heutigen Zeit leider für völlig weltfremd halte.

  4. 6. Google

    Das mag für die Masse stimmen. Wer sich aber aus der Masse herausheben möchte und wie z.B. Google zu den erfolgreichsten der Welt gehören will, der wird sicher nicht auf sowas hören. Der einzig ware Satz in diesem Buch ist das eben nicht jeder gleich behandelt werden darf. Eine gute Führungskraft kennt seine Pappenheimer. Feuern macht auch nur Sinn wenn darauf eine Verbesserung erzielt werden kann. Was würde dieser Berater wohl zu den Arbeitsbedingungen bei Google sagen? Erholungsräume, Billard und Schwimmen in der Arbeitszeit, Brainstorming beim Lego spielen...
    Ist ja erweisen wie erfolglos dies war :)

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    Ich sage: Prima, dass eine Firma ihren Mitarbeitern solche Freiräume einräumt. Ich würde das jederzeit bei den "richtigen" Mitarbeitern als Berater auch empfehlen: Und das sind die Eigenverantwortlichen! Denn diese Mitarbeiter muss man nicht an ihre Aufgaben erinnern, die sind professionell genug ihren Job entprechend zu machen. Und das Tolle daran: Die haben auch noch Spaß dabei. Unbequem und ungemütlich muss man nur den führungsbedürftigen Mitarbeitern gegenüber werden. Ob es die bei Google gibt? Oder hat etwa die gnadenlose Leistungskultur, die bei Google herrscht, dafür gesorgt, dass sich dort solche Mitarbeiter erst gar nicht eingenistet haben?

    "führungsbedürftige Mitarbeiter"
    mit dieser Art der Formulierung wuerden Sie sich aber bei Google nicht wirklich zu 'nem Interview eigenen.

    Wenn Sie darauf bestehen, kann ich Ihr Buch einmal ins Englische uebersetzen und Bekannten hier bei Goggle in Silicon Valley/MountainView bei einem Americano vorstellen. Dann wissen die hier wenigstens wie deutsche Unternehmer denken(sollen), so die das fuer relevant erachten, *zwinker*, wenn Sie verstehen was ich meine...

    Ich sage: Prima, dass eine Firma ihren Mitarbeitern solche Freiräume einräumt. Ich würde das jederzeit bei den "richtigen" Mitarbeitern als Berater auch empfehlen: Und das sind die Eigenverantwortlichen! Denn diese Mitarbeiter muss man nicht an ihre Aufgaben erinnern, die sind professionell genug ihren Job entprechend zu machen. Und das Tolle daran: Die haben auch noch Spaß dabei. Unbequem und ungemütlich muss man nur den führungsbedürftigen Mitarbeitern gegenüber werden. Ob es die bei Google gibt? Oder hat etwa die gnadenlose Leistungskultur, die bei Google herrscht, dafür gesorgt, dass sich dort solche Mitarbeiter erst gar nicht eingenistet haben?

    "führungsbedürftige Mitarbeiter"
    mit dieser Art der Formulierung wuerden Sie sich aber bei Google nicht wirklich zu 'nem Interview eigenen.

    Wenn Sie darauf bestehen, kann ich Ihr Buch einmal ins Englische uebersetzen und Bekannten hier bei Goggle in Silicon Valley/MountainView bei einem Americano vorstellen. Dann wissen die hier wenigstens wie deutsche Unternehmer denken(sollen), so die das fuer relevant erachten, *zwinker*, wenn Sie verstehen was ich meine...

  5. Stimmt genau!

    Antwort auf "Leistungskurve"
  6. Redaktion

    stellt sich die Sache doch ganz anders dar. Denn wer muss denn am Ende für Entscheidungen gerade stehen, wer trägt die Verantwortung? Es ist ja nun mal derjenige, der in der Führungsposition ist. Ersetzen wir mal den Begriff Führung durch Verantwortung, klingt es auch schon ganz anders.

    Die Eigenverantwortung, die man an die Mitarbeiter stellt, gilt noch vielmehr für den Manager. Insofern ist es doch nur konsequent, hier klar zu sein und eine klare Ansage zu machen - die dann auch verlässlich sein muss.

    Sind Führungskräfte unter Ihnen? Melden Sie sich doch mal zu Wort und erzählen, wie Sie die richtige Mischung aus Kontrolle, Vertrauen und letztlich Verantwortung finden!

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    aber ich durfte ein Jahr lang unter solch einem Chef arbeiten. Und das in einer Internet-Agentur - in einem BEruf. in dem man kreativ sein muss. Wie kann man bei ständigem Druck kreativ sein? innerhalb von nicht mal 3 Jahren ist die Firma um fast 40 Mitarbeiter geschrumpft, weil gute, qualifizierte Mitarbeiter sich etwas besseres gesucht haben. Dadurch, dass weniger Fachkräfte da waren und die Stellen nicht schnell genug besetzt werden konnten, gingen auch die Aufträge zurück, oder es wurden Aufträge angenommen, die nicht in der festgelegten Zeit fertig gestellt wurden. Mittlerweile hat die Firma nur noch 4 (!) Angestellte. Soviel dazu wer wirklich ein Unternehmen ausmacht.

    Und Mitarbeiter brauchen sicherlich keine Kontrolle. Feste Regeln ja, aber keinen Chef, der alle 10 Minuten hinter einem steht und fragt wie weit man ist. Gerade in kreativen Berufen bringt einen das immer wieder aus dem Rhythmus.

    Aber das kapieren solche Fach..... nicht, nur plappern ihnen leider viele den Mist nach, den sie von sich geben.

    Ein Chef mit einem gesunden Menschenverstand und ein Gefühl für guter Menschenführung wird mit einem kleinen Team sicherlich mehr zustande bringen, als unser Autor mit einem großen Team. Der Mitarbeiter merkt, ob seine Arbeit, sein Fachwissen geschätzt wird oder ob er nur ein Kostenfaktor ist.

    aber ich durfte ein Jahr lang unter solch einem Chef arbeiten. Und das in einer Internet-Agentur - in einem BEruf. in dem man kreativ sein muss. Wie kann man bei ständigem Druck kreativ sein? innerhalb von nicht mal 3 Jahren ist die Firma um fast 40 Mitarbeiter geschrumpft, weil gute, qualifizierte Mitarbeiter sich etwas besseres gesucht haben. Dadurch, dass weniger Fachkräfte da waren und die Stellen nicht schnell genug besetzt werden konnten, gingen auch die Aufträge zurück, oder es wurden Aufträge angenommen, die nicht in der festgelegten Zeit fertig gestellt wurden. Mittlerweile hat die Firma nur noch 4 (!) Angestellte. Soviel dazu wer wirklich ein Unternehmen ausmacht.

    Und Mitarbeiter brauchen sicherlich keine Kontrolle. Feste Regeln ja, aber keinen Chef, der alle 10 Minuten hinter einem steht und fragt wie weit man ist. Gerade in kreativen Berufen bringt einen das immer wieder aus dem Rhythmus.

    Aber das kapieren solche Fach..... nicht, nur plappern ihnen leider viele den Mist nach, den sie von sich geben.

    Ein Chef mit einem gesunden Menschenverstand und ein Gefühl für guter Menschenführung wird mit einem kleinen Team sicherlich mehr zustande bringen, als unser Autor mit einem großen Team. Der Mitarbeiter merkt, ob seine Arbeit, sein Fachwissen geschätzt wird oder ob er nur ein Kostenfaktor ist.

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